Richtig fotographieren

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Caipy

Richtig fotographieren

Beitrag von Caipy » Mittwoch 8. Januar 2003, 00:37

HI
wie fotographiert man eigentlich seine Modellbahn richitg, ich meine, wie bekommt man so klasse Fotos hin wie die in der Modellbahn-Kurrier-Zeitschrift des MiWuLa?

Habe kürzlich meine Anlage abgelichtet:
- Kamera: Canon Spiegelreflex
- Film: Kodak 200er
- Blende ziemlich zu --> lange Belichtungszeiten --> hohe Tiefenschärfe --> Stativ
- Beleuchtung aus handeslüblichen Glühbirnen von der Decke aus

Das Problem: alle meine Bilder sind gelbstichig. Wie kann man das vermeiden? Denn die Qualität meiner Bilder stellt mich nicht zufrieden!

kukki

Re: Richtig fotographieren

Beitrag von kukki » Mittwoch 8. Januar 2003, 09:16

Hallo Caipy,

in den letzten 3 bis 4 MIBA-Ausgaben gab es einen Kursus mit Infos zur Fotographie auf der Modellbahn. Dort bekommst Du alle Antworten auf Deine Fragen.

Ein Tip: Direkte und indirekte Beleuchtung! Kein Blitz

Gruß
Kukki


*Kleiner gutgemeinter Tip des Admins: Einen kompletten Beitrag zu quoten füllt nur unnötig die Datenbank, hab´ das Zitat daher gelöscht. Sinn macht es nur, wenn man sich auf einen einzelnen Satz / Absatz beziehen möchte oder auf ein Post, das einige Beiträge höher liegt*

H0-Holger
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Photobericht in der Miba

Beitrag von H0-Holger » Mittwoch 8. Januar 2003, 09:19

Hallo Caipy,

die MIBA hat zur Zeit eine Serie über das Photographieren. Ich glaube, die fing in der Novermberausgabe an, bin aber nicht sicher.

Zur Beleuchtung: normale Glühlampen sorgen immer für Gelbstich, das läßt sich kaum vermeiden. Es gäbe da zwei Lösungen. Optimal wäre es, die Anlage ins Freie zu bringen, z.B. auf die nächstbeste Wiese. Bei 3x5 Metern natürlich nicht machbar, aber bei Modulen oder Dioramen eine gute Sache, weil man zum einen Tageslicht hat (bessere Beleuchtung gibt es nicht) und zum anderen einen realistisch wirkenden Hintergrund.
Für Innenaufnahmen sollte man sich Photolampen (1000 Watt) besorgen. Die sind zwar nicht ganz billig, kommen dem Tageslicht aber deutlich näher als z.B. 500 Watt-Lampen aus dem Baumarkt.
Ich stelle immer zwei von den Photolampen mit Stativen auf, 1x 1000 und 1x 2000 Watt, so daß es keine Schlagschatten gibt.
Da man damit schon gut 13A (bei 230V) vom Netz zieht, sollte man darauf achten, daß keine größeren Geräte über die gleiche Sicherung laufen bzw. diese ausschalten. Normalerweise sind die Stromkreise mit 16A abgesichert, und auf höhere Ströme reagieren die Sicherungen so komisch :oops: . OK, ich schweife mal wieder ab...

Makroobjektive (f=28 und kleiner) lassen auch gute Nahaufnahmen zu, dazu gibt es noch rohrartige Verlängerungsstücke (weiß jetzt nicht, wie die Dinger heißen), die man zwischen Kamera und Objektiv schraubt und die für extreme Nahaufnahmen gedacht sind. Damit bekommt man auch ein Anschriftenfeld in Großaufnahme hin, z.B. den DB-Keks formatfüllend :D .

Irgendwo habe ich mal gelesen, daß statt der Blende eine schwarze Pappe mit einen 1mm-Loch in der Mitte verwendet werden kann. Das gibt dann zwar extrem lange Belichtungszeiten - mit Stativ wohl kein Problem - aber dafür Tiefenschärfe über mehrere Meter. Habe ich selbst aber noch nicht probiert.
Gruß
Holger
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Tex T Texter
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Foto in Innenräumen

Beitrag von Tex T Texter » Mittwoch 8. Januar 2003, 12:28

Hallo Caipy

Fotos in Innenräumen sind immer schwer.
Das Beste ist Tageslicht. Bei Kunstlicht kann man laienhaft sagen:
je heller desto weniger falsche Farben auf den Bildern.
Also entweder Strahler oder Blitz oder mehrere davon (wegen der Schatten).
Und je mehr du indirekt bestrahlst desto gleichmäßiger ist das Licht.
Das heißt über eine Decke blitzen oder die Strahler über Decke oder Wand reflektieren lassen (Achtung bei färbigen Decken, da hat man bei der Reflektion wieder falsche Farben!!!)
Am besten ein wenig testen.
Noch ein Tipp: Wer hat denn gesagt, daß alles von vorn bis hinten scharf sein muß. Es wirkt deutlich besser wenn im Vorder- oder Hintergrund hin eine Unschärfe liegt.

Gruß

Tex T Texter

PS Das Ding zwischen Kamera und Objektiv ist ein Makrokonverter

bg-wabu

Re: Photobericht in der Miba

Beitrag von bg-wabu » Montag 20. Januar 2003, 20:15

Hallo zusammen,

zu diesem Beitrag fällt mir aber auch noch ein Tipp ein:

mit solchen Strahlern gut aufpassen, die strahlen nicht nur Licht sondern auch enorme Wäreme ab - bei mir ist leider schon mal ein Dachstuhl von einem Stellwerk in die Knie gegangen, weil die Lampe zu nahe an dem Ding stand :(

Gruß, Burkhard

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Stellwerk bei Burkhard

Beitrag von Tex T Texter » Mittwoch 22. Januar 2003, 12:11

Hallo Burkhard

Hast du nach deinem Mißgeschick mit dem Stellwerk nicht gleich eine Feuerwehraktion daraus gemacht????

Wäre doch passend!?

Aber du hast natürlich recht. Der Abstand sollte genügend groß sein weil die Hitze der Strahler enorm ist und nach abschalten hitzen die Dinger auch noch nach, wie eine Herdplatte.

Gruß Texter

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"Besser blitzen"

Beitrag von Uli » Mittwoch 22. Januar 2003, 13:28

Falls Du ein separates Blitzgerät für deine Canon hast, kannst Du dieses im 45-Grad-Winkel gegen die Decke richten. Dadurch hast du relativ "farbneutrales" Licht und nicht die üblichen Blitz-Schlagschatten. Auf diese Weise fotografiere ich grundsätzlich in Innenräumen, vorausgesetzt die Decke ist nicht höher wie 3 m. Ach ja - die Canon-eigenen Blitzgeräte errechnen aus der Stellung des Blitz(-reflektors) die korrekte Beleuchtung.
*** Ei Gude, Uli ***

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Bernhard
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Beitrag von Bernhard » Mittwoch 22. Januar 2003, 13:40

hallo
vielleicht ein tip zum basteln.
um helles licht zu bekommen, eine
Tru-Light lampe nehmen, gibt es auch als sparlampe.
wird nicht so heiss und kostet nicht so viel. strahlt aber mit 99%
sonnenlicht.
adresse bei mir nach fragen.
gruss bernhard

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Beitrag von Flo K (der erste) » Samstag 25. Januar 2003, 01:12

Hallo zusammen!

Noch eine Möglichkeit um möglichst farbecht, aber dennoch akzentuiert Fotos zu machen, ist die Kamera auf ein Stativ zu montieren und dann den Anlagenausschnitt mehrfach bei geöffneter Linse (aber mit kleiner Blende - 8, 11, oder 16) und eindeutig unterbelichtetem Blitz mehrfach ausgelöst (jew. auf exponierte Stellen gerichet) aufzunehemen.
Das hat zudem noch den Vorteil, daß man eine enorme, nie gekannte Tiefenschärfe erziehlen kann!

Ist aber nicht ganz einfach - erfordet vor allem viel Erfahrung und/oder Experimentierfreundidkeit!

Die Resultate entlohnen dann aber für die Mühen...

Viel Spass dabei

Flo
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blackbird

Beitrag von blackbird » Donnerstag 30. Januar 2003, 18:18

das Einfachste beim Fotografieren mit Kunstlicht wie eine Glühlampe ist es,
einen Kunstlichtfilm mit einer Farbtemperatur von 3600 Kelvin zu benutzen. Er kompensiert das gelbe Licht der Glühlampen. :wink:

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