Stromversorgung

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reraweinstadt

Stromversorgung

Beitrag von reraweinstadt » Samstag 10. Januar 2004, 19:43

Hallo MiWuLa Mitarbeiter (Elektriker)
mich würde es interessieren wie Ihr es mit der Stromversorgung geregelt habt. Die Spannungsversorgung vom E-Werk unterliegt doch bestimmten Spannungsschwankungen. Die geliefert Spannung kann ja bei 220 bis 240 Volt liegen.
Habt Ihr spannungsstabilisierende Netzgeräte welche die Spannung z.B. auf 230 Volt halten? oder wie habt Ihr dies gelöst?
Für eine kurze Antwort bedanke ich mich vorab.
Grüße Reiner

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Uli
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Beitrag von Uli » Samstag 10. Januar 2004, 20:00

Hallo Reiner,

ich bin zwar (u.a.) Elektriker, aber nicht der vom MiWuLa.
Trotzdem wage ich eine Antwort:

Eine absolut stabile Netztspannung ist nicht unbedingt erforderlich.
Alle Netzgeräte, sei es nun das Netzteil des Computers, als auch die eigentlichen
Fahrgeräte der Anlage (in diesem Fall die Netzteile, die die Booster versorgen)
liefern eine konstante Ausgangsspannung, auch bei (in Toleranzen) schwankenden
Eingangsspannung.

Das gleiche gilt übrigens für Elektronikgeräte zuhause. Wenn man z.B. am Anfang einer
Straße direkt neben dem Mittelspanngungstrafo wohnt, kann es sein, daß man an
seiner Steckdose 250 V mißt. Der letzte an einer Stichstrecke hat vielleicht
nur noch 200 V. Allerdings muß der mit der "überhöhten" Spannung öfters seine
Glühlampen tauschen :wink: ...

Die Netzspannung im MiWuLa auf konstant 230V zu halten ist somit nicht notwendig
und letztendlich auch technisch nicht so ohne weiteres zu realisieren. Ich möchte
aber abschließend hinzufügen, daß häufige und starke Schwankungen die Elektronik
z.B. von PCs durchaus schädigen können. Aber dazu könnte ofronk mehr erzählen.
*** Ei Gude, Uli ***

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Gerrit Braun
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Beitrag von Gerrit Braun » Samstag 10. Januar 2004, 21:32

Danke Uli! Ergänzung: hinzu kommen viele viele sogen. USVs (Unterbrechungsfreie StromVersorgung), welche Stromschwankungen und besonders Stromausfälle absichern. Übringes EINER der vielen vielen Gründe, warum die Anlage nicht 1,5 Mio EUR (wie geplant) sondern 4 Mio. gekostet hat.

viele Grüße

Gerrit

Maxifranz

Beitrag von Maxifranz » Samstag 10. Januar 2004, 21:41

Aha, und wie lange könnten die das MiWuLa versorgen?
Wurden sie schon einmal gebraucht?
Dann bekommen die Besucher von einem Stromausfall gar nichts mit?

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Beitrag von Gerrit Braun » Samstag 10. Januar 2004, 21:51

Doch, das Raumlicht schaltet auf Notstrom um und die Züge halten alle an, die Autos fahren in den Schattenbahnhof. Wir haben ca. 15 Minuten Zeit, alles geordnet herunterzufahren.

Gerrit

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Daniel
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Beitrag von Daniel » Samstag 10. Januar 2004, 22:15

Wurde das schonmal Probiert damit es im ernstfall nicht zum Chaos kommt?
Mfg Daniel

reraweinstadt

Stromversorgung

Beitrag von reraweinstadt » Samstag 10. Januar 2004, 22:54

Hallo Gerrit, hallo Uli,
besten Dank für die schnelle Antwort.
Uli, ich muß Dir widersprechen in Bezug auf spannungsstabilisierende Trafos und Booster. Jedenfalls sind die von Märklin nicht in dieser Bauweise. Diese Auskunft stammt aus Göppingen.
Dies Trafos bzw. Booster sind höher belastbar (Ampere). Der Strom geht hoch und die Spannung geht runter.
Grüße Reiner

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der jüngere Andreas
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Beitrag von der jüngere Andreas » Sonntag 11. Januar 2004, 16:03

Normale Modellbahntransformatoren System Märklin sind halt nicht stabilisiert. Und sie brechen bei geringer Belastung in sich zusammen. Das kommt davon, dass Märklin nicht die besten Trafos in ihre Trafos einbaut.
Es lebe die Waldtraut 6196!!!

elythomaslumber
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Beitrag von elythomaslumber » Sonntag 11. Januar 2004, 16:57

... nenene, die Trafos von Märklin sind sehr gut!!!

Das "Zusammenbrechen" der Spannung kommt davon, dass Märklin aus Sicherheitsgründen sogenannte "Spielzeugtrafos" einsetzt. Diese besitzen eine sehr hochohmige Wicklung. Im Kurzschlußfall bzw. bei hoher Belastung kommt es zu einem hohen Spannungsabfall an der Wicklung und dadurch wird die Zerstörungsgefahr bzw. Brandgefahr an der Kurzschlußstelle außerhalb des Trafos erheblich eingedämmt (Strombegrenzung). Daher gibt es bei diesen Trafos auch keine Schmelzsicherung, sondern eine nur langsam ansprechende, selbst rückstellende Thermosicherung. :wink:

Zur Ursprungsfrage...

solche primärseitigen Spannungsstabilisierungen (230V) sind bei üblichen Elektrogeräten absolut unnötig, da geräte innerhalb dieses Toleranzbereichs arbeiten müssen. Es gibts für Spezialanwendungen solche (sehr teuren) Stabilisatoren)
.
Spannungen in elektronischen Geräten werden sekundärseitig stabilisiert, sofern das notwendig ist!!! Bei einer Spannungsdifferenz von 20V (220-240V) und einer angenommenen Sekundärspannung von 5V sind das gerade mal 0,45V bzw. bei 18V sind das gerade mal 1,1V Differenz.
(Verhältnisgleichung)
220V primär / 5V sekundär bzw. bei 240V / 5,45V
oder
220V / 12V bzw. bei 240V / 1,1V

Füreinen Trafo gilt das oben gesagte.

Gerrit spricht von USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung), die nichts mit primärseitiger Spannungsstabilisierung zu tun hat. :roll:
Für seine Einsatzzwecke aber absolut sinnvoll, sonst für der restart zum Chaos. :shock:

Gruß

Hartmut

reraweinstadt

Beitrag von reraweinstadt » Sonntag 11. Januar 2004, 17:27

Hallo Hartmut,

-----Gerrit spricht von USV (Unterbrechungsfreie Stromversorgung), die nichts mit primärseitiger Spannungsstabilisierung zu tun hat.------

du meinst bestimmt: die nicht mit sekundärer Spannungsstabilisierung zu tun hat.
Grüß Reiner

Michael Sommer
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Beitrag von Michael Sommer » Sonntag 11. Januar 2004, 17:41

elythomaslumber hat geschrieben:... nenene, die Trafos von Märklin sind sehr gut!!!

Das "Zusammenbrechen" der Spannung kommt davon, dass Märklin aus Sicherheitsgründen sogenannte "Spielzeugtrafos" einsetzt.

Gruß

Hartmut

Hallo miteinander, da kann ich Hartmut nur zustimmen.
Dies ist u.a. eine Anforderung der VDE bei Spielzeugtrafos. Dazu gehört auch, dass Spielzeugtrafos max. 50VA-Leistung haben dürfen. Deshalb sollte man nicht jeden x-beliebigen Trafo nehmen, der eine passende Kleinspannung herausbringt. Und wenn normale Trafos verwendet werden, unbedingt ordentlich und fachgerecht (primar- und sekundärseitig) absichern, damit nichts abfackelt. Eine Sicherung muss innerhalb einer kurzen Zeitspanne auslösen. Am besten einmal am weitest entfernten Anlagenanschluss, beide Anschlussdrähte zusammenheben (oder das Gleis kurzschließen) und 3x auf 21 zählen. Wenn eine Auslösung erfolgt, ist das schon die halbe Miete, zur eigenen Sicherheit. Wenn nicht Sicherung prüfen und gegen eine mit geringerem Wert austauschen.

Gruß
Michael Sommer

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