Fluthilfe: Wo sollen wir die 15.000,- Euro spenden?

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Frederik Braun
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Beitrag von Frederik Braun » Donnerstag 30. Dezember 2004, 18:49

Auch an Dich Simon eine Frage:

Wie soll Helfen ohne Logistik funktionieren???? Sollen alle Firmen für Wasseraufbereitungsanlagen in Zukunft nur ehrenamtlich ihre Waren produzieren? Sollen Rettungssanitäter kein Geld mehr erhalten? Sollen die Telefonisten die die Anrufe als 40-Stunden Job beantworten kein Geld mehr für ihre ARBEIT bekommen? Geld muss verwaltet werden, Firmen benötigen Spendenquittungen. Fuhrparks müssen verwaltet werden. Ich könnte 1000 Sachen hier aufführen. Wo gehobelt wird fallen Späne. Diese Organisationen benötigen erstmal überhaupt Geld zum Überleben. Es wird immer wieder schwarze Schafe geben. Aber ehrlich gesagt habe ich ein gutes Gefühl bei der Spende => und wenn davon ein Teil für die Buchhalterin benutzt wurde weiß ich genau, dass der Rest von einem gut organiserten Team an der richtigen Stelle eingesetz wird.

Wir können natürlich alles selbst hinfliegen. Ehrlich: Ich habe sogar überlegt, ob ich hinfliege und 300 Kindern jeweils umgerechnet 50 Euro in die Hand drücke. Warscheinlich würde ich nach dem 10 Schein erdrückt und müßte um mein Leben bangen. WEIL ICH KEINE ERFAHRUNG DAMIT HABE. Diese Erfahrung haben die Organisationen. Und sie sind dort und helfen, dass seht Ihr täglich im Fernsehen.

Ich hör jetzt auf, sonst rege ich mich noch mehr auf. Ich weiß aber aus Erfahrung, dass viele Menschen der Meinugn sind, dass sich durch nichtstun Probleme lösen. ich gehöre nicht dazu...

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Frederik Braun
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Beitrag von Frederik Braun » Donnerstag 30. Dezember 2004, 18:55

Simon hat anscheinend seinen Bericht soeben gelöscht :-) Er war nicht so schlimm, unterstützte aber ein bisschen die Meinung von "Egal". Daher hatte er UNICEF vorgeschlagen.

Es fehlt nun leider etwas der Zusammenhang. Zwischen meinen beiden obigen Berichten war wie gesagt noch ein Text von Simon, zu dem ich Stellung genommen hatte... Ich möchte aber mein Text nicht löschen, da er mir wichtig ist...

Simon aus Tarp
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Beitrag von Simon aus Tarp » Donnerstag 30. Dezember 2004, 18:57

Moin Freddy

Ich habe deine vorherige Antwort schon gelesen, und musste Dir bereits da 100%'ig Recht geben. :oops: Ich habe daher mein letztes Posting schon von alleine gelöscht... :oops: :oops:

Selbstverständlich IST dem so, keine Frage. Das es überhaupt eine Spende eurerseits gegeben hat, finde ich wahnsinnig toll!!! Ich hoffe für die armen Menschen in der Krisenregion nur das beste, genau wie du.

Bis dann:
Simon

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Frederik Braun
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Beitrag von Frederik Braun » Donnerstag 30. Dezember 2004, 19:00

Dann sind wir einer Meinung! Guten Rutsch Simon...

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Michael Schmidt
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Beitrag von Michael Schmidt » Donnerstag 30. Dezember 2004, 21:21

Hallo Zusammen,

ich finde jeder sollte sich selber an die eigene Nase fassen, denn es kann jeden von uns einmal Treffen? Vielleicht nicht hier und nicht Heute...aber eine gute Bekannte von uns, deren Freundin, war zu besagten Zeitpunkt mit ihrem Freund dort, von ihr kam ein Lebenszeichen, aber von ihrem Freund fehlt bisher jede spur und Sie bleibt so lange da bis sie weis was mit ihrem Freund ist. Sie riskiert Kopf und Kragen, ihren Job....nur um zu erfahren ob ihr Freund noch lebt, möchtet ihr nicht auch, das es so einen jemanden gibt, wenn ihr mal Hilfe gebrauchen könntet??? Der sich darum sorgt ob ihr noch lebt oder nicht???

Diese Hilfe ist aber nun mal teilweise nur durch Organisationen möglich und dort können nun mal nicht alle Ehrenamtlich arbeiten, oder als Zivildienstleistende. Frag sich jetzt vielleicht der eine oder andere wie ich auf Zivildienstleistende kommen mag. Ganz einfach, THW und Katastrophenschutz, sind anerkante Wehrersatzdienste und ja ich war beim Katastrophenschutz als stev. Leiter der FMZ HVB WOB (Fernmelde Zentrale des Haupt Verwaltungs Beamten Wolfsburg).

Denke dran, es könntest auch du sein und würdest du dich dann nicht über jede Hilfe freuen??? Und wenn auch nur einer, von einer Organisation dir sagt, das ein von dir heiß geliebter Mensch noch Lebt???

Ich finde dafür keine Worte, um dem MiWuLa Team zu danken und ihnen sagen zu können wie toll doch ihre Spende ist.

Und ja, ich habe einen Spendenpin Bestellt. Aber das war nicht alles was meine Familie an Spenden locker gemacht hat.
MfG

Michael Schmidt

Ihr findet mich auf der Karte von Felxi (der erste) http://www.w-dohrmann.de/miwula/karte/map.htm
__________________________________________


Für jede Form von Straßen.
Der Touareg

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Re: Spenden???kommt eh net an

Beitrag von Bernd.T » Donnerstag 30. Dezember 2004, 21:53

egal hat geschrieben:Hi,
leute!

ICh sag einfach mal meine meinung!
ICh denke das das Geld nie vollzählig dort ankommt wo man es spendent.
Es gibt immer "Big Bosse" die da noch geld sich holen!!!!!!!!!!!!!!

Also warum spenden???


Gruß
und einen
Guten Rutsch
EGAl
du bist eine Nase und solltest einmal weiter als bis zu deinem Tellerrand schielen. Wenn alle so denken würden, dann gute Nacht Germany. Aber glücklicherweise gibt es auch noch normal denkende Menschen, die nicht so ein kleinkariert denken wie Du .
Bernd grüßt alle aus der Freien und Hansestadt Hamburg,
und ich schreibe nach der Reform, wie ich es gelernt habe.

MisterMad

Beitrag von MisterMad » Freitag 31. Dezember 2004, 07:49

Frederik Braun hat geschrieben:Simon hat anscheinend seinen Bericht soeben gelöscht :-) Er war nicht so schlimm, unterstützte aber ein bisschen die Meinung von "Egal". Daher hatte er UNICEF vorgeschlagen.

Es fehlt nun leider etwas der Zusammenhang. Zwischen meinen beiden obigen Berichten war wie gesagt noch ein Text von Simon, zu dem ich Stellung genommen hatte... Ich möchte aber mein Text nicht löschen, da er mir wichtig ist...
Eigentlich sollte man doch mittlerweile wissen, dass JEDE gemeinnützige Organisation das Recht hat, bis zu einem bestimmten Teil eines jeden gespendeten Euro für die Verwaltung zu verwenden. Dieser prozentuale Anteil kann 20 % sein oder aber auch 45 % (muß nur unter 50 % sein.)

Und ich kann mir nicht vorstellen, dass da die Unicef eine Ausnahme sein sollte, aber das nur nebenbei erwähnt. Da denke ich, dass das Geld bei diesem Zusammenschluß der verschiedenen Organisationen noch am besten aufgehoben ist.

egal

Ok! hab übertrieben

Beitrag von egal » Freitag 31. Dezember 2004, 09:40

Sorry!
hab etwas übertrieben.
OK mir is scho alles klar, aber es ist trotzdem beschissen das nicht alles ankommt!!

Hachingfan

Beitrag von Hachingfan » Freitag 31. Dezember 2004, 15:20

Also, da will ich auch mal meinen Senf dazugeben. Ich bin im nächsten Monat von Hartz IV betroffen und habe eigentlich kein Geld zur Verfügung.

Aber:
Was ist Geld bitteschön? Ich habe sehr wenig davon, aber die Menschen dort haben wohl etwas weniger! Und irgendwo etwas einsparen werde ich da auch noch hinkriegen. Ich rede jetzt mal nicht über den Betraf den ich zusammenkratzen werde, aber was sind z.B. 10-30 Euro?
Irgendeine Ausgabe um einen Monat verschieben!
-und zugegebener Weise in den Folgemonaten auch.

z.B.
eine 3köpfige Familie spart sich 2 Nachtische (Eis für Mama und Kind) und ein Pils (Papa) im Resturant - ca. 15 Euro
PC-Rail von Busch - 20 Euro
3 gerade Gleise und einen Prellbock fürs Abstellgleis - ca. 15 Euro
ein Brettspiel - z.B. Carcasone die Stadt ca. 30 Euro
eine 5 köpfige Gruppe spielt ein Bowlingspiel weniger - inkl. Gestränke ca. 20-40 Euro
nur ein Paket Böller (saisonal stark abhängiger Wirtschaftszweig) weniger und eine Tüte Chips weniger - 5 Euro
usw.

Ich arbeite in meinem Schachverein ehrenamtlich, und auch auf höherer Ebene, es gibt natürlich Verwaltungs- und Aufwandskosten. Aber komen diese nicht dem Bedürftigen auch zu Gute?
Spritkosten für ein Turnier was halt nicht zu Fuß zu erreichen ist als etwas abstraktes Beispiel.

Wer die obige Liste fortführen will um unkreativen Nichtspendern einen Zaunpfahlschubser geben, nur zu.
Für Leute die gar kein Geld haben oder psychisch ganz andere Sorgen im Moment habe ich übrigens durchaus Verständnis.

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Dankwardt
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Beitrag von Dankwardt » Freitag 31. Dezember 2004, 17:58

Hallo

Genau das ist es!
Wenn Leute mit dem Flieger nach Hause kommen auf dem Flugplatz behaupten: "Wir haben alles verloren" und fahren mit dem Taxi ins Eigenheim habe wohl etwas nicht mitbekommen.

Es gibt Menschen die nun wirklich vor dem Nichts stehen.

Sturmschäden, Überschemmungen oder Schneekatastrophen die ich bisher erlebt habe, waren alle dagegen harmlos.

Auch wenn nicht alles ankommt ist es trotzdem jede Spende eine große Hilfe.

Beispiel aus dem Bekanntenkreis:
Er flog für ca. 400 Euro nach Afrika und dort übergab er 100 Euro.
Das reicht einer Familie um einen Monat zu überleben.
Mal abgesehen von der Zeit war das nicht sehr wirtschaftlich.
OK er machte dort auch noch Urlaub.

Wenn man dieses Verhältnis sieht, geht es mit den Hilfsorganisationen wesentlich besser, auch wenn nicht alles ankommt.

Andererseites werden mit den "verschwundenen Beträgen" auch Arbeitsplätze gesichert.
Es werden Fahrzeuge gebraucht. Die stellen die Hilfsorganisationen nicht selber her, sondern kaufen sie auch in Deutschland.
Es werden auch mit solchen Spenden Arbeitsplätze gesichert.
Nicht alle Mitarbeiter sind ehrenamtlich tätig.

Wieviele Raketen werden es dieses Jahr weniger sein?
Ich denke, es wurden wieder mehr verkauft.

Denkt aber auch an die Leute hier in Deutschland, die Anhörige vermissen.
Das ist nicht mit Geld zu "reparieren".
Denen ist bestimmt nicht zum Feiern zu mute.
Gruß Siegmund
So geht die Rettungsgasse!
Schon in der modellbau-wiki.de gesucht?
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