Transrapid

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tschaly

Transrapid

Beitrag von tschaly » Donnerstag 17. Dezember 2009, 00:41

... gibt es den Transrapid als funktionsfähiges Model schon (Liniarmotor),
oder ist die technische Realisierung zu aufwendig ?

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Mehdornsbaggerfahrer No.1
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Re: Transrapid

Beitrag von Mehdornsbaggerfahrer No.1 » Donnerstag 17. Dezember 2009, 10:00

Moin,
Sucheund man wird fündig. :mrgreen:

MFG
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Transrapid

Beitrag von Datterich » Donnerstag 17. Dezember 2009, 11:18

Der Transrapid steht vollkommen vorbildgerecht nur noch als Denkmal da. Und früher, als er mal fuhr, natürlich nicht mit Linearmotor-Antrieb (wer soll das bezahlen?), sondern ganz brav auf Rädern. Das war aber so gut gelöst, dass es den Meisten nicht auffiel.

Freundliche Grüße aus Darmstadt
Datterich
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Re: Transrapid

Beitrag von Marsupilami » Donnerstag 17. Dezember 2009, 11:56

Datterich hat geschrieben:...natürlich nicht mit Linearmotor-Antrieb (wer soll das bezahlen?),...
Herpa hat auf der Spielwarenmesse den funktionsfähigen Prototypen eines Linearantriebs für Modellautos vorgestellt:

http://www.youtube.com/watch?v=sFR9rGuJ9sM

(ab 3:50)

Allzu unbezahlbar kann es also nicht sein - und das bisschen schweben kriegt man dann auch noch hin ;)

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Miniaturisierbare Antriebssysteme

Beitrag von ssilk » Dienstag 29. Dezember 2009, 13:05

Ja, das ist ja witzig. Nachdem ich mich jetzt eine Weile mit den möglichen Antriebssystemen von Modellen in 1:87 beschäftigt habe, bin ich vor ungefähr einem Viertel Jahr zu dem Schluss gekommen, dass es hier Physikalische Grenzen gibt, die man aus meiner aktuellen Sicht auch auf längere Sicht (sagen wir 5-10 Jahre) nicht unterschreiten können wird.

Ich will mal ein wenig darüber fabulieren, wie man BEZAHLBAR (das heißt beim MiWuLa 4-8 Stunden täglich DAUERLAUFFÄHIG) zum Beispiel einen Smart in 1:87 zu bauen, der von alleine fährt.


Warum ist es nicht möglich? Gründe:
===================================

Es wird auf absehbare Zeit keine Gleichstrommotoren geben, mit sagen wir 2 mm Durchmesser. Wir kommen da nämlich in einen Bereich hinein, wo die Leistungsdichte es notwendig macht, supraleitfähige Spulen zu bauen. Völlig unerforschtes Gebiet.
- Schon die Lager in der Größe, die so lange halten sind ein mittleres Problem. Ich denke, dass man hier nur noch mit Magnetlagern arbeiten kann.
- Vom Getriebe will ich gar nicht reden. Meiner Meinung nach müsste es dann aber auch möglich sein, den Antrieb direkt in den Reifen einzubauen. Aber kann man wie gesagt erstmal vergessen.
- Und dann das Hauptproblem: Der Platzbedarf für Batterie und Elektronik. Batterie wird vielleicht sogar möglich sein, wenn man sagt, es reicht wenn das Fahrzeug nur 1-2 Stunden fährt. Aber die Elektronik ist hier momentan ebenfalls noch ein Stromfresser. Vielleicht sollte man von Gleichstrommotoren weg?

Aber: Man wird vielleicht auf absehbare Zeit (3-5 Jahre) in den Bereich von - hmm - sagen wir normale KFZ-Größe kommen können. Bessere Mittelklasse...


Darum hab ich mir im Sommer schon folgendes überlegt: Also wenn der Antrieb nicht ins Auto passt, dann muss man das Fahrzeug irgendwie von außen antreiben. Folgt man dieser Überlegung konsequent, dann kommt man automatisch auf das Transrapid-Prinzip, wo die Fahrzeuge ja von Außen durch sich Bewegende Magnetfelder angetrieben werden. Oder eben das von Herpa, weil das ganze muss ja nicht schweben, obwohl es damit zumindest theoretisch durchaus möglich wäre.

Wenn man mal so weit ist, dann wird der Rest sehr logisch.

Die Vor- und Nachteile mal kurz aufgezählt, um das in Größenordnungen wie zum Beispiel in Knuffingen einzubauen:

+ Man weiß fast immer genau, wo das Fahrzeug ist, auch ohne Messpunkte.
+ Weichen sind viel leichter zu bauen.
+ Man kann echte Zusammenstöße machen, den Verkehr wesentlich dichter bauen.
+ Durch verlegen von ganzen Spulenarrays wäre es möglich die ganze Straße zu benutzen, statt nur Teile. Das speziell würde die Realität enorm erhöhen.
+ Ladung und Informationsübertragung ans Fahrzeug durch Induktion während der Fahrt möglich (z.B. für Fahrzeugbeleuchtung/Blinker)

- Sehr komplexe Ansteuerungselektronik
- Unerforschtes Langzeitverhalten/Verschleiß
- Wesentlich Aufwändiger Bau von längeren Strecken.
- Hoher Aufwand bei Reparatur
- Probleme mit dem Magnetabstand und saubere ruckfreie Geradeauslenkung.
- gewisse Empfindlichkeit gegen Streustrahlen (Stromführende Leitungen usw.)
- Funktionierende Räder sind notwendig. Wenn man sich das Herpa-System anschaut, sieht man, dass es nur schleift, statt zu fahren. Das hat den Vorteil, dass die Magnete viel direkter an der Spule dran sein können. Das ist für Dauerbetrieb so nicht geeignet. Man muss hier also einen Kompromiss aus möglichst hohen Abstand zur Straße um Schleifen zu vermeiden und geringstmöglicher Abstand finden.
- Hoher Energieverbrauch im Vergleich zu jetzt.



Wie stelle ich mir das ganze vor?
==================================

Kennt jemand Computer-Braille-Zeilen? Also das womit Blinde Text am Computer lesen können? So ähnlich stelle ich mir das auch vor, nur dass das ganze wesentlich leichter und natürlich ohne Stifte ist, die herausragen sondern einfach nur die Magnetfelder erzeugt werden die dann in einer Welle durch so ein Braille-Array durchlaufen.

Oder kennt ihr man Magnetkernspeicher? Schaut mal auf Wikipedia nach. So ähnlich stelle ich mir das vor, halt mit viel mehr Power.

Wir haben hier mehrere wichtige Komponenten. Die wichtigste sind die

Spulen und Abdeckung
=====================
Die Spulen befinden sich unter der Straße und sind nur durch eine sehr dünne Schicht von der Fahrbahn getrennt, da mit dem Abstand der Magneten die Magnetische Kraft quadratisch abfällt. Das ist wie oben schon erwähnt ein Schwachpunkt des Konzepts; ich zeige aber eine Möglichkeit auf, wie man die Spulen mit höheren Stromdichten betreiben kann.
Die Abtrennung sollte übrigens auch gut Wärmeleiteigenschaften haben. Ich denke da momentan an dünnes nichtmagnetisches Federblech (gibts so was?), die man dann einfach mit der üblichen Farbe anmalt.

Die Spulen müssen als Massenprodukt hergestellt werden. Das geht nach aktuellen Stand der Technik nur mit flexiblen Platinen. Diese werden zum in hohen Stückzahlen mit kleinen Spulen und sonstiger Elektronik bestückt. Sie sind ca. 2-3 cm Breit und bis zu 1 Meter lang. Es befinden sich dann etwa 4-5 Spulen nebeneinander, also sagen wir mal alle 0,5 cm eine Spule. Auf 10 cm Länge macht das 100 Spulen. Auf einem Meter rund 1000.

Um es zu verlegen, schneidet man dann also passende Stücke von flexiblen Platine ab und klebt diese auf die Fahrbahn, die dafür natürlich entsprechend ausgefräst sein muss. Die Mitte kann dabei frei bleiben, da hier - außer an Kreuzungen normalerweise keine Fahrzeuge fahren.

Platine
==========
Es ist natürlich völlig unmöglich 100 Spulen pro 10 Zentimeter per Hand anzusteuern! Allein der Verdrahtungsaufwand ist exorbitant!

Die Spulen befinden sich aber wie gesagt auf einem Träger der auch gleichzeitig eine flexible Platine sein muss (zunmindest muss sie biegbar sein, Kurven lassen sich durch einfaches ansetzen bauen und müssen keine saubere Rundung wie Schienen haben, warum das erkläre ich später). Die Platine muss man aufgrund der Menge an Kontakten sicherlich mehrschichtig aufbauen.

Am Rand (nach unten biegbar/knickbar) oder unter die Platine kommt dann der Controller, die Stromversorgung und die Controllersteuerung. Der Controller steuert nun die einzelnen Magnete über ein normales Kreuzarray an, welches in der Platine läuft. Im Gegensatz zu Magnetkernspeicher hat jeder Magnet aber noch eine Transistor, der nur wenn beide Leitungen seines Kreuzpunkts die anliegende Spannung in die Spule leitet (bessergesagt den Strom) ODER nur dann gelesen werden kann, ob dort eine Spannung induziert wird.
Wahrscheinlich sind hier aber noch mehr Leitungen notwendig um das alles Schalten zu können.

Ich könnte mir bei einer schlauen Verschaltung vorstellen, dass man hier durchaus mehrere hundert Magnete, also sagen wir einen Meter (=1000 Magnete) ansteuern kann, bevor man einen neuen Kontroller/ein neues Spulenteilstück bentötigt.

Wie schon erwähnt muss man die Platine abschneiden können. In der Länge ist das gar kein Problem. Aber was ist wenn man durch Kurven usw. einfach schräg abschneiden muss? Dazu fällt mir nur ein, dass es Platinen mit unterschiedlicher Leiterführung geben muss, also solche, wo alle Leitungen links, alle Leitungen rechts oder nur in der Mitte verlaufen. Hier kann man also bis zu angezeichneten Stellen auch seitlich abschneiden, ohne dass man die Funktion der restlichen Platine beeinflusst.

Die Platine benötigt aufgrund der hohen Ströme und der relativ hohen Freuquenzen mit denen geschaltet wird wohl auch eine beidseitige Abschirmung und wahrscheinlich auch noch Zwischenschirmung. Das ganze erhöht die Dicke und verringert natürlich die Flexibilität.

Controller
===========

Der Controller ist ein richtiger kleiner Computer und muss einige besondere Schaltungstechnische Eigenschaften haben, so dass es zum Beispiel möglich auf einer Leitung recht empfindliche Spannungen zu empfangen aber trotzdem hohe Ströme zu speisen.

Hier gibt es zahlreiche Probleme. Aber der Controller soll eigentlich Probleme lösen und nicht schaffen. Er soll folgende Dinge können:

- Selbsttest aller Spulen (indem zum Beispiel die Nachbarspulen die Magnetfeldänderungen der zu Testenden Spule empfangen)
- Sensormodus: Feststellen, ob an irgend einer Stelle im Array eine Magnetische Flußänderung stattfand und wie stark.
- Scanmodus: Der Controller versucht nicht bewegliche Magnetfelder zu erkennen.
- Lernmodus: Man fährt ein Fahrzeug über das Array, als ob es dort wirklich fahren sollte. Dabei wird gelernt, wo die Magnetfeldänderungen stattfanden und so kann man dann herrliche weiche Kurven programmieren.
- Fahrmodus: Führt ein Magnetfeld als Sequenz von Spule zu Spule in beliebiger Geschwindigkeit über das komplette Array und gibt bescheid, wenn das "Ende" der erreicht ist. Beim Ändern der Stromflüsse wird eine Reihe von Parametern bedacht, die einen sauberen Wechsel der Magnetfelder ermöglichen. Im Fahrmodus werden einige Spulen auf Empfang geschaltet um den Fahrfortschritt genauer messen zu können.
- Signalmodus: bestimmte Frequenzen können geschaltet werden, um dem Fahrzeug etwas zu signalisieren oder sogar über Interrenz den Akku im Fahrzeug zu laden.
- Temperaturmessung: Der Controller weiß genau, wie viel Strom er in letzter Zeit durch eine Spule gejagt hat und wie hoch deswegen die Temperatur in der Spule sein müsste. Er kann also den Fahrmodus notfalls anhalten oder einen leicht anderen Weg wählen, um den Spulen zeit zu geben sich abzukühlen.

Das ist auch der oben erwähnte Trick, um den Strom in den Spulen signifikant zu erhöhen: Die Spulen werden mit wesentlich höheren Strömen betrieben als gut für sie ist. Aber nur sehr kurzfristig und dadurch gehen sie nicht kaputt, wenn man ihnen genug Zeit zum Abkühlen gibt.


Computer
========
Der Computer, der die Controller steuert muss nicht mal so viel tun.

Selbstest: Schauen ob alle Spulen gehen. Wenn nicht, dann Fehlermeldung initiieren und möglichst Fahrtrouten berechnen, die diese kaputte Spule umgehen oder die daneben liegenden Spulen doppelt hoch belastet.

Sensormodus: Wenn ein Signal vom Controller kommt, dass auf einem leeren Abschnitt eine Magnetfeldänderung stattfand, dann muss der Computer einen Scan initiieren um festzustellen wo.

Scanmodus: Findet der Controller etwas, was so ähnlich ausschaut wie die Unterseite eines Fahrzeugs, dann versuche ein Signal abzusetzen und warte auf Rücksignal.

Lernmodus: Der Controller liefert eine 3-D Karte der Magnetfeldänderungen über die Zeit und der Computer errechnet daraus eine Fahrstrecke. Dabei kommen also mehrere Magnete gleichzeitig zum Einsatz und dadurch ist es möglich eine saubere Kurve zu fahren, obwohl das Array eckig verlegt werden muss.

Fahrmodus: Der Computer errechnet aus der Fahrstrecke und sonstigen Dingen (z.B. Temperatur der Spulen) eine Strecke durch ein Array und liefert eine 3-D Karte an Magnetfeldänderungen über die Zeit an den Kontroller. Mehrere solcher Karten können im Kontroller überlagert werden, um mehrere Fahrzeuge pro Array fahren zu lassen.

Außerdem liefert der Controller Signale, bei bestimmten Ereignissen, beispielsweise dass das Ende erreicht wurde, und jetzt das nächste Array weitermachen muss. Das Computerprogramm benötigt also Echtzeitfähigkeiten!



Viele Dinge bleiben ungesagt - der Artikel ist jetzt auch wirklich lang genug, als dass man sich ungefähr vorstellen kann, wie ich mir das vorstelle...

Unbeeinträchtigt davon kann ich mir so manche Sachen vorstellen, wo das Herpa System auch im MiWuLa seinen Zeck erfüllt (Go-Cart-Bahn zum Beispiel).

Man denke aber an weitere Einsatzmöglichkeiten: Es ist hier endlich möglich, dass Fußgänger wirklich laufen, dass man ein echtes Ballet mit vielen Tänzern macht oder sonstige Dinge die sich anders nie realisierne lassen würden. Das ganze hat auch auf ganz anderen Gebieten. Ich denke zum Beispiel an ein großes Display auf dem die Buchstaben als einzelne Elemente zusammengesetzt werden und sich ständig verschieben.

xZise

Re: Transrapid

Beitrag von xZise » Donnerstag 7. Januar 2010, 21:24

Hallo,
das hört sich ja interessant an. Wobei dieses variable (realistischeres) Verhalten ziemlich kompliziert wird, damit das nicht so ruckelig aussieht.

Und wegen den Stromverbrauch wird sich das wohl in Grenzen halten. Besonders wenn man bedenkt, das bei diesem System ja der Verbrauch quasi von dem Fahrzeug auf die Strecke verlegt. Damit kann das Auto quasi unendlich lange fahren (zumindest stört da nicht mehr die Akkulaufzeit).

Alternativ kann man sogar den Strom per Induktion, wie man das schon beim Transrapid macht übertragen. Somit bräuchte man gar keinen Akku mehr, außer um vielleicht das Fahrzeug zu „starten“.

Aber ansonsten dürfte das wesentlich beherrschbarer sein, besonders gegenüber der aktuellen Technik. Und ich bin mir nicht sicher, aber eventuell ist es sogar möglich „normale“ Carsystem Fahrzeuge auch damit fahren zu lassen.

MfG
xZise

Supercat

Re: Transrapid

Beitrag von Supercat » Montag 25. Januar 2010, 13:51

Wegen dem Motor muss ich widersprechen:
http://www.faulhaber.com/servlet/com.it ... 94189.html
Sogar nur 1,9mm gross :lol: .
Nur leider weiß ich nicht wo es ihn gibt, und wie teuer er ist. :cry:

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Re: Transrapid

Beitrag von meckisteam » Montag 25. Januar 2010, 21:01

Warum sollte man keinen Car System Smart bauen können ? Es gibt bereits funkferngesteuerte Smart. Oder wie hier ein BMW Isetta, einen Golf IV oder einen Porsche 996. Wohl bemerkt : funkferngesteuert ! Also mit sehr viel mehr Technik als beim Car System.

Auch schön ist das Tempo Dreirad. Hier findet ihr sogar zwei IR-gesteuerte Modelle.

VG, Holger
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Mein Hobby-Blog : https://schiffsmodell.blogspot.de/

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Re: Miniaturisierbare Antriebssysteme

Beitrag von Laszló » Dienstag 26. Januar 2010, 08:00

Hallo Holger,

es geht ssilk nicht darum, ob ein Smart funktionstüchtig baubar ist ;)
ssilk hat geschrieben:Ich will mal ein wenig darüber fabulieren, wie man BEZAHLBAR (das heißt beim MiWuLa 4-8 Stunden täglich DAUERLAUFFÄHIG) zum Beispiel einen Smart in 1:87 zu bauen, der von alleine fährt.
Gruß, Laszló

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Transrapid

Beitrag von Datterich » Montag 15. Oktober 2012, 14:37

Ich warte ja gerne geduldig und habe viel Zeit. Nach einer größeren Pause würde mich aber nun doch mal eine höchstinstanzliche Information über die Zukunft des Transrapid auf der Anlage interessieren. Immerhin wurde ja bereits 2006 die gesamte Trasse (ursprünglich aus Holz, das sich verzogen hatte) komplett neu aus Kunststoff-Abstandshaltern und Messingwinkelprofilen erstellt und eingebaut, siehe Wochenbericht 278 sowie Wochenbericht 280 von März 2006:
Wochenbericht 280 von März 2006 hat geschrieben:Die Strecke wird komplett neu gebaut - natürlich mit dem Ziel, den Transrapid in den Dauerbetrieb mit aufzunehmen.
Oder kommt der Transrapid nun endgültig ins Technikmuseum? Das wäre eigentlich sehr schade -

Geduldige Grüße in die Speicherstadt
Datterich
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jeng2012

Re: Transrapid

Beitrag von jeng2012 » Donnerstag 6. Dezember 2012, 16:53

Transrapid_H0_sized.jpg
Hier mein Beitrag zum Thema Transrapid:
Habe auf meiner Anlage das Revell- 1:87- H0- Modell auf das altbewährte Schuco- Alweg- Monorail- Fahrgestell gesetzt und fahrfertig gemacht (siehe anliegendes Foto). Sieht doch ganz manierlich aus, oder? Fährt wie der Teufel (Vorderwagen angetrieben, die zwei weiteren Wagen ohne Antrieb).
Die Faltenbälge sind nötig wegen der engen Kurvenradien bei meiner Anlage; beim Miwula könnte man natürlich darauf verzichten. Bei mir fährt ein "Dreier"- Zug im Wechsel mit den original Schuco- Zügen; der längere "Vierer"- Zug wie beim Original passt nicht im Wechsel auf meine Haltestelle, wird aber auch noch fertiggestellt, zusammen mit LED- Spitzenleuchten nach "Shanghai Transrapid"- Vorlage.
Bei Interesse berichte ich gerne über weitere Details; z.B. passiert das Transrapid- Modell die Schuco- Weiche nur geradeaus.

Andreas Weise

Re: Transrapid

Beitrag von Andreas Weise » Donnerstag 6. Dezember 2012, 22:41

Mich wundert es, dass das Miwula-Team scheinbar jede noch so exotische technische Spielerei hinbekommt (z. B. im Flughafen), aber so etwas eher einfach Ausschauendes wie den Transrapid nicht. Woran liegt das? Würde mich mal interessieren!

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Stefan mit F
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Re: Transrapid

Beitrag von Stefan mit F » Donnerstag 6. Dezember 2012, 22:51

Moin Andreas,
Datterich hat geschrieben:Der Transrapid steht vollkommen vorbildgerecht nur noch als Denkmal da. Und früher, als er mal fuhr, natürlich nicht mit Linearmotor-Antrieb (wer soll das bezahlen?), sondern ganz brav auf Rädern. Das war aber so gut gelöst, dass es den Meisten nicht auffiel.
Andreas Weise hat geschrieben:Mich wundert es, dass das Miwula-Team scheinbar jede noch so exotische technische Spielerei hinbekommt (z. B. im Flughafen), aber so etwas eher einfach Ausschauendes wie den Transrapid nicht.
ich sehe nicht ein was das MiWuLa-Team deiner Meinung nach nicht hinbekommen haben sollte. :hm?:

Genauso wie die Flugzeuge nicht selbst fliegen, fuhr der Transrapid nicht berührungslos wie im Original. Na und?
Gruß aus 2⅙ Grad südlich und 2½ Grad westlich des MiWuLa
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Re: Transrapid

Beitrag von writeln » Donnerstag 6. Dezember 2012, 22:59

Das liegt vermutlich an der schieren Menge von Projekten. Es wurde ja in den letzten Jahren ein riesiger Berg an Arbeit bewältigt.
Airport, Umbau des zweiten Speicherbodens, Klimasteuerung, Kassensysteme, Sonderausstellungen und dazu noch die laufende Renovierung der bestehenden Anlagenteile.

Der (echte) Transrapid war früher mal ein technisches Highlight, aber mittlerweile wird er wohl in der Öffentlichkeit schon eher als ein exotischer Oldtimer wahrgenommen und scheint irgendwie überholt.

Ich schätze mal, die Prioritäten liegen derzeit eher auf dem Bau von Elbphilharmonie und Hafencity, der Einrichtung der neuen Werkstattbereiche, dem Italien-Abschnitt und der Schiffssteuerung. Der TR rangiert da wahrscheinlich auf den unteren Plätzen der ToDo-Liste.

Selbst im Wunderland ist "Manpower" nun mal eine endliche Ressource...
.
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Andreas Weise

Re: Transrapid

Beitrag von Andreas Weise » Sonntag 9. Dezember 2012, 15:07

Stefan mit F hat geschrieben:Genauso wie die Flugzeuge nicht selbst fliegen, fuhr der Transrapid nicht berührungslos wie im Original. Na und?
Das meine ich ja eben! Warum lässt man den Transrapid nicht einfach auf Rädern fahren? Hauptsache er fährt! Das meine ich... In diesen Zug ein normales Fahrwerk einzubauen, kann doch für die Feinmechanik-Profis im Wunderland kein großes Problem darstellen...

jeng2012

Re: Transrapid

Beitrag von jeng2012 » Donnerstag 13. Dezember 2012, 13:52

Es freut mich, dass noch Interesse an einem fahrenden Transrapid im MiWuLa besteht. Es ist nun einmal ein grosser Unterschied, ob das Modell (jahrelang?) steht oder massstabsgerecht fährt.
Wer das Glück hatte, den Transrapid im Original im Emsland oder in Shanghai zu sehen oder sogar mitzufahren, wird mir zustimmen, dass ein fahrender Transrapid im MiWuLa ein Muss ist!

Nach meiner Übersicht gibt es folgende Möglichkeiten, das Modell zu betreiben (um massstabsgerecht die eindrucksvollen 450 km/Std darzustellen, müsste das Modell kurzfristig 5 km/Std oder 1,4 m/sec schaffen):

-Modell mit Linearantrieb wie im Original; wurde für Märklin entwickelt. Der fahrfertige Prototyp wurde sogar im Juli 2011 bei ebay zum Verkauf angeboten, aber wohl nicht gekauft; er steht beim Entwickler wohl noch zur Verfügung. Guckst du hier: http://magnetbahnforum.de/phpBB2/userpix/... . Sicher die teuerste, aber auch die originalgetreue Möglichkeit des Modellantriebs.
-Modell wie auf den Griesheimer Modellbahntagen vom MCG 83 e.V. im November 2012 aufgebaut. Funktionsweise soll auf "galvanisch getrennten Metallschienen" beruhen. Ein Video des Fahreindrucks habe ich bisher nicht gefunden.
-Modell auf H0- Bahnschienen mit Bahn- Fahrgestell, wie von Rolf Schwindt vorgestellt (Guckst du hier: http://www.roschwitronic.de/bilder/transrapid4.jpg)
-Modell auf Schuco Alweg Monorail- Fahrgestell, wie von mir hier vor kurzem vorgestellt. M.E. eine Möglichkeit, schnell einen zuverlässigen Dauerfahrbetrieb für wenig Geld aufzubauen. Das Schuco- Alweg- Gleis ist natürlich vom Originalgleis abweichend, könnte aber sicher etwas "in die Richtung" verkleidet werden. Ich habe mal gemessen: Auf meiner Anlage schaffen die Schuco- Züge diese massstäbliche Geschwindigkeit sogar mit Kurven.

Welche Technik die Tüftler vom MiWuLa eingebaut haben, ist mir nicht bekannt; vielleicht kann ja mal jemand berichten; auch zur geplanten Geschwindigkeit.

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Transrapid

Beitrag von Datterich » Donnerstag 13. Dezember 2012, 14:12

Wenn ich mich richtig erinnere hatte der Transrapid im MiWuLa schon immer Räder, alles andere wäre ja auch Blödsinn, weil es sowieso niemand sehen kann (nach einiger Zeit vielleicht mal die Radspuren auf der Trasse).

Und die paar Meter vom alten Flughafen / Zirkus nach Hamburg wären, was die Geschwindigkeit beträfe, auch nicht unbedingt maßstabsgerecht zu bewältigen. Das muss ja auch gar nicht sein. Als er damals mal eine Zeit lang wirklich fuhr, hat sich niemand über derartige Details hier im Forum beschwert.

Die Meinung, dass das Modell unbedingt bald wieder fahren sollte, teile ich uneingeschränkt.

Freundliche Grüße ins Emsland
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Re: Transrapid

Beitrag von writeln » Donnerstag 13. Dezember 2012, 14:43

Ich denke, wenn erst einmal im Original die Verbindung Stuttgart 21 - München HBF in Betrieb ist, wird auch der Wunderländer Schwebezug wieder rollen. :mrgreen:

Spaß beiseite: das Problem ist wohl noch immer der zuverlässige Dauerbetrieb. Ich kann mir schon in buntesten Farben ausmalen, wie Maik & Kollegen mit langen Enterhaken bewaffnet,fluchend durch den Hamburg-Abschnitt spazieren.

Ich hoffe aber auch, dass das Teil eines Tages mal fährt, finde aber, dass einige andere Projekte Vorrang haben sollten (Schiffssteuerung mit Schleusenfahrt, Hubbrücke im Hambrug-Abschnitt, etc..).
.
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Transrapid + Hubbrücke

Beitrag von Datterich » Donnerstag 13. Dezember 2012, 15:17

:off topic: Die Hubbrücke im Hafen war mal eine tolle Druckknopfaktion ... ist auch schon etwas länger her.


Freundliche Grüße an alle Druckknopfdrücker
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Transrapid

Beitrag von Datterich » Mittwoch 6. März 2013, 20:08

Beim Durchblättern alter Wochenberichte bin ich auf den WB der KW 7 / 2003 gestoßen. Da war der Transrapid kurz vor seiner Fertigstellung. Das ist nun ziemlich genau 10 Jahre her, und ich gebe nach wie vor die Hoffnung nicht auf, dass er eines schönen Tages doch noch seinen Fahrbetrieb wieder aufnimmt. Vielleicht könnte er ja z.B. viele Besucher des 81. Gartens der IGS HH 2013 schnell zum Ziel befördern?

Freundliche Grüße an alle Gärtner
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