Software, die mit vorhanden Gleisen planen kann?

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rauchzeichen

Re: Software, die mit vorhanden Gleisen planen kann?

Beitrag von rauchzeichen » Donnerstag 10. November 2011, 18:33

Hi,

ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand sowas programmiert hat.
Das wird selbst bei einer überschaubaren Anzahl von Gleisen ziemlich komplex.

Gib mal bei der Suchfunktion "Gleisplan gesucht" und ein. Hier werden ziemlich häufig Gleispläne diskutiert. In diesen Diskussionen wird dann regelmäßig auf Seiten mit Gleisplänen verwiesen. Vielleicht findest du ja was als Anregung.

Grüße

Rauchzeichen

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Re: Software, die mit vorhanden Gleisen planen kann?

Beitrag von HahNullMuehr » Donnerstag 10. November 2011, 21:27

Moin, Jens,

hast Du eine Stückliste Deiner Gleise? Welches System?
Und die Abmaße Deiner (maximal möglichen) geplanten Anlage?

Und natürlich eine, zumindest grobe, Vorstellung, was das ganze hinterher darstellen soll?
(Also Hochalpen, Mittelgebirge, Industriekomplex, Nordseeküste oder was?)

Dann könnte man (ich zum Beispiel) einen groben Entwurf machen, und Deine Stückliste dann an die des Entwurfs angleichen (=zukaufen).

Gruß
Micha W. Muehr, Rösrath
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Re: Software, die mit vorhanden Gleisen planen kann?

Beitrag von Bernd W. » Donnerstag 10. November 2011, 22:25

Hallo Jens,

eine Software die dir einen Gleisplan erzeugt, deine vorhandenen Gleise berücksichtig und du nur grob eingeben musst was du willst, gibt es leider nicht.
Die Vorlieben oder Vorstellungen gehen ja doch meist auseinander und darum wird es schwierig das automatisch zu erzeugen.

Man kann in verschiedenen Foren stöbern. Man kann sich die Gleispläne oft sogar runter laden und in Ruhe ansehen. Das übernehmen was einem gefällt und es nach wünschen ändern und ergänzen.

Wichtig ist, das du die Fragen von HahNullMuehr beantwortest.
Im Stummi und Wintrack Forum wurden ebenfalls hunderte Gleispläne ausführlich diskutiert.

Gruß Bernd

DNA

Re: Software, die mit vorhanden Gleisen planen kann?

Beitrag von DNA » Freitag 11. November 2011, 10:48

:wink: Wenn es wirklich jemanden gibt, der sich das freiwillig antun möchte, dann sind hier ein paar (wenige) Daten von mir:

Ich möchte K-Gleis fahren und selbst einschottern. Von der Größe/Form der Anlage bin ich eigentlich völlig frei, da mir ein komplettes Zimmer zur Verfügung steht, ich dachte an eine U Form, mit der maximalen Breite 420 cm. Alle Daten beziehen sich jetzt auf ein U, Welches "verkehrt rum" vor mir liegt (ich hoffe ihr versteht...).
In dem Fall ist der linke Schenkel 390cm lang und 150 breit und der rechte Schenkel 300cm lang und 150 breit. Also in der Mitte noch ein Zwischenraum von 120 cm. Die breite der Schenkel ist völlig individuell anpassbar, solange ich noch in der Mitte durchkomme...

Die paar wenigen, mir zur Verfügung stehenden Gleise sind zu finden unter
www.dna123.info/Bestand 1.xlsx

Einen ersten "geistigen Erguss" meinerseits (als Wintrack File) unter:
www.dna123.info/Plan.tra

Ich hatte es so gedacht, dass ich das U nutze um 3 "Themengebiete" zu realisieren.
Ich möchte ein Neubaugebiet und ein Industriegebiet. Das dritte weiß ich noch nicht, entweder einfach nur Landschaft zwischen den zwei Gebieten oder noch etwas anderes (Kaserne? großer See?...)

Ich habe ein Exemplat der Pietschtalbrücke von Faller und möchte mir gern noch ein zweites dazu holen, dass im Hintergrund die Lange strecke überspannen soll, ehe es dann sehr viel tiefer geht, in Richtung Schattenbahnhof.

VIelen Dank schon einmal :)

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Re: Software, die mit vorhanden Gleisen planen kann?

Beitrag von HahNullMuehr » Freitag 11. November 2011, 12:19

Moin, Jens,

so, die Liste hab ich mir angesehen, kurze Rückfrage:
Im unteren Bereich (ab 2270) stehen Zahlen in zwei Kolonnen:
  • 2270 >3 >1
    2274 >36 >5
    2290 >13 >7
    usw.
Ich gehe davon aus, dass die vordere Zahl die Stückzahl angibt?
Und die hinteren sind die "Hohlprofile?"

Zu deinem Bietschtal-Viadukt (mit B): Willst Du da zwei Stück hintereinander bauen? Das sieht sicher etwas merkwürdig aus, da die Konstruktion eigentlich zwischen zwei Abhängen stehen sollte.

So, jetzt rechne ich mal die "verfügbare Gesamtlänge" Deines Materials aus, bis später.

Gruß

EDIT 13:12h:
Ich komme auf eine Gesamtlänge von 132,7 Meter.
Für einen Schattenbahnhof (Sbf) UND einen eventuell geplanten Hauptbahnhof (Hbf) könnte es mit den verfügbaren Weichen etwas knapp werden.
Wie viele Gleise soll der Sbf den kriegen? Welche maximale Zuglänge peilst Du an?
ICE-Verkehr? oder "nostalgischen D-Zug" mit Lok + 4 Wagen á 24 cm?
"Langer Heinrich" (2 x BR 44 + 20 Fals, ergibt 273mm + 273mm + (20*133mm) = 3,2 Meter)

Und eines müssen wir bedenken: Ich gehe davon aus, das das "U" mit seinen Außenseiten an der Wand steht. Da Deine Arme vermutlich keine 150 cm messen, müssen wir eine Möglichkeit einplanen, im hinteren Bereich bei Betriebsstörungen eingreifen zu können. Also eine Klappe oder ein entnehmbares Segment in einem Berg. Das macht auch den Aufbau etwas angenehmer.

So weit für jetzt, lass von Dir hören.
__________
EDIT: Toten Link ersetzt
Zuletzt geändert von HahNullMuehr am Montag 20. Januar 2014, 16:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Software, die mit vorhanden Gleisen planen kann?

Beitrag von --Alex-- » Freitag 11. November 2011, 15:01

Hi,
na da hast du dir aber Gedanken gemacht... :D
Bei meiner nächsten MoBa ´kenn ich schon jemanden, der die plant... :DD




Gruß Alex
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DNA

Re: Software, die mit vorhanden Gleisen planen kann?

Beitrag von DNA » Freitag 11. November 2011, 16:17

Wow, das ging aber schnell :)

Danke schon einmal so weit.
Ich hatte geplant, dass zwei Bietschtal Viadukte (Eigentlich weiß ich, dass man die mit B schreibt, merkwürdig...) hintereinanderstehen, allerdings mit einem kleinen Bergsegment dazwischen, klar :)

Ich habe momentan noch nicht wirklich viel an rollendem Material, daher bin ich auch hier recht flexibel, was die Zuglängen angeht. Ich möchte keine meterlangen Züge fahren lassen, aber so ein ICE mit drei, vier Wägen wäre schon irgendwann eine schöne Sache, ich weiß nicht, wie lange so etwas dann wird? Insgesamt denke ich, wenn der SB 5 Gleise hat, sollte das auf jeden Fall ausreichen, da ich noch nicht einmal weiß, ob ich das mit der Steuerung so überhaupt hinbekomme :)

Das mit den Stückzahlen hast du richtig interpretiert, die vorderen sind Vollprofil, die danach sind Hohlprofil, die ich nur ungern verbauen möchte :)

Das mit den "Betriebsklappen" hatte ich mir auch schon so gedacht, aber natürlich vergessen, zu erwähnen, ja, irgendwie so etwas sollte schon drin sein.

Früher war das irgendwie alles einfacher :) Ein Oval auf die Platte und gut wars ;)

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Re: Software, die mit vorhanden Gleisen planen kann?

Beitrag von HahNullMuehr » Freitag 11. November 2011, 18:47

DNA hat geschrieben: :) Ein Oval auf die Platte und gut wars ;)
Neineineinein, das wär ja zuuuu einfach.

Hier haben wir erstmal eine Schema-Skizze für eine Sbf-Steuerung, die sozusagen völlig ohne Elektronik auskommt.
Sbf_5_mUFS.JPG
Der Übersicht wegen in zwei LAgen: Oben die Verdrahtung des Bahnstromes über die UFS, unten die Belegung der Schaltgleise mit den entsprechenden Litzen.
(Bei Weichen GRÜN=Gradeaus; ROT=Rund)
Prinzip: Zug fährt ein auf Gleis 1, bevor er die Stop-Strecke erreicht, gibt er "Fahrt" für Gleis 2 (es wird ein Universal-Fern-Schalter (UFS)betätigt) mittels Schaltgleis; gleichzeitig wird die Weiche A auf Gleis 2 umgestellt.
Der ausfahrende Zug schaltet alle UFS wieder auf "Halt". Der nächste Zug fährt nun nach Gleis 2 ein, gibt "Fahrt" für Gleis 3, schaltet Weiche B auf Gleis 3 und die Weiche A wieder zurück Richtung Gleis 1.
Und so weiter, usw.
Das läuft vollautomatisch, und immer genau der Reihe nach.
Will man freie Auswahl der Züge im Sbf, muss man natürlich anders verdrahten.

Auch ist eventuell zu bedenken, ob das Schaltgleis in der Ausfahrt alleine in der Lage ist 5 (!) UFS gleichzeitig zu betätigen. Im Zweifelsfall testen und eventuell zwei Schaltgleise hintereinander bauen. (3 + 2 UFS).

Die Strecke VOR dem Schaltgleis muss so lang sein, dass der längste, zu erwartende Zug die Weiche vollständig passiert hat, bevor umgeschaltet wird.
Problematisch wird es, wenn Waggons mit eigenem Schleifer im Zug mitlaufen, z. B. für Schlusslicht. Dann würde der AUSFAHRENDE Zug mit dem letzten Wagen wieder dem Nachbargleis "Fahrt" geben, was eine Flanken-Kollision nach sich zieht.

Die Ausfahr-Weichen sind hier noch nicht berücksichtigt. Diese können natürlich sinngemäß angeschlossen werden, wobei auch wieder zu bedenken ist, dass dann teilweise 4 - 5 Magnet-Antriebe gleichzeitig Strom verlangen.

Soviel zur analogen Methode. Sind dazu noch Fragen? :professor2:

Gruß
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DNA

Re: Software, die mit vorhanden Gleisen planen kann?

Beitrag von DNA » Freitag 11. November 2011, 20:12

;)

Vielen Dank für die ausführliche Ausführung, das allerdings ist gar nicht mein größtes Problem, sondern eher, wie ich (im Delta-Fahrbetrieb, da ich noch irgendwo so ne Delta Box rumfliegen habe) die einzelnen Züge unten im SBF halten lasse und auch wieder anfahren lasse (automatisch)
Aber das ist momentan eh noch zukunftsmusik, da ich erstmal die Gleistrassen plane, Untergrundkonstruktionen etc...und dann vielleicht in zwei Jahren damit anfangen werde über Verdrahtung, Steuerung und so weiter Gedanken zu machen :)

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Re: Software, die mit vorhanden Gleisen planen kann?

Beitrag von HahNullMuehr » Freitag 11. November 2011, 22:00

Moin, Jens,

das nenn ich jetzt eine taktischen Fehler!

Wenn Du Gleise verlegst, solltest Du direkt, von Anfang an, sämtliche Trennstellen, Einspeisungen und (mögliche und notwendige) Verdrahtungen mit einplanen und einbauen.
Manches ist später nur schwer oder nach teilweisem Abriss der Gleise noch zu installieren.

Hier gilt: gut geplant ist halb gebaut.

Gruß
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Re: Software, die mit vorhanden Gleisen planen kann?

Beitrag von günni » Freitag 11. November 2011, 22:14

Moin Jens,
Du musst den SBF und die sichtbaren Gleisstraßen als Ganzes sehen. Man baut auch nicht zuerst das Haus und unterkellert es anschließend.

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Re: Software, die mit vorhanden Gleisen planen kann?

Beitrag von HahNullMuehr » Samstag 12. November 2011, 01:47

Hallo, Jens,

ich hab nochmal über Deinen Wunsch nach DELTA-STeuerung und die entsprechenden Möglichkeiten nachgedacht.

Das Schaltschema "Vollautomatik mit UFS" (siehe oben) kann man natürlich abwandeln, indem man die UFS streicht und die Fahrstromversorgung vom Stellpult aus (mit Tastern oder Kippschaltern) realisiert. (Auch hybrid, also von Automatik auf Ahndbetrieb wechselbar ist denkbar). Nebenbei: Soll vielleicht ein Gleis im Sbf ein reines Durchfahrgleis sein, ohne Halt-Strecke?

Wie auch immer, die fünfgleisige Tiefgarage verschlingt schon mal 4 linke und 4 rechte Weichen, nur um das festzuhalten.

Deinen Worten entnehme ich aber, dass Du Deine Züge lieber "auf Sicht einparken" möchtest.
Nichts gegen zu sagen, man müsste nur eine Rückmeldung in die Sbf-Gleise einsetzen, damit Du am Fahrstand "siehst", was wo unter Tage fährt.

Ich würde mir vorstellen, kurz vor Ende jedes Sbf-Gleises eine Kontaktstrecke einzurichten, die am Fahrstand eine, sagen wir, gelbe LED aufleuchten lässt, sobald ein Fahrzeug sich dort befindet. Dann muss der Lokführer (=Du) sofort stoppen. Hinter der Kontaktstrecke "gelb" würde ich dann noch, unmittelbar vor der Einmündung in das gemeinsame Ausfahr-Gleis, eine kurze Kontaktstrecke einbauen, die am Fahrstand "ROT" für das jeweilige Gleis meldet. Dann siehst Du sofort, dass der Zug/die Lok zu weit gefahren ist und möglicherweise schon die Weiche erreicht hat. Dann zur Sicherheit besser direkt wieder ausfahren lassen.

Bleibt der Zug also im Bereich GELB stehen, kann gefahrlos ein anderer Zug aus einem der Nebengleise angewählt werden und ausfahren.

Die Möglichkeit, die Sbf-Gleise stromlos zu schalten, kann theoretisch bei DELTA-Betrieb entfallen, sinnvoll wäre es trotzdem, um z. B. zu verhindern, das abgestellte Züge für die Wagen-Beleuchtung noch unnötig Strom ziehen. Einerseits schont es die Leuchtmittel, andererseits haben alle anderen Loks auf der Strecke dann mehr Saft.

Du siehst, all das sind Sachen, die man vorher bedenken und einplanen (oder verwerfen) muss. So eine Rückmeldung ist Kasperkram, solange die Gleise offen vor Dir liegen. Aber nachträglich im Sbf einbauen - da braucht es die Fähigkeiten eines DDR-Dentisten.
(Die mussten die Zähne immer rektal behandeln, da durfte doch keiner das Maul aufmachen.)

Gruß
Micha W. Muehr, Rösrath
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DNA

Re: Software, die mit vorhanden Gleisen planen kann?

Beitrag von DNA » Samstag 12. November 2011, 08:59

Mit nachträglich meinte ich, dass ich das nach der Planung der Anlage machen will, aber vor dem Anfang des Baus :)

Ich wollte erst einmal schauen, was und wie es realisiert wird. Ob ich den Schattenbahnhof sehe oder nicht, ist mir prinzipiell egal, solange er funktioniert :)

Deine idee mit dem SBF habe ich nicht so ganz durchdrungen. Es wird ein Gleis komplett Stromlos geschalten, sobald ein Zug in "Endlage" drauf steht? Dies funktioniert über die Schaltgleise. Und dann bin ich an der Reihe einem Gleis wieder Strom zu geben? Von meinem "Führerstand" aus, bzw. was genau ist dieser Universalfernschalter? :?:

Mir ist aufgefallen, dass in meinem Excel File irgendwie ein Fehler drin ist, bei der Stückzahl der Weichen. Irgendwas kann da nicht passen, ich weiß aber nicht was, da ich die Weichen gerade nicht bei mir habe. Ich zähle nacher noch einmal :)

Für den SBF...irre ich mich, oder brauche ich da nicht identische Weichen? Also beim reinfahren linke und beim rausfahren auch wieder, die dann nur um 180° gedreht sind?

Vielen vieln Dank auf jeden Fall schon für eure Bemühungen!!!

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Re: Software, die mit vorhanden Gleisen planen kann?

Beitrag von HahNullMuehr » Samstag 12. November 2011, 13:58

Moin, Jens,
DNA hat geschrieben:[...]Es wird ein Gleis komplett Stromlos geschaltet, sobald ein Zug in "Endlage" drauf steht? Dies funktioniert über die Schaltgleise. Und dann bin ich an der Reihe einem Gleis wieder Strom zu geben? Von meinem "Führerstand" aus,[...]
Das wäre eine Methode (automatisch stromlos schalten, manuell wieder "Fahrt" geben).
Eine komplett manuelle Steuerung würde die UFS einsparen.
Der erste Plan von mir sorgt dafür, dass jeder Zug, der in den Sbf einfährt, auf ein freies Gleis geleitet wird und automatisch zum Stehen kommt (wie an einem konventionellen Signal). Man müsste also nicht (bei verdeckten Gleisen) ständig die Belegtmelder und die Fahrstraßenstellung im Auge behalten.

Will man dagegen immer freie Auswahl der Zuggarnitur haben, muss man entweder mehr "Klavier spielen" (also für manuelle Steuerung verdrahten) oder sich mit einer Sbf-Steuerung auseinandersetzen, die es auch im Handel gibt. Aber das ist nicht mein Feld, in meinen Verhältnissen komme ich mit der UFS-Geschichte völlig zurecht.
[...] bzw. was genau ist dieser Universalfernschalter? :?: [...]
Im Prinzip ein Signalantrieb, aber ohne Mast. (Wenn man das Modell von Märklin als Muster nimmt). Über Schaltgleise oder Taster kann man z. B. einen Halteabschnitt stromlos schalten oder wieder unter Strom setzen. DIESEN UFS (eigentlich schon zwei in einem Gehäuse) gibt es bei Viessmann. Ein Bastler baut sich sowas aus bistabilen Relais zusammen, die es für ein Paar Euro im Elektronikhandel gibt.
[...]oder brauche ich da nicht identische Weichen? Also beim reinfahren linke und beim rausfahren auch wieder, die dann nur um 180° gedreht sind? [...]
Du hast natürlich recht, Denkfehler meinerseits. :oops: In der Planskizze oben sind acht linke Weichen verbaut. Damit werden dann alle Sbf-Gleise genau gleich lang. Nähmen wir am Anfang der "Harfe" 4 Linke und am Ende 4 Rechte, so wäre die Gleise 1 + 2 die kürzesten und Gleis 5 das längste. Wie gesagt, es ist nur eine Prinzipskizze. Platzsparend kann man natürlich auch Bogenweichen oder Dreiweg-Weichen verbauen.

Gruß erstmal
Micha W. Muehr, Rösrath
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Re: Software, die mit vorhanden Gleisen planen kann?

Beitrag von HahNullMuehr » Samstag 12. November 2011, 21:57

So, Leute,

jetzt mal einen Entwurf, der sich an die Vorgaben von Jens hält:
U-Form, B=420, L(r)=300, L(l)=390, T(Schenkel)=150, alles in cm.

+++ HINWEIS : Dieser Entwurf versteht sich nur als Diskussionsgrundlage, und stellt in keiner Weise "der Weisheit letzten Schluss" dar. Insbesondere kann die Form der Schenkel noch großzügig verändert werden, wass der Landschaftsgestaltung immer zugute kommen kann. HINWEIS ENDE +++
dnaJens.JPG
Streckenbeschreibung: Ein Zug verlässt den Sbf (Ebene 0, grau) in östlicher Richtung. Am linken Rand taucht er aus einem Tunnel auf, steigt weiter auf Ebene 1, unterquert einen Viadukt (dunkelblau) und erreicht, nach einem Tunnel im Hintergrund, den Hauptbahnhof von Nordosten. Diesen verlässt er nach Südwesten und geht auf weiter Schleife wieder hinab auf E0, unterquert den Hbf und erreicht wieder den Sbf. Ein Zug in Gegenrichtung würde den Sbf einfach umfahren, einer verschlungenen Ringstrecke folgend.

Auf Gleis 5 des Hbf zweigt eine Nebenstrecke (grün) ab, die in einer Schleife auf Ebene 2 - 3 ansteigt, am hinteren Anlagenrand entlang zu den beiden, nacheinander liegenden Viadukten führt, um letztlich nach einer Kehre südwärts einen kleinen Kopfbahnhof im Gebirge zu erreichen. Auf dieser Strecke können nur Wendezüge eingesetzt werden, sofern man nicht "Kopf machen" möchte, also die Vorrichtung zum Wechsel der Lok mit einplant.

Im Tal unterhalb des Bergbahnhofs finden wir ein Industriegebiet mit Bahnanschluss, das natürlich den tatsächlichen Gegebenheiten angepasst werden kann. Ein- und Ausfahrt in die Hauptstrecke ist hier gegeben.

Die Stadt denken wir uns hinter dem Hbf, sie könnte "nahtlos" in den Hintergrund übergehen, beispielsweise demVerlauf eines Tales folgend, das wiederum von der Bergstrecke (grün/blau) überspannt wird.

Die Planung geht aus von der Vorgabe "ICE mit 4 Zwischenwagen", was ungefähr 155 cm Länge bedeutet. Hbf und Sbf sind mit Nutzlänge von 180 cm gerade ausreichend dafür.
Auf die Verwendung von Radius 1 (360 mm) wurde weitgehend verzichtet, was aber jetzt einen Überhang dieser Gleisstücke bedeuten würde. Auf der anderen Seite zeigt die Stückliste gegenüber dem Plan etwa 13 Meter gerades Gleis zuwenig. Auch bei den Weichen (bisher 5 rechte, 15 linke), fehlen dann 4 bzw. 8.

Die schraffierten Flächen stellen die Wartungs-Luken dar, wobei deren Anzahl und Position nur grob geschätzt ist.

Was mir bisher nicht gelungen ist (und was mich persönlich stört), ist, dass keine Möglichkeit zum Umkehren der Züge besteht (Wendeschleife). Diese sollte sich noch irgendwo unter Tage einrichten lassen. Auch kann man versuchen, den Kopfbahnhof zum Durchgangsbahnhof zu machen, und eine Wendel einzurichten, die die Nebenbahn wieder auf E1 herunterbringt.

So, Gruß erstmal
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Re: Software, die mit vorhanden Gleisen planen kann?

Beitrag von DNA » Sonntag 13. November 2011, 11:53

Also erstmal: Wow. Ich habe bis jetzt mehrere Stunden mit dem GLeisplansoftware dingens verbracht und es kam nicht einmal ansatzweise etwas so durchdachtes raus, wie dein Vorschlag. :pray:
Zum anderen habe ich nun meine Weichen noch einmal durchgezählt, es sind
7 x 2261 l + 7 x Hohlprofil;
9 x 2261 r + 5 x Hohlprofil;
4 x 2267 l + 4 x Hohlprofil;
3 x 2267 r
3 x 2270 + 1 x Hohlprofil


Würdest du/ihr Hohl- und Vollprofil mischen? Ich habe davor Hemmungen, nachdem ich ein bisschen gegoogelt habe.
Wenn der Kopfbahnhof ein Durchgangsbahnhof wäre, wäre mir das fast lieber. Ansonsten wie gesagt, finde ich den Plan echt gelungen, da er auch nicht so überladen mit Schienen ist und viel Platz für Landschaftsbau lässt...

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Re: Software, die mit vorhanden Gleisen planen kann?

Beitrag von HaNull » Sonntag 13. November 2011, 13:47

Moin!

Micha, guter Entwurf. Aber es ist kein Hundeknochen, insofern sollte man eher zwei Schattenbahnhöfe zu je drei Gleisen machen.
In jedem Schenkel sollte man eine Wendeschleife auf Schattenbahnhofebene unterbringen können - die können ja um die Wartungslöcher herumgehen.

Wenn die Nebenstrecke einen Durchgangsbahnhof erhält, könnte man dies auch zu einer Wendeschleife ausbauen (Nebenstrecke zum Hauptgleis verlängern).

Wenn man zwei Schattenbahnhöfe jeweils als Wendeschleifen anlegt, bekommt man einen Hundeknochen.

Beim Industrieanschluss reicht eine Weiche (ohne DKW) - dann ist die Zufahrt nur im Gleiswechselbetrieb (gegen die normale Fahrtrichtung) möglich.

Möglichkeiten über Möglichkeiten ...
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Re: Software, die mit vorhanden Gleisen planen kann?

Beitrag von HahNullMuehr » Sonntag 13. November 2011, 15:07

HaNull hat geschrieben:Moin!

Micha, guter Entwurf.[Danke.] Aber es ist kein Hundeknochen, [...]
Moin, Thomas, hab ich irgendwo gesagt, es würde ein Hundeknochen werden?

Ich grübele auch noch. Legen wir das Industriegleis in den Zwickel zwischen den Schenkeln, auf E0, so dass die Zufahrt vom Hauptgleis aus einer Unterführung kommt, dann können wir den rechten Schenkel etwas verbreitern, was Platz für einen ordentlichen Berg ergäbe, der die Wendel für den Abstieg vom Bergbahnhof verkappt.

(Der Hund nervt, ich glaube der muss mal raus. Bis Später.)

Gruß
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Re: Software, die mit vorhanden Gleisen planen kann?

Beitrag von HaNull » Sonntag 13. November 2011, 15:17

HahNullMuehr hat geschrieben:Moin, Thomas, hab ich irgendwo gesagt, es würde ein Hundeknochen werden?
Habbich irgendwo gesagt Du hättest gesagt ...

Die Schattenbahnhofaufteilung 5+1 würde zu einem Hundeknochen passen, bei zwei Ovalen hat sie weniger Sinn.
Ich seh den Schattenbahnhof und denke, Hundeknochen hätte da Vorteile ...
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Re: Software, die mit vorhanden Gleisen planen kann?

Beitrag von HahNullMuehr » Sonntag 13. November 2011, 21:28

So, dann mal hier ein überarbeiteter Entwurf.
dnaJensVar2.JPG
Wesentliche Änderung:
Der Sbf wurde von 5+1 auf 3+3 umgebaut. In östlicher Fahrtrichtung erhält er eine Kreuzung mit der Haupstrecke sowie eine Wendeschleife, die zurück auf Gleis 6 (westliche Fahrtrichtung) führt.

Der Industrieteil wird in den Zwickel verlegt, wobei der Abstand Weiche-Unterführung vermutlich zu knapp ist. Besser wäre wohl, die Weiche bereits am Südende des rechten Schenkels einzubauen.

Der Bergbahnhof wird Durchgangs-Bf, die (womöglich 2fache) Wendel führt auf E0, als U-Bahn längs des Sbf und trifft im Westen wieder auf die Hauptstrecke. Damit könnte ein Zug, der den Hbf nach Süden auf der Bergstrecke verließ, ihn wieder von Norden erreichen oder, nach durchfahren der Sbf-Kehre von Süden auf der Hauptbahn.
Somit wären zwei Kehrschleifen untergebracht.

Schönheitsfehler: Die südliche Schleife im rechten Teil ragt über den Anlagenrand hinaus. Hier muss angepasst werden. Auch könnte der Berg über der Gleiswendel rechts recht steil ausfallen. Vielleicht sollte man einen Stausee mit Staumauer (und Wasserkraftwerk etc.) einplanen, um die steile Wand glaubhaft zu gestalten. Die Wendel ist übrigens in R1 angelegt, aber auch R2 sollte noch realisierbar sein.

Unbenommen ist die Möglichkeit, den rechten Schenkel noch zur Mitte hin zu verbreitern, um die Gleislage-Situation dort zu entzerren.
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