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Schweizer Nationalcharakter 2. Versuch
Verfasst: Donnerstag 30. März 2006, 20:15
von Flo K (der erste)
Hallo Leute, Gruezi Nachbarn
(Achim) Aufräumen ist ja gut ---
aber mußte der "Schweizer Nationalcharakter" auch gleich mit entsorgt werden.?
Einige Leute hatten sich gefragt, was denn diese "Eingeborenen" der Schweiz so "Besonderes" treiben. (Ich glaube Gerhard Dauscher und ein Schweizer Freund)
Um den Schweizern auf die Spur zu kommen, bzw. ihren außergewöhnlichen Verhaltensweisen hatte ich diesen Thread "Schweizer Nationalcharakter" gestartet, nicht um hier Blödsinn zu posten.
Ergebnisse gabs dabei bisher im wesentlichen zwei:
1. die Schweizer "Langsamkeit"
2. der "Kantöligeischt" die Extremform des Schweizer Lokalpatriotismus und Föderalismus.
Ich denke da ließe sich noch eine Menge mehr finden was schweizspezifisch ist-
sollen wir unsere Erhebungen während unserer Schweizreise nun nicht durchführen?
Sollen wir nicht nach dem Salz in der Schweizer Suppe suchen?
Will man bei der Darstellung der Schweiz im Miwula auf "Schweizer Langsamkeit", "Kantönligeischt" und andere "Schweizspezifika" in 1 : 87 verzichten?
Was sagt ihr dazu?
Achim aus dem Gleisdreieck
Ich kann mich dem nur anschließen!
Besonders hervorgehoben wurden auch noch die bemerkswerte Ordnug und Sauberkeit, sowie das extrem hohe Qualitätsbewußtsein der Schweizer.
Welche typisch schweizerischen Eigenarten und Skurrilitäten fallen Euch so ein?
Und in wie weit läßt sich das dann auf der Anlage umsetzen?
Flo
... der natürlich auf die erneute Mitarbeit der Schweizer Experten hofft!
Re: Schweizer Nationalcharakter (2. Versuch)
Verfasst: Donnerstag 30. März 2006, 20:38
von Andreas Weise
Flo K (der erste) hat geschrieben:
Besonders hervorgehoben wurden auch noch die bemerkswerte Ordnug und Sauberkeit, sowie das extrem hohe Qualitätsbewußtsein der Schweizer.
Welche typisch schweizerischen Eigenarten und Skurrilitäten fallen Euch so ein?
Und in wie weit läßt sich das dann auf der Anlage umsetzen?
Zum Thema "Sauberkeit" in der Schweiz fällt mir doch gleich der Witz ein:
Ein deutscher Tourist, der von diesem Klischee gelesen hat, ist mit dem Zug in der Schweiz unterwegs. Kurz nachdem er Brugg passiert hat, sagt der Lokführer den nächsten halt durch: "Nächster Halt - Baden". Da denkt der Schweizer: "Die meinen das wirklich ernst mit ihrem Sauberkeitsfimmel."
Zum Thema Langsamkeit: Nach 6 Jahren lässt ein Berner die Ausleihfrist für ein Buch verlängern. Titel des Buches: "Wie lerne ich schneller lesen?"
Für die Modellbahnanlage meine ich allerdings, dass man da nicht so mit derartigen Klischees um sich werfen sollte, weil die ganze Anlage dann am Ende einfach nur kitschig wirkt. Vielmehr sollte man die Sachen rüberbringen, die man wirklich als Schweiz-Tourist kennt. Zum Beispiel den berühmten Schweizer Postbus, natürlich incl. Soundmodul mit dem berühmten Posthorn. Oder viele spektakuläre Brücken und Tunnels, Stichwörter: Gotthard, Lötschberg, Glacier-Express, Centovalli. Oder eine Autobahn mit Faller-Car-System und ebenso beeindruckenden Kunstbauten.
Ich baue auf meiner Anlage ja auch einen Schweizer-Alpen-Teil, und verzichte auch komplett auf diese Klischees. Ich versuche, die Realität so abzubilden, wie ich sie als Urlauber kenne. Alles andere wirkt m. E. nur kitschig.
Andreas Weise
Andreas Weise
Verfasst: Donnerstag 30. März 2006, 20:51
von Achim
Hallo Andreas!
Es geht nicht darum die Anlage zu "verkitschen" - aber Spaß und Humor muß auch sein.
Vor allem geht es jedoch darum das "Schweizspezifische" herauszukristallisieren -
Wißt ihr z.B. was "Bauvisiere", bzw. "Baugespanne" sind?
Sollte es im Miwula unbedingt geben, damit es schwer nach "Schweiz" aussieht.
Vielleicht bekommt ihr ja raus, wozu diese Dinger gut sind?
Achim aus dem Gleisdreieck
Verfasst: Donnerstag 30. März 2006, 22:24
von Kai Eichstädt
Moin,
grob vermutet:
ein Haus soll gebaut werden und der Bauherr/die Nachbarn/die Bauverwaltung soll einen ersten Eindruck vom zu erstellendem Gebäude bekommen.
Gruß
Kai
Verfasst: Donnerstag 30. März 2006, 22:54
von Peter Müller
In Deutschland gibt es solche Schnurgerüste auch (oder gab es auch?): an Flughäfen werden verschnürte Gestelle aufgestellt, um in die Umgebung peilen zu können, ob auch keine Bauwerke oder kurzfristige Ereignisse (Baukräne) in die Hindernissfreiflächen hineinragen.
Verfasst: Donnerstag 30. März 2006, 23:32
von Flo K (der erste)
@Kai: (weil bald Ostern ist): warm/wärmer/sehr warm...
Mir fällt außerdem noch die Vielsprachigkeit der Schweiz ein:
Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch sind offizielle Amtssprachen!
Selbstverständlich führt das häufig zu mehrsprachigen Beschilderungen auf Straßen, Schildern, Bahnhöfen und Privatgebäuden!
Glücklicherweise kommen sogar drei der vier Sprachgebiete der Schweiz auch tatsächlich auf der Anlage vor:
Im Wallis spricht man Deutsch (und Französisch), im Tessin Italienisch und in Graubünden Deutsch und Rätoromanisch (Rumantsch)!
Da ja in der Schweiz quasi
immer über irgendwas abgestimmt wird, herrscht natürlich auch beinahe immer Wahlkampf. Denkbar wäre doch eine "phatasievolle" Volksabstimmung mit zahlreichen Plakaten auf der ganzen Anlage in den verschiedensten Sprachen.
Für das Thema einer solchen virtuellen MiWuLa-Schweizer-Volksabstimmung hätte ich schon zahlreiche amüsante Einfälle, aber sicherlich habt ihr auch die ein oder andere Idee...
Flo
... der sich vorstellt, wie die Schweizer (auf der Anlage) darüber entscheiden sollen, ob sie im Wunderland "ausgestellt" werden möchten...
:EDIT: Die Vielsprachigkeit geht sogar soweit, daß ich kürzlich von einem Schweizer bezüglich der Gleispläne gefragt wurde:
"Was meint Gerhard Dauscher mit Graubünden?"
Aber wer von uns hätte schon gewußt das es auf Französisch: Grisons, auf Italienisch: Grigioni, auf Romanisch: Grischun heißt?

Verfasst: Freitag 31. März 2006, 06:55
von genius
ich hab mal gehört, daß in der Schweiz teilweise noch manuell abgestimmt wird: Alle auf den Hauptplatz, wer dafür ist Hand in die Höhe - und dann wird abgezählt. Angeblich soll das kürzlich eingeführte Frauenwahlrecht dort große Platzprobleme hervorgerufen haben...
genius
Verfasst: Freitag 31. März 2006, 06:59
von Maxi61K
genius hat geschrieben:ich hab mal gehört, daß in der Schweiz teilweise noch manuell abgestimmt wird: Alle auf den Hauptplatz, wer dafür ist Hand in die Höhe - und dann wird abgezählt. Angeblich soll das kürzlich eingeführte Frauenwahlrecht dort große Platzprobleme hervorgerufen haben...
genius
Das ist meines Wissens nach noch im Kanton Appenzell so der Fall.
Gruß
Maximilian
Verfasst: Freitag 31. März 2006, 17:34
von Yann
"Flo K (der erste)"EDIT: Die Vielsprachigkeit geht sogar soweit, daß ich kürzlich von einem Schweizer bezüglich der Gleispläne gefragt wurde:
"Was meint Gerhard Dauscher mit Graubünden?"
Aber wer von uns hätte schon gewußt das es auf Französisch: Grisons, auf Italienisch: Grigioni, auf Romanisch: Grischun heißt?

Hallo Flo,
Ich muß gestehen, daß Flo über mich spricht...

Man lernt jeden Tag...
Verfasst: Freitag 31. März 2006, 18:09
von Achim
Hallo
"Bauordnung der Stadt St. Gallen:
Artikel 237" Bevor das Baugesuch eingereicht wird sind Visiere aufzustellen, welche Stellung und Ausmaß der Bauten oder Anlage bezeichnen.
Die Visiere dürfen vor der rechtskräftigen Erledigung des Baugesuchs nur mit Zustimmung des Leiters des Amtes für Baubewilligung entfernt werden.
Bei Bauten und Anlagen von über 18 m Höhe müssen die Visiere die horizontale Ausdehnung sowie an einer Stelle die maximale Höhe bezeichnen."
Wenn ihr noch ein bißchen Geduld habt klär ich noch die Frage, ob das auch für "Bellos" neue Hundehütte gilt.
Auf jeden Fall erhebe ich schon mal Copyright auf folgende Szene:
"Neben dem Visier für ein neues Wohnhaus ist auch die Hundehütte schon mittels eines Visiers dargestellt.
Bello nimmt das Visier als sein künftiges Territorium schon mal in Besitz in dem er die hundeüblichen Markierungen anbringt."
Dann hätten wir einiges schon mal dargestellt, Schweizer Perfektionismus, Schweizer Basisdemokratie, Schweizer Gemächlichkeit und eine gewisse Planungsumständlichkeit, die wir ja gut auch aus Germany kennen.
Jetzt bleibt uns nur noch zu hoffen, das Andreas Weise solche Profanszenen (Visiere für den Bau einer Hundehütte und dem Hund dem das egal ist) nicht "kitschig" findet und sich dadurch von der Betrachtung der Realität m.E. abgelenkt fühlt.
Achim aus dem Gleisdreieck der m.E.

der Meinung ist das die Darstellung der Schweiz nicht albern- aber unterhaltsam sein sollte, wie das ganze Miniatur Wunderland.
@ Andreas Weise: laß Ernst mal zu Hause, erzähl lieber mehr von "Baden"

gibt es in der Schweiz wirklich einen Bahnhof der wie eine Badewanne aussieht?

oder heißt der nur so

Verfasst: Freitag 31. März 2006, 22:02
von Kai Eichstädt
Jetzt bleibt uns nur noch zu hoffen, das Andreas Weise solche Profanszenen (Visiere für den Bau einer Hundehütte und dem Hund dem das egal ist) nicht "kitschig" findet und sich dadurch von der Betrachtung der Realität m.E. abgelenkt fühlt.
Moin Achim,
lass ihn mal, ich glaube sowieso nicht, daß er noch irgendwas in der Realität bemerkt...
Gruß
Kai, u.a. EK-Forumsleser
www.blogwiese.ch
Verfasst: Sonntag 2. April 2006, 12:13
von su
Liebe Formumanen,
falls ihr euch über Schweiz-Eigenheiten aus Sicht eines Deutschen informieren wollt, dann ist dieser Link extrem zu empfehlen!!
http://www.blogwiese.ch
Es grüßt euch die Schweizerin im deutschen Exil
su
Fondue!
Verfasst: Sonntag 2. April 2006, 20:37
von Yann
Hallo,

Einspezialität der Schweiz ist die Fondue!!!
Wer kennt das nicht, kann er
hier (Wikipedia) sehen.
In Miwula kann man denken aus eine Almhütte und in der Garten eine benutzerfreundliches Essen mit Fondue natürlich!

Verfasst: Montag 3. April 2006, 09:38
von Achim
Hallo Yann!
Ich werd ganz unruhig wenn ich das sehe, ich glaub ich besorg mir mal son Fondue für heute Abend.
Sag mal, was passiert denn so an Zwischenfällen beim Fondueessen.
Beim Hantieren mit Spiritusrechauds sollen ja schon Unfälle passiert sein--
oder was passiert wenn(etwas harmloser ohne möglichen Feuerwehreinsatz) so ein Weißbrotbrocken von der Gabel abrutscht und in der Käsemasse verschwindet, hat man da vielleicht Sanktionen besonderer Art zu fürchten?
Achim aus dem Gleisdreieck
Verfasst: Montag 3. April 2006, 09:43
von Kai Eichstädt
Moin Achim,
na klar, kennt man doch: erst Stockschläge, dann die Peitsche und zum Schluß mit einem Gewicht an den Füssen im See versenken...
Gruß
Kai, der den Asterix-Band aber schon lange nicht mehr gelesen hat
Verfasst: Montag 3. April 2006, 10:41
von Achim
Hallo Kai!
Verstehe ich dich recht-
Es wäre also auch "vorbildgerecht" im Sinne des Miniaturwunderlands wenn Asterix und Obelix sich in den Schweizer Alpen "tummeln würden", da gabs doch bestimmt nicht nur beim Käsefondue interessante Vorkommnisse?
Könnte man die nicht scannen und posten (vielleicht auch in einem eigenen Thread)
Achim aus dem Gleisdreieck, der es im Moment schwer bedauert seit Jahren kein Leser von "Asterix und Obelix" mehr zu sein.
Verfasst: Montag 3. April 2006, 12:14
von Harry
Die spinnen, die Römer....
Ich glaube, ich muss mal in den Keller und ein paar Literaturschätze heben

.
Verfasst: Montag 3. April 2006, 12:22
von Flo K (der erste)
"Harry"Die spinnen, die Römer....
Ich glaube, ich muss mal in den Keller und ein paar Literaturschätze heben

.
Au ja! Bitte!
Flo
Verfasst: Montag 3. April 2006, 13:03
von Harry
Hupps, Missverständnis.
Ich werde die Hefte selbst lesen. Es gibt eine ganze Reihe von Grunden, keine Scans ins Forum zu stellen. Der wichtigste davon ist das Urheberrecht.
Viele Grüsse
Harry
PS: Wusstet Ihr, dass Asterix und Obelix in der Schweiz die Technik der Seilschaften erfunden hatten?
Verfasst: Dienstag 4. April 2006, 00:09
von Flo K (der erste)
"Harry"
PS: Wusstet Ihr, dass Asterix und Obelix in der Schweiz die Technik der Seilschaften erfunden hatten?
Na klar:
Flo
... der die Genies Albert Uderzo und René Goscinny natürlich auch nur bildlich 'zitieren' würde, auf keinen Fall um daraus einen wirtschaftlichen Vorteil erzielen zu wollen!
