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Miniwolken durch Reifenabrieb
Verfasst: Freitag 21. November 2008, 23:39
von Christoph Köhler
Bei der Landung von Flugzeugen entstehen durch den Beginn der Drehung der Reifen eine mehr oder weniger große weiße Wolke. Ein Detail-Tipp den besonders die Besucher faszinieren würde. Da stellt sich nur die Frage, ob alle Flugzeuge (es sollen wohl bis zu 40 Stück werden) im Miwula den gleichen Touchdown-Punkt haben werden? An dieser Stelle könnte man kleine Düsen in die Landebahn einbauen um dieses kleine weiße Wölkchen zu sehen.
Viele Grüße aus dem bergischen Land
Christoph Köhler
Verfasst: Freitag 21. November 2008, 23:54
von Sev
Hier dazu zwei Bilder.
Wolke bei der Landung:
Und hier bei einer Notlandung:
Ich selber fände es sehr Interresant.
Quelle:
http://www.wikipedia.de
Verfasst: Sonntag 23. November 2008, 15:09
von Gerrit Braun
Das wäre alles machbar, wenn wir unser System auf immer nahezu den gleichen Touchdown-Punkt beschneiden würden. Das fände ich aber nicht so erstrebenswert.
Aber: das größte Problem ist die Rauchzuführung, da Schläuche keine zu engen Knickradien haben dürfen und somit vom Schlitten abrasiert werden.
Wir haben unsere Tests damit momentan auf's Eis gelegt.
Viele GRüße
Gerrit
Verfasst: Sonntag 23. November 2008, 18:14
von Moba-Manu
Und wenn man die Düsen ins Flugzeug verlegen würde...???
Man könnte sie wieder aufladen während das Flugzeug an diesem Ding (da wo die Leute einsteigen) angedockt hat
Verfasst: Sonntag 23. November 2008, 22:07
von Gerrit Braun
Gehen tut alles. Auch was im Dauerbetrieb nicht läuft...
Ich denke, dass hier die Grenzen des 10 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr ohne zu hohen Betriebsaufwand laufenden, knapp uberschirtten sind. Aber mal schaun... vielleicht haben wir am Ende ja doch noch Zeit für das ein oder andere Schmankerl - Lust habe ich darauf riesig!
Viele Grüße
Gerrit
Verfasst: Montag 24. November 2008, 00:24
von Christoph Köhler
Hallo Gerrit,
die Idee mit den Reifenabriebwölkchen könnte auch als Möglichkeit gesehen werden, dieses eventuell, wenn mal alles fertig ist, als zusätzliche Besonderheit einzubauen. Ok, nachträglich etwas Neues einzubauen ist immer schwieriger als es direkt zu bedenken, aber in anderen Anlagenteilen wurde ja auch schon einiges nachträglich verwirklicht.
Auch wenn es nicht gehen sollte, eine Tolle Idee ist es auf jeden Fall. Und manche Vorschläge können ja auch von Besuchern und Fans kommen.
So haben wir z.B. die Information bekommen, das nicht alle Flugzeuge auf dem gleichen Punkt aufsetzen werden. Somit sieht nicht jeder Landevorgang gleich aus.
Viele liebe Grüße nach Hamburg
Christoph Köhler
Verfasst: Donnerstag 27. November 2008, 09:32
von Ludger
Und wie ist bzw. wäre es, diese Rauchzuführung durch kleine Düsen innerhalb eines bestimmten Bereiches der Landebahn zu positionieren? In Abhängigkeit vom Touchdownpunkt der Maschine werden dann (computergesteuert) auch nur aus "den entsprechenden" Düsen Rauchwölkchen ausgeblasen ...
OK - Ideen zu haben ist eine Sache - die Umsetzung eine andere.
Eines weiß ich aber: Der Start- bzw. Landevorgang sieht absolut realitätsgetreu aus!
BRAVO!
Liebe Grüße - Ludger
Verfasst: Donnerstag 27. November 2008, 17:36
von Sev
Eines weiß ich aber: Der Start- bzw. Landevorgang sieht absolut realitätsgetreu aus!
Das wird nur bei der Landung sein, da die Flugzeuge beim Start nicht bremsen.

Verfasst: Sonntag 28. Dezember 2008, 15:27
von Sebssebi
Man könnte doch jede ca 10 cm in der Rille von den Stäben, Rauchdüsen zuführen und dann zu jeder Rauchdüse einen Trucksensor, und dann, wenn bei einer Landung die Hinterreifen aufkommen kommt Rauch raus...
keine Ahnung wie das dann aussieht, aber...
oder bei den Stäben es mitführen währe wahrscheinlich einfacher und sieht besser aus
Verfasst: Sonntag 28. Dezember 2008, 19:06
von Jörg Spitz
@ Sebbsebi
Lies dir doch BITTE mal die Postings von Gerrit hier in diesem Threat durch.
z.B.
http://www.miniatur-wunderland.de/commu ... tml#188766
Wer LESEN und VERSTEHEN kann ist ganz klar im Vorteil.
Verfasst: Dienstag 6. Januar 2009, 23:34
von ssilk
Gerrit Braun hat geschrieben:Gehen tut alles. Auch was im Dauerbetrieb nicht läuft...
Ich denke, dass hier die Grenzen des 10 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr ohne zu hohen Betriebsaufwand laufenden, knapp uberschirtten sind. Aber mal schaun... vielleicht haben wir am Ende ja doch noch Zeit für das ein oder andere Schmankerl - Lust habe ich darauf riesig!
Man müsste den Rauchgenerator in den Schlitten einbauen, weil der ist ja immer an der richtigen Stelle, also da, wo es qualmen soll. Also unten irgendwo den Generator einbauen (das Ding ist ja so groß, da muss doch ein Rauchgenerator platz haben?) Dann nur ein kleines Rohr nach oben und im richtigen Moment "zünden"...
So könnte man auch so tolle Effekte wie das oben gezeigte aufsetzende Bugrad machen: LEDs, die man im Schlitten ausfährt und so quasi das Bugrad verdecken sowie viel Qualm.
Verfasst: Dienstag 6. Januar 2009, 23:44
von Martin D.
Mir ist da gerade mal die ganz blöde Idee gekommen, man könnte ja so einen Rauchgenerator wie bei einer Dampflok einbauen.
Schöne Grüße Martin
Verfasst: Dienstag 6. Januar 2009, 23:47
von ssilk
Genau das mein ich doch?! Nur muss der Tank viel größer sein.

Und es muss sozusagen eine Pumpe das Öl auf das vorgeheizte Element Tropfen, was halt auch nicht ganz ungefährlich ist, also von wegen Brandschutz usw.
Verfasst: Mittwoch 7. Januar 2009, 09:38
von Gerrit Braun
Hallo Ssilk,
schön mal wieder was von Dir zu hören!
Grundsätzlich ist das Mitführen auf dem Schlitten eine schon bessere Idee..
Aber: wir haben kaum noch Platz und der Rauch würde dann in der Mitte unter dem Flugzeug herauskommen und nicht umbedingt immer (von der Seite aus betrachtet) in Höhe der Hinterrräder, da die Stabaufnahmen der einzelnen nicht immer an der selben Stelle sind.
Viele Grüße
Gerrit
Verfasst: Mittwoch 7. Januar 2009, 09:49
von domreuter
Moin moin,
dann will ich doch auch mal versuchen, etwas Konstruktives beizutragen
Zu den Knickwinkeln der Schläuche wäre meine Idee an den Stellen, wo es mit dem Winkel kanpp wird, einen vorgefertigten Kunststoffwinkel zu verbauen.
Ein Rauchgenerator aus einer Dampflok ist hierfür meiner Meinung nach leider völlig ungeeignet, da er Rauch langsam in Schwaden abgibt. Bis der Rauch am Aufsetzpunkt angekommen ist, ist der Flieger schon die halbe Bahn entlang gerollt. Bei Aufsetzen entsteht fast explosionsartig in sehr kurzer Zeit eine recht große Menge Rauch. Der Rauch muss also im Moment des Aufsetzens schon unter Druck bereitstehen und nur noch durch eine Düse freigegeben werden. Und das bitte je nach Reifenzahl und Flugzeuggröße in passender Menge
Um es mal mit meinem ehemaligen Teamleader zu sagen - "Das ist nicht ganz trivial." Aber Gerrit hat schon ganz andere Probleme gelöst...
Grüße
Dominik
Verfasst: Freitag 23. Januar 2009, 00:38
von ssilk
domreuter hat geschrieben:Ein Rauchgenerator aus einer Dampflok ist hierfür meiner Meinung nach leider völlig ungeeignet, da er Rauch langsam in Schwaden abgibt. Bis der Rauch am Aufsetzpunkt angekommen ist, ist der Flieger schon die halbe Bahn entlang gerollt. Bei Aufsetzen entsteht fast explosionsartig in sehr kurzer Zeit eine recht große Menge Rauch. Der Rauch muss also im Moment des Aufsetzens schon unter Druck bereitstehen und nur noch durch eine Düse freigegeben werden. Und das bitte je nach Reifenzahl und Flugzeuggröße in passender Menge

Man kann es selbst an einer heißen Kochplatte probieren: Das Rauchöl muss auf das bereits heiße Element "geschossen" werden. Dann gibts blitzartig Rauch.
Also braucht es einen Behälter, der über dem Element liegt und ein Ventil, was man nur sehr kurz aufmacht. Die Rauchmenge lässt sich denke ich so recht gut steuern...
Aber wie gesagt ist das nicht unbedingt ungefährlich: Einen herkömmlichen Rauchgenerator kann man dafür nicht nehmen, da müssen schon etwas schwerere Kalliber ran. Daher muss das ganze in einem feuerfesten Kasten (Metall) stecken. Und eine große Sauerei isses auch!

Also sollte das auch dicht sein und zu Wartungszwecken komplett ohne Sauerei machen zu müssen entnommen werden können.
Und ich könnte denke ich damit leben, dass der Rauch vor oder auch hinter den Reifen rauskommt. Man kann das durch die Geschwindigkeit beim Landen wahrscheinlich eh nicht genau sehen. (immerhin sollten normale Flugzeuge beim Landen noch um die 60-80 cm/s schnell sein, also da mit dem Auge genau zu sehen, wo der Rauch rauskommt ist schwer.
Im Wesentlichen würde ich aber sagen: Tolle Sache zum spielen (wie macht man es so, dass es möglichst echt aussieht)?

Re:
Verfasst: Dienstag 16. November 2010, 00:32
von Mandra
Gerrit Braun hat geschrieben:
der Rauch würde dann in der Mitte unter dem Flugzeug herauskommen
Was wäre, wenn man den Rauch durch die zwei Stützstangen des Schlittens führen würde ? Im Flugzeugrumpf müsste dazu ein Minimum von Dichtung greifen, und dann könnte der Rauch über Schläuche und Röhrchen über das Fahrwerk zu kleinen Öffnungen nahe der Räder geleitet werden. Das bedingt natürlich einen Riesenumbau der Fahrwerke!
Man könnte damit aber vielleicht eine enorm realistische Darstellung erreichen. Zudem könnte man auch das Aufsetzen des Bugfahrwerks einen Augenblick später verrauchen, wenn man beide Stützstangen mit getrennten Ventilen versorgt.
Naja, nur ein Konstruktionsvorschlag. Das kostet bestimmt nochmal x Stunden und y pro Flieger wenn es überhaupt machbar ist. Aber vielleicht bräuchten ja nur die großen Vögel wie der A380 die Miniwölkchen ? Die kleinen sind eh nicht so sehr dabei.
Übrigens wäre ein Alternativvorschlag wenn das ganze zu frickelig wird eine Landung im Dunkeln bei Nebel! Natürlich nur alle paar Stunden bei schlechtem Wetter!

Zumindest fände ich das Thema Wetter bei einem Flughafen ganz reizvoll und mit Bühnennebel sicher auch relativ leicht zu realisieren. Das Zeug hat übrigens mal ein Hamburger erfunden.
Re: Miniwolken durch Reifenabrieb
Verfasst: Mittwoch 17. November 2010, 11:30
von jakob-huber
Jetzt ist da aber auch noch das Problem, wenn es aus Düsen in der Start- und Landebahn kommt, dass auf beiden Seiten Düsen sein müssen, weil ja die Lande- oder Startrichtung geändert weden kann.
Viele Grüße
Jakob

Re: Miniwolken durch Reifenabrieb
Verfasst: Mittwoch 17. November 2010, 14:40
von Mandra
Na eben gerade nicht aus der Landebahn, sondern aus dem Flieger selbst aus Bohrungen, die am Fahrwerk (Haupt- und Bugfahrwerk) angebracht sind. Zuleitung des Rauches in den Rumpf des Fliegers über die Stützstangen, Gerrit nennt sie "Stabaufnahmen".
Ein Stab kann ja auch innen hohl sein, und die Auflage im Flugzeugrumpf als Dichtung ausgeführt sein (ähnliche der sog. "tragbaren Standfüllmesser" an Tankstellen, dass sind die Lufttanks mit der + / - Taste die man zum Reifen tragen kann, und danach wieder zum Befüllen einhängt). Das Gewicht des Flugzeuges dichtet dann den Übergang ab. Im Moment werden diese Aufnehmer wohl nur zum Laden benutzt.
Die Weiterleitung des Rauches müsste dann im Flugzeugrumpf passieren bis zu den Reifen.
Bin mir aber unsicher ob man zuverlässig Rauch/Nebel durch so eine dünne Zuleitung bekommt. Da es eine gewisse Leitungslänge vom Rauchgenerator (unter der Anlage am Schlitten) bis zur Austrittsöffnung am Fahrwerk gibt könnte man mit Nebel Probleme bekommen. Vielleicht tropft es dann nur noch....oder es gibt einfach nicht genug Nebel. Oder der Rumpf wird von der Dichtung gepustet sobald man Druck drauf gibt.
Also Grundlagenforschung notwendig!

Re: Miniwolken durch Reifenabrieb
Verfasst: Mittwoch 17. November 2010, 18:27
von Sebastian
Nebelfluide sind auf lange Sicht eine riesige Sauerei und im empfindlichen Bereich der Startbahn und Fahrwerke sicherlich völlig fehl am Platz. Rückstandsfreien Nebel kann man allerdings mit Flüssigstickstoff realisieren.
Am Katapult würde ich erstmal nichts herumbasteln, andere Stangen oder ähnliches reagieren sicherlich anders, dann darf Gerrit alle Flugzeutypen in Sachen Start und Landungsparameter neu programmnieren....ich sag nur never change a running system!