Andreas S. hat geschrieben:Das Teil würde - wenn ich Dich richtig verstanden habe - etwa 6 Jahre Störungsfrei laufen können oder sollen. Ist das nötig im Verhältnis zum Aufwand?
Du mißverstehst. Nach 6 Jahren (eigentlich etwas über fünfeinhalb) hat es eine Ausfallwahrscheinlichkeit von 50%. Das heißt es ist höchstwahrscheinlich schon mal ausgefallen.
Im Autobau arbeitet man z.B. mit viel höherer Zuverlässigkeit als 1:100000, weil jeder Ausfall in der Garantiezeit kostet den Hersteller Geld.
Kann man sicherstellen, daß der Arm beim Einfädeln nicht das Flugzeug aus seiner Position schiebt?
Weiß ich nicht. Vielleicht arbeitet der Verschluss auch gar nicht zum Schieben sondern mit Druck oder oder oder. Es gibt dutzdende Möglichkeiten etwas leicht lösbar miteinander zu verbinden, man denke da nur an Schrauben oder einen Klettverschluss oder oder oder. Darüber machen wir uns Gedanken, wenn es so weit ist. Jetzt ist nur wichtig: Es ist möglich und wir haben die Wahl aus mehr Möglichkeiten, als man an einer Hand abzählen kann und das genügt vollauf um sicherzugehen, dass wir damit nicht in einer Sackgasse sind und um noch keine inneren Denkhürden aufzubauen, bevor man nicht andere wesentliche Punkte der Planung durchdacht hat.
Momentan jedenfalls weiß ich, dass ein Festmachen der Schnur von außen sinnvoll ist, weil man dadurch Technik IM Flugzeug spart und das ist einfach sehr wichtig.
Die Loks auf der Anlage müssen sicher regelmäßig gewartet werden und die Technik in den Flugzeugen doch sicher auch, dazu kenne ich allerdings nicht den anzunehmenden Wartungsintervall.
Wenn in den Flugzeugen nur der Antrieb sitzt, dann muss da wohl gar nicht viel gewartet werden. Ein guter E-Motor erreicht locker mal das 100-fache der geforderten Leistung. Und ausfallen tut es dann trotz Wartung trotzdem irgendwann. Und: Der Antrieb sitzt unten, man kann ihn so einbauen, dass man sehr einfach auch von unten rankommt und nicht durch die Elektronik im Flugzeug sich durchwurschteln muss, was bei dem Verschluss oben aber der Fall wäre.
Bei einem anzunehmenden Verschubweg von vielleicht 5mm und der entsprechenden Schubgeschwindigkeit, treten keine mechanischen Spitzen auf, so das man ein bischen Haltbarkeit voraussetzen darf. Die Magneten fürs Einfädeln!
Das ist alles eine Technik, die noch kein Mensch vorher getestet hat. Überleg mal: Du willst aus 2 Metern Höhe einen Faden herablassen, der nur ein verhältnismäßig geringes Gewicht am Ende hat. Den willst du mit einem Magneten "einfangen". Du weißt in dem moment weder, ob das Flugzeug genau an der richtigen Stelle sitzt, du weißt nicht, auf welcher Stufe die Klimaanlage heute steht, du weißt nicht, ob der Faden überhaupt eingefangen wurde und ob du jetzt so weit herabsenken kannst, dass es genau ins Loch reingeht. Und so weiter. Da sind enorm viele "wenns".
Ich finde die Idee mit dem Servo innen ja auch besser, aber das von außen hat einfach objektiv eine höhere Chance, problemlos zu funktionieren und ohne Komplikationen zum laufen gebracht zu werden. Wenn jemand Lust hat einen Verschluss zu basteln, der die geforderte Zuverlässigkeit hat, ich hindere ihn nicht dran.
Vorteil: Es braucht keine Technik für´s kippen im Innern des Flugzeuges (Wartungsarbeit), Technik, die noch weniger Erprobt ist, als ein Riegel.
Eine Kipptechnik ist auch gar nicht notwendig wenn du dir den Vorschlag mit den Führungsseilen genau durchdenkst. Und eine Zweifadentechnik hat schon den enormen Nachteil, dass ja die Seilführung an der Laufkatze ebenfalls doppelt gebaut werden muss. Hinzu kommt eine relativ komplexe Lageregelung, damit die verschiedenen Längen der Seile richtig zusammen passen. Man kann in dem moment schon nicht mehr mit einer einfachen Regelung arbeiten, sondern muss das dynamisch zur Laufzeit anpassen. Neben der schwierigeren Steuerung sind das alles Dinge die wieder zusätzlich ausfallen können. Zwei Fäden hindern ein Flugzeug auch nicht daran hin und her zu schaukeln und so weiter. Entweder mindestens drei Fäden oder einer; aber zwei, das ist irgendwie nix halbes und nix ganzes.
Oder anders ausgedrückt: Der Knackpunkt, der Clou ist ja gerade, wenn das Flugzeug sozusagen so frei wie nur irgendwie möglich schwebt. Und zufällig passt das hervorragend zusammen mit der objektiven Tatsache, dass bei nur einer Schnur das ganze System sich auch wesentlich vereinfacht.
übrigens, wie soll den der Arm getarnt werden?
Ich denke mir, dass der Arm in der Normalposition so steht, dass er sich selbst mit einem Stück Rasen abdeckt und zum Arbeiten sich aus dieser tiefstgelegten Position erhebt.
Ich fände es im übrigen auch gar nicht so schlimm, wenn man das anbringen des Fadens beobachten kann, im Gegenteil, ich wäre fasziniert und würde bestimmt etliche male nur dort stehen um genau das zu beobachten. Der Rest der Besucher wäre überrascht, wenn da plötzlich aus dem Rasen ein Roboterarm kommt. Man braucht ja im übrigen 4 Arme: zwei auf dem Rollfeld und zwei oben jeweils zum an- und abnehmen der Schnur. Wie gesagt ich wäre fasziniert und ich denke ein guter Teil der Forumanen auch und der Rest zumindest überrascht.
@Datterich: Hangar wäre auch nicht schlecht, aber der Weg über das Flugfeld ist meiner Meinung nach zu weit.