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Verfasst: Montag 24. März 2003, 11:18
von Gast
Wenn man voraussetzt, daß von der Seite der Hersteller nicht nur dieses Forum, sondern auch die anderen im MoBa - Bereich existierenden (und zahlreich frequentierten) Foren beobachtet werdden, muß man sich überlegen, welcher Eindruck denn insgeamt entsteht:
Hier im MiWuLa Forum werden Diskussionen weitgehend sachlich, nicht ohne Humor und auf partnerschaftlicher Ebene geführt.
Für einen Scout der Industrie tun sich in den anderen Foren jedoch sämtliche Abgründe der Modellbahnerseele auf und es präsentieren sich unzählige gehirnamputierte Deppen, Oberlehrer und Leute mit fundiertem Halbwissen, die Andere mit Genuß zur Schnecke machen. **
Was schließt der Beobachter (der wahrscheinlich selbst kein Hobby-Eisnebahner ist) daraus: Die Mehrzahl unserer noch immer solventen Kundschaft kann unserer Marktpolitik keine vernünftigen Argumente entgegenbringen und daher ist der Einstieg in eine Diskussion oder eine Selbstbefragung reine Zeitverschwendung. Mit Unmündigen debattiert man schließlich nicht !
** Nachsatz: Warum passiert das überhaupt? Ich denke, hier zeigt sich die tiefsitzende Frustration in einer Gesellschaft, wo die Bäume nicht mehr in den Himmel wachsen und man sich plötzlich nicht mehr alles leisten kann. Da müssen manche Dampf ablassen - und zwar im Schutze einer gewissen Anonymität, welche die Foren bieten. Aber warum muss man Mitmenschen, welche das selbe Hobby haben, als Idioten abkanzeln, nur weil sie erst am Anfang stehen oder bisher nicht die Möglichkeit hatten, so viel Wissen über das breite Spektrum dieses tollen Hobbys in Erfahrung zu bringen ?
Doch das wäre eigentlcih ein neuer Thread...
Was meint Ihr ??
MS
Verfasst: Dienstag 25. März 2003, 00:53
von Stefan W.
Gräbt sich die Modellbahnindustrie das Wasser ab, das ist die oft gestellte, und von niemanden bisher beantwortete Frage.
Der Großteil der Modellbahner würde wahrscheinlich "Ja" sagen.
Ich für meinen Teil sage "Nein das tut sie nicht".
Das ist für mich darin begründet, das sie dem Kunden (wie alle Konzerne ) nur das gibt was er will.
Der Modellbahner von heute wünscht sich Maßstabsgerechte Modelle die eine hervoragende Detaillierung mit robuster Technik und gutem Fahrverhalten beinhalten.
Das wird ihm von allen großen, und vielen kleine gegeben.
Außerdem wünscht man sich günstige Modelle, bei denen man bereit ist Abstriche zu machen, sowohl in der Detailierung, als auch in der Technik.
Auch diesen Wunsch, erfüllen einige kleine Händler.
Die großen trauen sich das wohl nicht, denn der Schock in der Szene dürfte groß sein, wenn man so etwas täte.
Hier muß ich nochmal auf den Begriffs "Spiel- Modellbahner" zurückkommen.
Um die Begriffe zu klären dem Spielbahner geht es darum ,das seine Züge möglichst fahren, das drumherum ist ihm eher egal, auch das seine Züge nicht so detailiert sind, stört ihn nicht sonderlich, ebenso ist es egal welche Epoche etc.
Der Modellbahner stellt da höhere Ansprüche, seine Fahrzeuge sollten Detailiert sein, seine Streckenverläufe entsprechen oft einem Vorbild, oder orientieren sich daran, ihm ist es wichtig das möglichst alles was zur Anlage gehört, auch einen hohen Grad an Detailierung zu erkennen ist, eben das es dem Vorbild entspricht.
Von dieser Spezies gibt es dann noch die Steigerung, der Nietenzähler, er nimmt sich jedes Modell nochmal einzeln vor supert es und legt Wert auf absolute Detailtreue, bei dieser Spezis trifft man häufig auch auf Fahrplandienst.
Wo sich nun wer einordnen will, bleibt jedem selbst überlassen.
Wenn man sich die Gruppen nun mal ansieht, so denke ich, dass die Zahlenmäßig größte Gruppe die Modellbahner sein dürften.
Spielbahner dürften sich mit den Nietenzählern die Waage halten.
Nun stellt sich für Unternehmen die Frage, welcher Kundenkreis ist der attraktivste ? am ehesten der Zahlenmäßig größte.
Das schlägt sich ja auch in der Modellentwicklung nieder.
Es hilft in meinen Augen nichts auf billige Modelle zu pochen (übrigens gibt es von Märklin immer noch das HOBBY-Programm, nur nicht mehr unter dem Namen PRIMEX) denn wie ich schon sagte, wenn die Hersteller nun auf breiter Front wieder zur Qualität der 80er zurückehren würden, dann würde wahrscheinlich nicht nur ich aus dem Hobby wieder aussteigen.
Moba ist ganz und garnicht die Massenproduktion, als die wir sie vielleicht gerne sehen würden, selbst die großen Firmen sind alles nur Mittelständische Unternehmen, und denen geht Leidergottes schnell die Luft aus.
Was die Diskussion im Internet selbst angeht, so ist es in der Tat so, das man nur selten eine vernüftige Diskussion führen kann.
Zum einen ist die "Gegenseite" manches mal nicht in der Lage sich vernüftigt zu artikulieren.
Oder wie im Fall der Modellbahn, hat es den Anschein, das Jederman ein Spezialist auf dem Gebiet ist, und seinen Senf dazutun muß.
Das hat aber sicherlich damit zu tun, das die Moba ein Hobby ist, und bei seinem Hobby weiß jeder bestens Bescheid (oder meint es besser zu Wissen).
Abschließendes
Verfasst: Dienstag 25. März 2003, 08:26
von Kruno Schmidt
@ Stefan W.
Ich gebe Dir uneingeschränkt recht, wenn Du behauptest, dass wir nicht alle Arten von Modellbahnern über einen „Kamm scheren“ können. Aber das war auch nicht mein Ansatz.
Ich möchte die Spezies Modellbahner in drei Gruppen einteilen (jedenfalls habe ich diese Gruppen bisher kennen gelernt):
- Zum ersten sind es, wie Du so schön sagst, die Nietenzähler, denen es in erster Linie um Perfektion geht. Zu denen gehört sich auch die Gruppe der Vitrinensammler, die sich einfach nur an dem Modell als solchem erfreuen. So wie ich persönlich diese Menschen kenngelernt habe, handelt es sich hier häufig um Egozentriker, die meist über ein gutes Einkommen verfügen und sich Ihr Hobby sehr viel kosten lassen. Sicherlich ist das für die Industrie eine sehr interessante Gruppe, die aber trotzdem zahlenmäßig nicht an erster Stelle stehen dürfte.
- Zweitens sind da die klassischen „Spielbahner“ mit den vielfältigsten Ansprüchen an ihr Hobby. Die einen basteln einfach nur gern, die anderen erfüllen sich endlich Kindheitsträume und wieder andere sind einfach gesellige Menschen, die in diesem Hobby eine Möglichkeit gefunden haben, sich mit anderen Gleichgesinnten zusammen zu tun um so ihre Freizeit sinnvoll zu verbringen. Das dürfte die zahlenmäßig größte Gruppe sein, die jedoch vom Einkommen pro Person her, nicht überwiegend zu den Spitzenverdienern gehören dürften. Gerade in dieser Gruppe finden wir sehr viele Menschen, für die ihr Hobby sehr wichtig ist und sogar ein wenig Lebensinhalt ist – ich denke hier in erster Linie an Menschen, die aus dem Berufsleben ausgeschieden sind. Und wir alle wissen, wie es mit den finanziellen Möglichkeiten gerade dieser Gruppe, zu der wir irgendwann alle einmal gehören werden, aussieht.
- Die letzte Gruppe ist für mich die der „Suchenden“ bzw. Hobbyeinsteiger. Gerade diese Gruppe hat es am schwersten, da sie sich gerne mit einem derartigen Hobby auseinandersetzen möchte, aber nicht weiß wie. Diese Leute wissen noch nicht, dass man bei Modellbahnbörsen sich einen relativ günstigen Einstieg verschaffen kann, aber sie werden andererseits von den maßlosen Preisen des „Fachhandels“ verschreckt. Viele dieser Gruppe, zu der natürlich auch Kinder und Jugendliche gehören, würden sich gerne eine Modellbahn anschaffen, doch es fehlt nach der ersten relativ günstigen Startpackung eine weiterhin bezahlbare Perspektive.
In den letzten beiden Gruppen liegt das große Potential, das die Industrie jedoch mehr und mehr vernachlässigt. Hier kommt es nun einmal wirklich nicht auf das letzte Detail an, sondern auf den Freizeitwert.
Damit schließe ich für mich diesen Themenkomplex. Es gäbe hier noch viel zu sagen, aber ich habe mit Freude festgestellt, dass sich die Hersteller- und Preisdiskussion durch alle Themenbereiche dieses wirklich hervorragenden Forums zieht.
@ Alle
Gut finde ich in diesem Zusammenhang auch, dass sich die Qualität der einzelnen Beiträge in der letzten Zeit deutlich verbessert hat. Das halte ich für eine sehr positive Entwicklung, die zeigt – es besteht der Bedarf des Austauschs. Vielleicht verliert auch gerade dadurch der eine oder andere die Angst sich hinter Fantasienamen zu verstecken, denn es ist schon ein wenig komisch mit „Kerzenständer“ oder „Gurkenhobeln“ zu diskutieren. Das aber nur am Rande. Wir haben alle einen Namen und brauchen uns dem nicht zu schämen.
Beste Grüße
Kruno
exclusives Hobby
Verfasst: Dienstag 25. März 2003, 12:52
von Gast
Hallo Kruno!
Es ist schon spannend, die Beiträge der MiWuLa-Freunde zu diesem Thema zu lesen.
Ich gehöre auch zu denen, die seit Ihrer Kindheit mit dem Eisenbahn-Bazillus infiziert worden sind. Ich "erbte" von meinen großen Brüdern die Tenderlok (3000), zwei kleine Personenwagen (4000), einen Schienbus (3016) mit Beiwagen (4016?) und ein Gleisoval mit 2 handgesteuerten Weichen sowie einen alten Trafo.
Wenn ich mich zurückerinnere war das eigentlich ein Wahnsinns-Start, weil diese Dinge schon damals nicht billig waren.
In diversen Beiträgen war zu lesen, dass die Preise (bei Märklin) irrsinnig hoch seien. Klar - zugegeben - auch ich habe mich in den letzten Jahren bei der Bezahlung von bestimmten Modellen oft "auf den Hintern gesetzt" und mich gefragt, wer das denn noch überhaupt bezahlen kann.
Ich denke, ein Familienvater von mehreren Kindern - dazu noch evtl. Einzelverdiener - dürfte damit in der Regel überfordert sein. Schade - sehr schade eigentlich - denn nur durch den "Nachschub" von "frischem Blut" wird die Kundschaft auf Dauer lebendig gehalten.
Soweit die Fakten! Fakt ist aber auch, dass sich das Konsumverhalten (und somit auch das Spielverhalten) in den letzten Jahrzehnten rapide geändert hat. Bedenken wir bitte, dass die Menschen in den 50er oder 60er im Grunde viel bescheidener waren! Wer konnte sich denn schon damals einen regelmäßigen Urlaub (von Auslandsreisen ganz abgesehen) leisten?
Demgegenüber leben wir doch heute im Luxus: Autos, Farbfernseher, Video- und Stereoanlage, Digitalkamera, Computer, Markenklamotten usw. sind doch heute so verbreitet, dass es zur (angeblichen) "Normalität" gehört! Viele Menschen definieren sich doch heute nur noch durch ihren Habitus.
Natürlich - und ich will hier bestimmt nicht die Preispolitik von Märklin oder sonstwen rechtfertigen - ist das "Hobby Eisenbahn" ein sehr teures geworden. Aber - allen Unkenrufen zum Trotze - der Laden floriert auch weiterhin! Es gibt halt die Käuferschicht (und es sind mehr als man vielleicht meint), die bereit und auch willens sind, große Summen zu zahlen.
Ganz ehrlich - auch mich schmerzen die Preise und ich habe so manche Urlaubsreise für mein Hobby geopfert. Da die Zukunft unseres Hobbies letzten Endes in der Kombination zwischen Eisenbahn und Computer liegt, bin ich davon überzeugt, dass die Modelleisenbahnhersteller aufgrund des technischen Aufwandes ihre Preise auch weiterhin ansteigen lassen werden.
Modelleisenbahn - für mich ist die Modelleisenbahn das mit Abstand schönste Hobby; auch gerade für Kinder. Die nachfolgende Generation befasst sich aber lieber mit dem Computer - und der kostet doch wohl auch einiges - oder?
Warum schreit kaum einer auf, dass das EDV-Equipment so teuer ist - zumal die technische Halbwertzeit von solchen Geräten verschwindend gering ist?
Grüße an alle - Ludger
Sorry
Verfasst: Dienstag 25. März 2003, 13:00
von Ludger
Sorry - ich hatte nicht vor, meinen Beitrag anonym zu schreiben.
Ich war zwar eingeloggt - aber irgendwie klappte das wohl nicht ...
Gruß - Ludger
Verfasst: Dienstag 25. März 2003, 17:45
von Stefan W.
Wer von uns weiß schon was in den Chefetagen der Hersteller so vorgeht.
Aber mit Sicherheit weiß man dort was die Kunden so stört, denn heute erstellt selbst der Gemüsehändler um die Ecke eine Marktstudie, um zu erfahren was die Kunden wünschen.
Insofern habe ich da eigentlich keine Angst das einem der renomierten Großen die Puste ausgeht.
was den Einstieg ins Hobby angeht, so geht, oder ging, fast jeder Modellbahner den gleichen weg, eine Startpackung zu weihnachten oder zum Geburtstag als Einstieg.
Heute jedoch sehen die Hersteller sich ganz anderen Bedingungen, und ganz anderer Konkurenz ausgesetzt.
Wer würde seinen Kinder denn heute noch eine Startpackung schenken, ich jedenfalls nicht (wenn ich welche hätte

) wäre es doch viel zu Schade umn die Modelle.
ich denke die Hersteller verfolgen mit ihrer Marktpolitik folgende Strategie, man will die etwas älteren ansprechen, denn bei den jugendlichen ist nicht mehr soviel zu holen, denen fehlt meißt das interesse.
Ein weiteres Problem ist, das man sich heute leider gezwungen sieht, nur ein oder allerhöchstens zwei Hobbys ausüben zu können, denn es geht finanziell garnicht anders.
Viele entscheiden sich dann gegen die Modellbahn, denn der hängt immer noch der Ruf des "Spielzeuges" an, Modellbahner verstecken sich leider viel zu oft in ihrem Modellbahnzimmer, bei den andere Modellbauern ist das ganz anders, RC-Modellfans sieht man zum Beispiel aller Orten, da kommt auch niemand auf die Idee "Spielzeug" zu den Modellen zu sagen, bei der Modellbahn ist das irgendwie anders, vielleicht weil es früher nicht mehr als Spielzeug war.
Verfasst: Dienstag 25. März 2003, 18:07
von mobahner1
Mann darf aber bei der ganzen Sache nicht vergessen, das die heranführung der Jugendlichen in die Welt des Modellbaus und der Modelleisenbahn auch pädagogische Zwecke erfüllt. Die Kinder und Jugendlichen, vielleicht sogar auch der Papa, lernen "spielerisch" den Umgang mit Elektrizität / Elektronik. Erlangen Erfahrungen in Betriebliche Abläufe und nebenbei noch Handwerkliches Geschick. Auch wird ein gewisser Grad an Technikverstand vermittelt. Ich hab all mein Wissen über Modellbahnelektrik als Kind gelernt. Ich durfte bei meinem Vater an der MoBa helfen. Diese fuhr in den 80ern schon Vollautomatisch, nur durch Schalter und Relais. Und das bei einer Anlage von 12 x 6 Metern. Wie soll ich meinen Kind denn heute noch beibringen, wie eine Modellbahn und die Technik funktioniert, wenn man als Familienvater bei der Beschaffung von Material schon an seine Finanziellen Grenzen stößt?
Wieso haben denn die Kinder kein Interesse mehr an Modellbahnen und anderem Technischen Material? Ganz Einfach! Ein Computer oder Playstation wird einmal angeschafft. Die Spiele dazu werden sich schwarz beschafft, und da braucht nu wirklich keiner sagen das es nicht so wäre. Welche Folgekosten hat denn derjenige der sich einen Computer für die Kinder anschafft? Mal 5 oder 10 Euro für CD-Rohlinge und einen geringen Stromverbrauch. Wenn die Modellbahn auch wieder in einem "Taschengeld" Bereich liegt, würden die Kinder auch wieder eine Modellbahn kaufen. Wieso kostet ein gedeckter Güterwagen 39 Euro?? Nu kommt nicht mit Details. Da sind ja nu wirklich kaum Teile dran wo man den Preis rechtfertigen kann. Solche Waggon bekam man damals aber noch für ein Taschengeld. Fakt ist, das die Hersteller von Modellbahnen ihr Produkte für die Jugend unattraktiv machen. Man hat das doch bei Märklin an den Alpha-Artikeln gesehen. Diese sollten eigendlich den Modellbahnnachwuchs ansprechen. Und? Nix! Für den Anschaffungspreis war die Alpha-Bahn nicht auf dem Markt zu halten. Die Kinder und Eltern konnten sich die einfach nicht leisten.
Wenn ich eine Eisenbahn für Kinder mache, dann sollte die auch bezahlbar sein und nicht in Preisegefügen jenseits der 200 Euro für eine Startpackung.
Ich habe heute ein Schreiben an Märklin geschickt, mit der Bitte doch einmal "Ihre" Meinung zu dieser Diskussion abzugeben. Darin habe ich die Fakten dargelegt und um eine Erklärung gebeten. Mal sehen, welche Antwort kommt, wenn überhaupt eine kommt.
Verfasst: Dienstag 25. März 2003, 20:23
von Peter Heß
Ich bin beeindruckt! Dieser Thread hat ja wahrhaft literarische Ausmaße angenommen... Selten wurde ein Thema wohl mit solcher Inbrunst behandelt. Hochinteressant!
Verfasst: Mittwoch 26. März 2003, 08:13
von Gast
Hallo Mobahner1
Solltest Du wirklich eine Antwort von Märklin erhalten, würde mich diese brennend interessieren.
Vor allem interessiert mich die generelle Einstellung von Tante M zu diesem Thema. Dies sollte man ja aus einer Antwort herauslesen können, falls es nicht sogar Wort wörtlich drin steht.
Vielleicht kannst Du ja die eventuelle Antwort hier posten oder mir per Mail senden.
Greez
Torsten
Verfasst: Mittwoch 26. März 2003, 09:50
von Stefan W.
Ich gleube nicht das Märklin ein Lebenszeichen von sich gibt, bei einem Kleinserienhersteller erhält man vielleicht Antwort, aber nicht bei den großen Herstellern.
Die werden sicherlich mehrere Emails pro Woche mit dem selben Thema bekommen.
Nur wenn sie einem Antworten, dann müßten sie allen Antworten, und das kostet wieder Zeit und Geld, womöglich tritt es eine Lawine von Fragen los.
Das sich die großen Firmen nicht melden, kann man aber in alllen Branchen beobachten, nicht nur bei der Modelleisenbahn.
Technischer Support ja, aber Fragen zur Firmenpolitik, werden teils nicht mal auf Aktionärsverantstaltungen benatwortet, geschweigen denn Hinz und Kunz per Email.
versuchen kann man es ja, aber der Erfolg wird wohl leider Gottes ausbleiben, denn es müßte sich jemand finden, der die Zeit hat um solche Emaisl zu beantworten.
Verfasst: Mittwoch 26. März 2003, 11:27
von Gast
Stefan,
das stimmt genau. Sowohl mit Fa. M*, als auch mit DaimlerChrysler habe ich versucht, Verbindung aufzunehmen. Antwort: Fehlanzeige. In den Abteilungen für Öffentlichkeitsarbeit rutschen solche "Einzeltäter" wie wir einfach durch das "Fahndungsraster".
Bei Anfragen wegen Sponsoring (Bastelecke, Spielanlage) für Modellbahnausstellungen waren hingegen Kibri, Roco und Faller ausgesprochen entgegenkommend, doch auch hier mußte ich mir in einem Fall die Frage gefallen lassen, über welchen Fachhändler diese Ausstellung organisiert sei. Daß man als Vorsitzender eines Vereines auftritt, ist anscheinend nicht genug Legitimation. Trotzdem haben wir schließlich zusammen alles geklärt, wir sind diesen drei Firmen für die Unterstützung seit vielen Jahren sehr dankbar. So wird Nachwuchs aktiv gefördert !!
Martin Stierlen
Eisenbahnfreunde Freudenstadt e.V.
Verfasst: Mittwoch 26. März 2003, 15:33
von mobahner1
Hallo Stefan,
1.) Das Schreiben ging nicht per E-Mail raus sondern als Einschreiben mit Rückschein über die ganz normale Post!!
2.) Habe ich eine Offiziele Reparaturwerkstatt für Modellbahnartikel der Fa. Märklin und Gützold sowie in N für Roco und Minitrix. Und wenn ich Märklin schreibe, das sich 80% meiner Kundschaft über zu hohe Preise aufregen, wird da wohl schon noch was kommen.
3.) Arbeite ich seit 10 Jahren wegen der Werkstatt mit vielen Modellbahnfirmen zusammen. Die besten Erfahrungen habe ich jedoch mit Gützold und Auhagen gesammelt. Der Herr B. Gützold ist übrigens auch des öfteren auf meiner Webseite angetroffen worden, als ich mich noch fast Auschliesslich den Gleichstrommodellen gewidmet hatte.
Von der FA. Gützold, Auhagen und Piko werde ich mit Sicherheit eine Antwort bekommen, bei Märklin/Trix bin ich mir jedoch selbst nicht so Sicher.
Verfasst: Mittwoch 26. März 2003, 17:17
von Ludger
Hallo mobahner1,
ich bin der festen Überzeugung, dass Du von Märklin eine Antwort erhalten wirst. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass - sooft ich mich an das Haus Märklin gewendet habe - ich immer Antwort erhalten habe.
Wirklich wahr: Ich habe zu Hause diverse Antwortschreiben von Märklin - und keines davon könnte ich als "mal eben hingeschrieben" bezeichnen; unabhängig davon, ob ich die Schreiben von der Reparatur-, oder Verkaufsabteilung stammen.
Guten Gewissens kann ich sagen:
"Die Schwaben" waren bisher höchst kooperativ!
Grüsse

Ludger
Verfasst: Mittwoch 26. März 2003, 17:17
von martin
Na unter den Umständen könnte ja mal wirklich eine Antwort kommen.
Übrigens: früher gab es mal für Spur-Z einen extra mini-club-Verantwortlichen bei Märklin als ausgewiesenen Ansprechpartner. Damals fand tatsächlich noch ein Dialog statt. Habe selber mehrfach Kontakt gehabt und auf diverse Anfragen auch immer prompt eine Antwort bekommen. Dann kam der tolle (und kostenpflichtige) Märklin Insider Club ... Und seit dem habe ich als einfacher Kunde nie wieder eine Antwort erhalten.
Verfasst: Mittwoch 26. März 2003, 17:28
von Ludger
Hallo Martin!
Verstehe ich eigentlich nicht - ich bin doch auch nur ein "ganz normaler" Kunde. Bei mir gab's immer Antworten - oft rief man mich auch telefonisch zurück.
Gruss

Ludger
Verfasst: Mittwoch 26. März 2003, 18:21
von mobahner1
Naja, Wie man in den Wald schreit, so schallt es heraus. Wenn ich natürlich einen Brief in einem sehr aggressiven Ton schreibe, bekomm ich bestimmt keine Antwort.
Ich habe aber höfflichst auf die Reaktionen der Kunden hingewiesen, und das bei der Preisgestalltung und deren Hintergründen eine ,menge Aufholbedarf besteht.
Die Kunden wollen Schliesslich auch Wissen, warum sie soviel bezahlen müssen.
Verfasst: Mittwoch 26. März 2003, 22:36
von Stefan W.
Hallo
Womöglich bekommt man als Händler fundierte Aussagen von Märklin.
Ob man jedoch etwas damit anfangen, bleibt abzuwarten, ich wäre da skeptisch.
Wahrscheinlich kommt so eine Managergeschwafel, das man auch auf Aktionärsversammlungen immer zu hören bekommt.
Hauptsache keiner merkt das eigentlich garnichts konkretes gesagt wurde.
Ich will aber keinen davon abhalten sein Glück zu versuchen, nur ob es etwas bewegt wage ich zu bezweifeln.
In einem anderen Forum läuft gerade eine Diskussion zum Thema "entgleisende Loks auf altem Schienematerial"
Was da an Antworten kommt ist schon zum Haare raufen, wenn man danach geht, könnten die Preise locker nochmal um 70 % anziehen.
Sind doch einige dort der Meinung wenn das neue Supermodell nicht auf den alten Schiene läuft, soll man doch gefälligst die alten Schienen rausreißen und neue Einbauen.
Da kann ich nur sagen "Na heidewitzka", solche Leute haben noch deutlich saftigere Preise verdient.
Verfasst: Donnerstag 27. März 2003, 07:36
von Kruno Schmidt
Hallo
Nicht alle „Großen“ scheinen gleich zu reagieren bzw. nicht zu regieren. Wofür bieten Hersteller Email-Adressen wie z.B. technikfragen@....de an, wenn Fragen nicht beantwortet werden (oder es kommt nur der Verweis „Fachhändler aufsuchen“) oder gar keine Reaktion kommt.
Solch einen Link kann man sich schenken.
Andere dagegen, und hier haben sich unsere österreichischen Freunde mir gegenüber schon sehr häufig kooperativ gezeigt, reagieren relativ schnell und man bekommt vernünftige Antworten. Und ich denke wir können Roco doch durchaus zu den großen der Branche zählen.
Aber selbst in der „Service-Wüste“ Deutschland gibt es einige sehr positive Beispiele. So habe ich von Faller, Kibri und anderen sehr schnell Antwort auf meine Fragen bekommen.
Kleinere Unternehmen wie Piko, Auhagen oder auch Litfinski sind hier für mich die positivsten Beispiele, wie es laufen kann. Fragen werden umgehend, persönlich und engagiert beantwortet und das manchmal sogar noch am gleichen Tag. Ich denke auch bei diesen Herstellern ist die Zeit genau so knapp und teuer wie bei den großen der Branche – aber hier wird der Einzelne noch wirklich ernst genommen.
Sicher ist die Produktpalette dieser Hersteller nicht so umfangreich wie die der „Großen“, und das wird sie auch niemals werden, aber ist das in jedem Fall das Entscheidende?
Ich kaufe immer mehr Produkte dieser Hersteller, denn hier kann ich mir relativ sicher sein – da ist ein Ansprechpartner, der mich als Kunden ernst nimmt. Die Qualität die Piko heutzutage liefert, ist für mich über jeden Zweifel erhaben und ich habe hier wirklich noch die Möglichkeit zu entscheiden, ob ich ein teureres oder preiswertes Modell erwerben möchte. Sogar als reiner Wechselstromfahrer. Vielleicht wird es hier sogar mal einige günstige Epoche III Modelle geben. Ich denke, wir sollten diesen Herstellern auch von unserer Seite ruhig einmal einige Wünsche mitteilen.
Kruno
Verfasst: Donnerstag 27. März 2003, 09:22
von martin
mobahner1 hat geschrieben:Naja, Wie man in den Wald schreit, so schallt es heraus. Wenn ich natürlich einen Brief in einem sehr aggressiven Ton schreibe, bekomm ich bestimmt keine Antwort.
Mal gaaanz langsam, was willst du mir hiermit unterstellen? Ich habe den Stil meiner Anfragen mit Sicherheit nicht im Laufe der Jahre so verändert, dass dadurch irgendeine Änderung im Antwortsverhalten zu begründen wäre.
Verfasst: Donnerstag 27. März 2003, 16:28
von mobahner1
Hallo Martin,
Ich will dir garnix unterstellen. Ich wollte damit nur sagen, das wenn ich oder jemand anderer einen Brief in aggressiver Art schreibt, ich mit keiner oder einer dementsprechend ablehnenden Antwort rechnen muss. Das war verallgemeinert und nicht auf dich bezogen. Wenn es so wäre, haette ich dich Zitiert...
Wenn ich irgendetwas vonm einer Firma will, ob es bei PKWs ist oder sonstigem, muss ein Brief auch so formuliert sein, das der Empfänger sich nicht gleich Angegriffen fühlt. Wenn ich mir so manche Reklamationsschreiben aus der Firma meines Vaters ansehe, wundert es mich nicht, das die Leute keine Antwort bekommen, oder die Kulanz abgelehnt wird. Wenn Brief schon mit "Was haben sie mir da fürn Mist verkauft...." anfangen, brauchen sich die Absender auch nicht wundern...
ALso keine Panik, warst net damit gemeint
