Wie bereits an anderer Stelle angekündigt möchte ich kurz über den "Teppichbahning-Workshop" zum Thema "Variables und mobiles Brückensystem" berichten.
Da wir beim eigentlich TB-Event am WE zuvor nicht dazu gekommen waren, das Brückenpfeiler-System zu basteln, bin ich kurzerhand noch einmal mit einem gemieteten Auto zu Felix nach Lüdenscheid gefahren.
Manchmal doch ganz praktisch: Ein grosses, schnelles Auto:

Wenn man damit sogar noch Autogas für 0,68 EUR tanken kann, ist das schlechte Gewissen gleich nur noch halb so gross...

Direkt nach meiner Ankunft um 11.30 haben wir mit dem Einrichten der Werkstatt in der Garage begonnen.
Zunächst haben wir aus gehobelten Holzlatten (55 x 20 mm) vom Sperrmüll die Grundelemente für die Pfeiler zurecht gesägt.

Bis zu einer Höhe von 4,5 cm gibt es Pfeiler mit einer fixen Höhe im Abstand von 0,5 cm, ab 5 Zentimeter kommen versenkbare Gewindestangen zum Einsatz, um so variabel wie möglich zu bleiben.

Insgesamt haben wir jetzt ca. 150 Pfeiler, die für sechs Rampen, von 0 bis 10 Zentimeter über Boden, bei 20 cm Pfeilerabstand, mit einer Steigung von nur 2,5%, reichen.
Bei den Radien für die Trassenbretter haben wir uns zunächst am Märklin M- und C-Gleis orientiert:

Für das K-Gleis und die grossen Roco-Radien wird es nötig sein, noch einmal extra Trassenbretter anzufertigen.

Selbstverständlich wird beim Zuschnitt so effektiv wie möglich gearbeitet:

Gleich drei Hartfaserplatten (auch vom Sperrmüll) werden auf ein mal zu den gewünschten Trassenbretern zurecht gesägt.
Dabei wird, der späteren Übersichtlichkeit halber, jedes Element unmittelbar entsprechend beschriftet:

Zu späterer Stunde haben wir uns dann mit weniger lärmintensiven Tätigkeiten, wie dem Zusammenbau der Pfeiler, beschäftigt.

Zunächst wird der Pfeiler auf einem Grundplättchen mit Heisskleber befestigt.
Tackern hat sich hier nach einigen Versuchen als zu wenig haltbar und v.a. für die Zukunft als zu riskant erwiesen.
Auf die Unterseite der Grundplättchen wird dann wiederum mit Heisskleber ein passendes Stückchen einer Moosgummimatte aus dem Bastelladen aufgeklebt.

Der Heisskleber muss schnell verarbeitet werden...
Die weiche Moosgummiunterlage verhindert später jegliche ungewollte "Wanderung" der Pfeiler und sorgt für sicheren Stand.

Gummiunterlage verhindert unbeabsichtigtes Verrutschen der Pfeiler.
Nach einer ausgiebigen Nachtschicht konnte dann tags drauf der Aufbau einer kleinen Teststrecke in Angriff genommen werden.

Erwartungsgemäß passen nicht alle Teile sofort richtig zusammen, v.a. die Pfeiler mit den fixen Höhen bis 4,5 cm wollen manchmal nicht so recht mit ihren Holzstiften in die Löcher der Trassenbretter passen.

Trotz anfänglicher "Unpässlichkeiten" und zwischenzeitlicher Nacharbeiten hat Felix die Teststrecke innerhalb einer guten halben Stunde so aufbauen können.



Ohne Gleise erkennt man auch die Verbinder-Elemente zwischen den Trassenbrettern:

Kleine 2cm-Abschnitte des Kunststoffprofils, welches ursprünglich die Schrankrückwände zusammen halten sollte, dienen als sehr solide Verbindungselemente.
Abgebaut war das ganze dann mit zwei Leuten in weniger als 5 Minuten, was ja fürs Teppichbahning auch immer von entscheidender Bedeutung ist!

Kompakt verpackt: Ca. 150 Pfeiler, über 50 Trassenbretter, insg. 6 Rampen und einige "kleine" gerade Brücken in einer "Brötchenkiste"! (Gewicht ca. 5 Kg)

Zu verschenken haben wir nichts:

Der gesamte Verschnitt des Wochenendes passt bequem auf zwei bis drei Kehrschaufeln...

Ich hoffe der kleine Ausflug in die etwas andere Modellbauwelt hat gefallen und womöglich sogar die ein oder andere Anregung geliefert.
Zuletzt möchte ich mich noch bei Felix bedanken, der mal wieder ein super Gastgeber war und fast alle der Fotos in diesem Bericht hier gemacht hat! - DANKE - !
Flo
... der sich jetzt schon auf den ersten "echten" Einsatz des Systems freut!
Vielleicht demnächst hier in Kassel? --> Watch out... !