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 Betreff des Beitrags: Stellwerk Hamm - mit Sonderausstattung
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 29. Dezember 2016, 22:11 
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Wünsche, frohes Fest gehabt zu haben.

Mal wieder die Stammtischbrüder. Oder, bleiben wir fair, einer davon. Er hat den Bausatz „Stellwerk Hamm“ (kibri 39310) angeschafft, dazu den Bausatz „Stellwerkinneneinrichtung“ (FALLER 120118), weil bei „Hamm“ keine Gleisbildstellpulte vorgesehen sind. Dazu überreicht er mir noch je ein Paket LED_Hausbeleuchtung (FALLER + Viessmann). Denn er möchte die Stellpulte unbedingt von innen beleuchtet haben. Und er hat „keine Ahnung, wie man so was macht“. Ich hab es auch noch nie gemacht, aber zumindest habe ich eine Idee.
Um es gleich vorwegzunehmen: Die Fertig-Beleuchtungen habe ich nicht verwendet, diese sind, obwohl recht klein, für den Zweck doch zu unhandlich. Ich habe im Wesentlichen auf bedrahtete SMD-LEDs zurückgegriffen.
Erst mal aber wird beratschlagt:
„Also, wenn die Stellpulte beleuchtet sind, dann muss auch die große Uhr auf dem Balkon… und die Außenleuchten neben den Türen. Und das Ständerwerk schreit ja förmlich nach der Salzmethode…“

So in etwa entsteht dann ein Pflichtenheft:
1. Gebäude bauen / altern / anrosten
2. Stellpulte beleuchten
3. Uhr beleuchten
4. Außenleuchten beleuchten
5. Innenraum mit Deckenlicht beleuchten
6. Alle (2. – 5.) einzeln schaltbar

Das Modell soll dann mal auf einem Anlagen-Modul zum Einsatz kommen. Weitere Vorgaben zum Einbauort gibt es bisher nicht, so dass ich eine relativ universelle Spannungsversorgung wählen konnte. Auch die Schaltmöglichkeit bleibt frei gestaltbar.
Dann ans Werk. Das Bauen selber erklärt sich durch die Anleitung, wenn gealtert / gefärbt werden soll, dann möglichst, solange die Bauteile noch am Spritzling sind. Bei den zu erwartenden elektrischen Installationen sollte man sich allerdings rechtzeitig Gedanken machen, welche Bauschritte erledigt werden können und welche zugunsten der besseren Erreichbarkeit des Inneren besser auf später verschoben werden.

1.Gebäude altern
Mauerwerk: Alles erst mit ganz hellgrauer Farbe (dünnflüssig!) überstreichen und wieder abwischen. Das nimmt den Plastikglanz und in den Mauerfugen bleibt ein überzeugender „Mörtel“ zurück.
Das Dach wird komplett in Ziegelrot matt gestrichen, an einigen Stellen mit Pinselwasser (schwärzlich) nachgedunkelt. Auch kann man den einen oder anderen „reparierten“ Dachziegel in einer anderen Farbe hervorheben. Letztlich mit weiß granieren.
Das Natursteinmauerwerk wird eher dunkel lasiert, im unteren Bereich kommt etwas grün (Moos- und Algenbefall) zum Einsatz.
Holzteile (Fachwerk, Türen) mit grau-weiß übermalen und wieder abwischen. So kommt die Maserung im Fachwerk sehr schön zur Geltung.
Da der Innenraum eine Einrichtung erhalten soll, wird das Dach abnehmbar gelassen. Dafür aber bitte die Innenwände weißen.
Mitten auf der Bodenplatte des künftigen Dienstraumes erheben sich die Bauteil-Nummer und eine dicke Anguss-Nase. Beides abfräsen und glatt schleifen. Der Fußbodenbelag aus bedruckter Pappe wird mit UHU hart verklebt.

2.An die Standplätze der Stellpulte kleben wir Sperrholzplättchen (2,8 mm dick), die exakt dem Innenmaß der Pulte entsprechen. Diese sitzen dann „auf Klemm“, bleiben also abnehmbar für eventuelle Nach- und Reparaturarbeiten. Auch hier nehmen wir UHU hart, ebenso später für das Ankleben der SMD-LEDs.
Ein übriges Pass-Plättchen kleben wir auf ein größeres Stück Sperrholz, das wir dann mit Pratzen auf den Kreuztisch der Fräseinrichtung niederspannen. Darauf stecken wir nacheinander die Pulte. Mit einem 0,8-mm-Zahnarztfräser können wir nun sehr sauber, schnurgerade und schön parallel Schlitze in die Deckplatten der Pulte fräsen. Dazu noch das eine oder andere Loch, das dann später als „Kontrollleuchte“ durchscheinen wird.
Am Ende werden die Pulte oben mit weißem Papier beklebt und das Gleisbild in rot und gelb mit einem FineLiner nachgezogen. Kontrollleuchten nicht vergessen.
In die 5 Plättchen auf dem Fußboden bohren wir je 2 Löcher für die Anschlussdrähte. Jetzt können wir auch die LEDs aufkleben (UHU hart).
Dateianhang:
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Die Konstruktion des Reiter-Stellwerks „Hamm“ stellt einen frei tragenden Blechrahmen dar (komplett mit Querverstrebungen und X-Bändern). Darauf liegen einige Kanthölzer / Balken und darauf der eigentliche Fußboden aus Brettern. Wir stehen nun vor der Aufgabe, 3 Leitungen dort einzubringen: 1 für die Pulte, 1 für die Uhr und 1 gemeinsamen Minus-Leiter.

Der Minus-Leiter aus blankem Kupferdraht wird am äußeren Ende (also unter dem Balkon) provisorisch angerödelt. In das letzte Kantholz kommt eine Querbohrung, durch die dieser Draht gesteckt wird. Von da ab bis zum gemauerten Turm am anderen Ende der Brücke schmiegen wir den Draht sorgfältig um jedes weitere Kantholz und fixieren in hier und da mit einem Tröpfchen Sekundenkleber (LOCTITE 401). Pinzette und kleiner Schraubendreher tun bei dieser Arbeit gute Dienste.
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Die Minus-Drähte der LEDs können jetzt direkt angelötet werden. Aber schnell und heiß, so dass der Kunststoff keine Zeit hat, sich auf seine Thermoplastizität zu besinnen. Ich hatte die Lötstation auf 400° C eingestellt. Verformungen hielten sich in Grenzen.
Nach dem Löten kann die Unterseite noch in schmutzig-rußig-braun-schwarz grob gestrichen werden. An der Turmseite achten wir darauf, dass der Minus-Leiter an einer Stelle austritt, wo er den Zusammenbau von „Brücke“ und „Turm“ nicht behindert.
Die Plus-Leitungen (ebenfalls blanker Draht) verlegen wir im Blechrahmen. In jeden Querträger bohren wir 2 Löcher, knapp neben der Mitte. Der eine Draht endet in Höhe des letzten Stellpultes, der andere soll bis unter den Balkon reichen. Auch bei diesen beiden achten wir auf eine Möglichkeit, sie in den „Turm“ zu führen.
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3.Die Uhr.
Das Original-Bauteil ist ein Stück grau durchgefärbten Kunststoffes. Dieser „Lolli“ ist nur als Maßvorgabe zu gebrauchen. Da wir nicht über ein passendes Stück durchsichtigen Rundmaterials und nicht über eine Dreh- oder Drechselbank verfügen, müssen wir uns behelfen. Ein hinreichend großes Stück Makrolon (Plexi- oder Acrylglas ist sehr spröde und würde im folgenden sehr zum Splittern neigen) wird in der Mitte durchbohrt, und auf einen exakt zur Bohrung passenden Dorn gesteckt. (Egal ob Rundstahl, Nagel, Bolzen, Drahtstift, es muss nur genau zur Bohrung passen.) Auf dieser „Achse“ halten wir die Makrolon-Scherbe an eine Schleifmaschine, bis eine einigermaßen runde Sache daraus wird,. Feinarbeit mit der Feile.
Jetzt kommt der Dorn mitsamt der Scheibe senkrecht in den Schraubstock auf den Kreuztisch unter der Fräsmaschine. Ein Fräser mit flacher Stirn wird eingespannt und der Tiefenanschlag so eingestellt, dass der Fräser nur etwa 1 mm in die Scheibe eintauchen kann. Fahren wir nun mit dem Fräser nahe der Mitte in die Scheibe und drehen diese einmal um 360° um die Achse, so haben wir eine saubere, Kreisförmige Nut. Durch verstellen der Querzuführung des Kreuztisches erweitern wir die Nut soweit, bis von der Oberfläche der Scheibe nur ein hauchdünner Rand stehen bleibt. Scheibe wenden und dasselbe auf der Rückseite wiederholen, unsere Uhr ist zweiseitig!
Jetzt haben wir einen Uhr-Rohling mit rauer Oberfläche, was später die Lichtverteilung begünstigt. An einer Stelle müssen wir noch, passend zur verwendeten LED, eine Aussparung in den Rand fräsen. LED mit LOCTITE fixieren und dann den Rand und die Außenseite der LED komplett in Silber-Metallic lackieren, möglichst Licht-dicht. Danach Zifferblätter ausschneiden und einkleben (UHU Alleskleber).
Von dem ursrpünglichen Bauteil „Uhr“ sägen wir den Stiel ab und kleben ihn an die neue Uhr, Drähte rechts und links herunter führen und ebenfalls verkleben (LOCTITE, LOCTITE). Die Drähte verschwinden in zwei Löchlein in der Bodenplatte, unter der schon die beiden oben erwähnten Drahtleitungen Plus / Minus bereitliegen. Mast und Drähte noch schwarz malen.
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+++Forts. folgt+++

EDIT: Fehlerchen korr.

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Micha W. Muehr, Rösrath
Meine Bastelstunde gibt es auch auf YouTube.
Ich mach es lieber am Anfang exakt - und schluder später ein bisschen. Wenn ich schlampig anfange, krieg ich es am Ende nicht wieder genau.


Zuletzt geändert von HahNullMuehr am Donnerstag 29. Dezember 2016, 23:58, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk Hamm - mit Sonderausstattung
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 29. Dezember 2016, 22:42 
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+++Fortsetzung+++

Nochmal zum Punkt
1. Unterbau altern / rosten
Der eine oder andere erinnert sich vielleicht an die Salz-Methode, die ich einst an einem MENCK-Bagger und an einem Opel Kapitän erprobte. Hier nochmals kurz erklärt:
Alle „Metall“-Teile, in diesem Fall der Blechträger-Unterbau nebst Sichtblenden und das Ständerwerk werden zuerst vollständig mit Rostfarbe gestrichen.
Trocknen lassen.
Dann auf die Stellen, die später rostig erscheinen sollen, mit dem Finger etwas Wasser auftupfen und mit Salz bestreuen.
Wieder Trocknen lassen.
Jetzt alles komplett und deckend mit der Airbrush überziehen. (In Anlehnung an das „Kölner Brückengrün“, das in meiner Vaterstadt so beliebt ist, nahm ich auf 1 Pipette Weiß 1 Tropfen Türkisgrün.)
Nochmal: Trocknen lassen.
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Den Airbrush-Tank mit klarem Wasser füllen und einen geräumigen Kübel unterstellen. Druck auf etwa 3 bar einregeln. Mit dem Wasser und erhöhtem Druck die Salzkörner abwaschen bzw. auflösen. Wer will, kann das Ganze dann mit der leeren Airbrush noch trocken blasen. Ansonsten:
Trocknen lassen.
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Mit dem Pinsel nun noch stark verdünntes Grün („Algen“, „Grünspan“) und Schwarz („Ruß“) an ausgewählte Stellen bringen. Auch Staubfarben (Trockenpigmente) sind hilfreich.
Abschließend alle Klebeflächen wieder farbfrei machen (Cutter, Skalpell, Feile) und auch die Lötstellen an den beiden eingezogenen Leitungsdrähten müssen blank sein. Denn nun feiern der Blechträgerrahmen und der Stellwerksraum „Hochzeit“. Solange die Uhr noch nicht eingebaut ist, kann man das Ganze bequem umdrehen und an der Unterseite die Plus-Drähte der Stellpulte an den gemeinsamen Zuleiter löten. Ist die Uhr dann am Platz, legt man ein paar Distanzstücke unter, um die Uhr nicht wieder abzubrechen.
Wer nun Blankdraht verwendet hat, kann an jeder beliebigen Stelle löten, muss aber fein achtgeben, dass die die Drähte nichts berühren, was sie nicht sollen! Wer dagegen Lackdraht nahm, muss zusehen, dass er alle Lötstellen sorgfältig entlackt bekommt.

4. Außenlampen
Bausatzseitig sind vorgesehen: 2 Außentüren am „Turm“, daneben je eine Leuchte vom Typ „Weiße-vierkantige-Glashaube-mit-einer Glühbirne-drin“ (BRD, um 1960). Dargestellt werden diese durch massive Polystyrol-Klötzchen mit einem Pass-Nippel an der Rückseite, der in einem vorhandenen Loch in der Mauer kleben soll.
Ein Test mit Original-Bauteilen und einer LED, die hinter dem Loch angeklebt wurde (UHU hart) verlief NICHT ZUFRIEDENSTELLEND. Das Licht strahlt zwar quer ab, die Fläche der Lampe erscheint jedoch dunkel.
Mit einem Miniaturfräser werden die Lampenschalen ausgehöhlt, die etwas wuchtigen Ränder werden auf ein ästhetisch vertretbares Maß heruntergefeilt. Jetzt leuchten die Lampen, wie sie sollen!
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Zum Vergleich: Oben die massive Lampenschale, unten die ausgehöhlte. Ankleben mit FALLER Super-Expert.

6. Jetzt geht es an die Elektrik.
Um den Kabelverhau übersichtlich zu gestalten, passen wir in den „Turm“ des Stellwerkes eine Experimentierplatine ein.
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Oben müssen die Ecken passend zum Dach etwas abgeschrägt werden.
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Im unteren Bereich konnten zwei Nuten in die Grundplatte des Gebäudes gefräst werden, in denen die Platine stramm sitzt. Oben wurden zwei Sperrholz-Restchen als Klammern eingepasst.
Da alle 4 Lichtströme (Außen- und Innenbeleuchtung, Stellpulte, Uhr) getrennt schaltbar sein sollen, wird zunächst in der Mitte ein 10-fach-Socket eingelötet. Der dazu passende, verdrehsichere Stecker wird mit etwa 1,5 Metern Flachbandkabel bestückt.
Auf die Platine kommt noch eine 2-polige Schraubklemme, deren einer Pol (zukünftig Plus) an die untere Reihe des 10-fach-Sockets gelegt wird, genauer an die ersten 4 Pins.
Die dazugehörigen oberen 4 Pins gehen jeweils an den mittleren Pol von 4 Trimmpotis (0 – 10 kΩ). Bei der verwendeten Bauart ist die Spindel-Schraube von oben (bei senkrecht stehender Platine) zugänglich, so dass man bei abgenommenem Dach die einzelnen Widerstände bequem einregeln kann.
Die unteren Pins der 4 Potis werden mit
V,N Vorder-, Neben-Eingang
O Oberlicht
P – T Stellpulte und
U Uhr
verbunden. Mit einem feinen Alles-Schreiber können die Potis auch gleich markiert werden.
Dateianhang:
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Vom Minus-Pol der Schraubklemme legen wir einen Draht quer über die Platine, so dass wir ihn später vom Stellwerksraum aus zu Anlöten der Leitungen gut erreichen können.
Die Anordnung mit dem 10-fach-Stecker erlaubt, die Schalter nachträglich ganz anders als in der folgend beschriebenen Art einzubauen. Auch kann an der Schraubklemme eine andere Spannungsquelle als das von mir eingesetzte 9-Volt-Steckernetzteil angeschlossen werden.
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Schaltplan_Hamm.jpg [ 85.03 KiB | 434-mal betrachtet ]

Die „Fernsteuerung“ (am anderen Ende des Flachbandkabels) ist denkbar einfach: Die Adernpaare 1-2; 3-4; 5-6; 7-8 werden an einfache Kippschalter gelötet. Mangels anderer Vorgaben baute ich für die Schalter ein Sperrholz-Kästchen von etwa 5 x 5 x 10 cm. In die Rückseite wurde ein Schlitz als Kabeldurchlass gefräst. Die beiden freien Adern 9-10 bekamen einen dicken Knoten und dienen als Zugentlastung.
Als „Dach“ bekam das Kästchen ein Stück schwarz eloxiertes Alu-Profil, in das die Schalter eingesetzt wurden. Dazu kann man die „Ziele“ bei den Schaltern eingravieren (V,N; O; P-T; U), was sehr elegant silber auf schwarz erscheint. [Zu dumm, jetzt habe ich kein Bild von der eleganten Gravur...]
Nachdem nun auch die „Brücke“ mit dem „Turm“ verklebt sind (FALLER Expert) und Stellpulte, Uhr und Außenlampen korrekt an die Platine angeschlossen, bleibt uns noch die

5. Oberbeleuchtung im Stellwerksraum.
Dazu nahm ich einen Streifen LED-Waggon-Beleuchtung, der sich auf die benötigte Länge kürzen lässt und sozusagen selbsttragen ist. Da genügt dann ein Befestigungspunkt. Der detaillierten Inneneinrichtung wegen wurde der Strip außermittig angeklebt, zur besseren Ausleuchtung wegen wiederum mittels eines Sperrholzkeils leicht schräg (Heißkleber).
Den Durchblick vom Stellwerksraum auf die Lötseite der Platine empfand ich nun als störend. So wurde aus Sperrholz noch schnell eine Wand gezimmert und geweißt und eine Tür aus der Restekiste eingepasst.

Edit: Falsche Bebilderung korrigiert

+++Forts. folgt+++

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Micha W. Muehr, Rösrath
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Zuletzt geändert von HahNullMuehr am Donnerstag 2. März 2017, 02:39, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk Hamm - mit Sonderausstattung
 Beitrag Verfasst: Donnerstag 29. Dezember 2016, 23:01 
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+++Fortsetzung+++

Noch ein paar Worte zur Inneneinrichtung.
Dem verwendeten Bausatz „Stellwerkinneneinrichtung“ (FALLER 120118) liegen unter anderem auch Schreibtische und ein Schrank bei. Alles in sterilem weißlich bis grau. Ich hielt allerdings die 60er-Jahre-Holzoptik für angemessener. Die Unterkästen der Schreibtische werden zuerst in einem dunklen Holzbraun gestrichen, so auch der Korpus des Schrankes. Für Vorderseiten, Tischplatten und Schranktüren wählte ich Ocker. Der Pinsel wurde nach dem Braun nicht übertreiben sorgfältig ausgewaschen. Das Restbraun in den Haaren zieht dann im Ocker feine Schlieren, die einer Holzmaserung sehr nahe kommen. Ein paar lose Papiere (mit ganz spitzer Feder bekritzelt) vervollständigen den einen Schreibtisch.
Dateianhang:
Dateikommentar: Im Vordergrund: Die Spitze meines treuen (13 Jahre alten!) Rotmarder-Pinsels
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03_Schreibtisch.jpg [ 38.85 KiB | 676-mal betrachtet ]

Auf dem anderen steht eine Reihe Aktenordner:
Ein Leistchen (Sperrholzrest) von etwa 4 x 4 x 10 mm, oben und vorne weiß streichen. Rechts und links schwärzen. Mit schwarzem FineLiner die Trennlinien „zwischen den Ordnern“ oben aufmalen, vorne „Etiketten“ und „Grifflöcher“ herausarbeiten. Der eine oder andere Ordner darf auch bunt sein.
Dateianhang:
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Den von Haus aus neutral grauen Bürostühlen gönnte ich an Sitzfläche und Rückenlehne einen blauen Bezug. [Bild]
Die Handgriffe der altertümlichen Hebel-Bänke wurden teils rot (Signale), teils blau (Weichen) gestrichen.
Dateianhang:
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12_Raum_innen_b.jpg [ 65.68 KiB | 676-mal betrachtet ]


Und eins noch:
Der Bauplan sieht vor, die Tafeln „Hma“ direkt auf das Balkongeländer zu kleben, also Papier auf Gitter. DAS geht ja mal gar nicht. Am schwarzen Spritzling befinden sich einige Stücke mit den Bauteilenummern. Diese, flach geschmirgelt und entsprechend gestutzt, können sehr schöne Unter-Tafeln für die Schriften bilden.
Da ich vergessen hatte, den Bauherrn zu fragen, ob das Stellwerk denn auch „Hamm“ heißen solle, habe ich sicherheitshalber die Schrifttafeln „Hamm“ und 2 x „Hma“, also das Papier-Decal auf dem Kunststoff mit Pelikan Gummi angeklebt. Das lässt sich im Bedarfsfall rückstandslos wieder entfernen.

Abschließend noch die Liste der verwendeten Verbrauchsmaterialien.

Farben:
Revell AQUA COLOR (Acrylfarben, wasserverdünnbar)
Schmincke AERO COLOR (Acrylfarben für Airbrush, wasserverdünnbar)
FALLER Patina-Set (Trockenpigmente)

Kleber:
UHU hart
UHU Alleskleber
FALLER Expert
FALLER Super-Expert
Pelikan Gummi
LOCTITE 401 (Cyanacrylat)
Weißleim (nur für Holz-Holz-Verbindungen)

Fröhliches Nachbauen, und guten Rutsch!

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Micha W. Muehr, Rösrath
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 Betreff des Beitrags: Re: Stellwerk Hamm - mit Sonderausstattung
 Beitrag Verfasst: Freitag 24. Februar 2017, 17:46 
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Moinsen,

im Abschnitt 6. hatte ich noch bedauert, kein Bild der "Fernsteuerung" gemacht zu haben.
Mittlerweile ist ein anderes Projekt in Arbeit, aber die Technik wird ähnlich und auch da kommt ein Schaltpult aus schwarzem EloxAl zum Einsatz.
Wenn man das Material graviert, erscheinen die Buchstaben / Ziffern silbrig im schwarzen Grund.
Dateianhang:
LE_Schaltpult.jpg
LE_Schaltpult.jpg [ 49.44 KiB | 488-mal betrachtet ]

Gruß

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