Beleuchtungsproblem bei Trennstellen! Lösung?

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Mario_F

Beleuchtungsproblem bei Trennstellen! Lösung?

Beitrag von Mario_F » Freitag 28. Dezember 2007, 01:03

Hallo!

Ich habe ein kleines Problem mit meiner Lokbeleuchtung beim Überfahren von Trennstellen.

Und zwar habe ich aufgrund der Leistung meine Anlage in mehere Abschnitte aufgeteilt. Man soll ja lt. Märklin an den Trennstellen diese kleinen Trennwippen einbauen, damit der Schleifer der Lok oder der Wagen keine gleichzeitige Verbindung zwischen 2 Stromkreisen herstellen kann. Hab ich auch gemacht. Soweit so gut.

Jetzt ergibt sich dadurch aber ein Problem. Beim Überfahren dieser Trennwippen hängt der Schleifer ja kurzzeitig in der Luft, hat also keinen Kontakt zu einem der beiden Stromkreise. Das ist ja soweit ich das verstanden habe auch so gewollt. Was mich aber nervt ist, dass dann immer kurz die Beleuchtung der Loks ausgeht. Ist ja auch normal wenn kein Strom da ist... :D

Jetzt war meine Idee, einen Kondensator zwischen die Lichtausgänge des Decoders und das Lokchassis zu löten, um damit die "stromlose Zeit" zu überbrücken.
Könnte das funktionieren? Und wenn ja, was für einen Kondensator bräuchte ich dafür? Ich bin da leider nicht so bewandert...
Wäre toll, wenn mir jemand sagen kann welchen Kondensatortyp ich da genau brauche. Also Spannung, Strom, und Kapazität.

Für einen kurzen Moment hatte ich schon die Idee die Trennwippen wieder raus zu schmeissen, aber das werden wohl meine Zentrale und die Booster nicht lange mitmachen, oder? Dann hätte ich doch immer so eine Art Kurzschluss, wenn der Schleifer kurz 2 Stromkreise miteinander verbindet, oder nicht? Oder kann man die Wippen doch einfach weglassen, und einfach nur die Mittelleiter gegeneinander isolieren?

Vielen Dank schonmal!

EDIT
Grund: Totale Verwirrung... :cry:
Ich hab nochmal eben einen Blick in die Bedienungsanleitung meiner CU geworfen. Da steht, dass man nur die Mittelleiter gegeneinander isolieren muss. Von Trennwippen steht da nichts. Die Trennwippen werden nur bei gemischten Anlagen (digital und konventionell) erwähnt.
Brauch ich die ollen Wippen jetzt doch nicht, oder wie oder was???
Reicht es also doch, nur die Mittelleiter gegeneinander zu isolieren???
Jetzt weiss ich gar nicht mehr was Sache ist... :cry:
HILFE!!!!

EDIT2
Ich weiss nicht ob das wichtig ist, aber ich benutze folgende Gerätschaften:
1. CU 6021. Die ist nur für die Steuerung zuständig. Keine Fahrstromversorgung.
2. 3 Stück Delta Control 4f, die jeweils einen Stromkreis versorgen.

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kiruna
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Beitrag von kiruna » Samstag 29. Dezember 2007, 00:44

Wenn beide Gleisstücke an der Trennstelle von der gleichen Zentrale angesteuert werden, dann müssen beide Booster ein völlig gleiches Signal liefern. Daher dürfte ein kurzzeitiges Verbinden der getrennten Abschnitte eigentlich erlaubt sein. Daher kann die Wippe eigentlich entfallen. Ursprünglich war die Wippe dafür vorgesehen, um digitale und analoge Bahnabschnitte voneinander zu trennen.

Gruß, Thomas
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Mario_F

Beitrag von Mario_F » Samstag 29. Dezember 2007, 18:30

Hallo Thomas!

Danke für deine Antwort!
Ich werde das dann mal ohne Wippen testen.
In der Bedienungsanleitung der CU steht wie gesagt auch nichts von Trannwippen, wenn die ganze Anlage digital ist. Die werden nur bei gemischten Anlagen erwähnt. Und da meine CU keinen Gleisabschnitt mit Fahrstrom versorgt, sondern nur die Signale an die Deltas gibt, müsste das dann ja funktioneren.

Nero
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Beitrag von Nero » Samstag 29. Dezember 2007, 19:13

Hallo,

bitte kurz berichten wie es sich ohne die Wippen verhält.

Ich selbst benutze auch Delta`s als Booster, alle von einer gemeinsamen Zentrale angesteuert. Da ich aber bisher meinen "Fuhrpark" noch nicht so weit auf Digital umgebaut habe das ein 2. Delta notwendig wird hab ich bisher alles mit nur 1 Booster versorgt. Denke aber das ich spätestens Ende Januar damit nich mehr hinkomme.

Wenn da dann wirklich die Wippen nicht notwendig sind umso besser. Da bräuchte ich dann nur noch die Versorgungsleitungen umstöpseln und weiter gehts.

Vielen Dank schon im Voraus.

mfG
Uwe

Mario_F

Beitrag von Mario_F » Sonntag 30. Dezember 2007, 12:57

Hallo Uwe!

Ich werde dann auf jeden Fall berichten, ob´s läuft oder nicht.
Ich hab bis jetzt allerdings erst den Rohbau fertig.
Das Problem mit der Beleuchtung der Loks durch die Wippen, ist mir bei der Probefahrt aufgefallen.
Die richtige Verkabelung folgt dann Anfang Januar. Dann bau ich auch die Wippen wieder aus.

Ich melde mich dann ob alles läuft, oder ob ich ein oder mehrere Deltas damit gekillt habe...

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Beitrag von wzimmermann » Sonntag 30. Dezember 2007, 23:00

Hallo Kollege,
ich betreibe eine 2L-Anlage und da gibt es auch keine Wippen. Wie auch? Wie Thomas schon sagte, werden alle Booster gleichphasig von der Zentrale mit Signalen versorgt. Und darum darf es eigentlich nichts ausmachen, wenn beide Stromkreise kurz miteinander verbunden werden.
Die Idee mit den Kondensatoren ist mit Vorsicht zu genießen! Das könnte noch klappen bei LED's, aber man muss aufpassen, dass man mit den Kodensatoren nicht den Dekoderausgang überlastet. Denn ein Kondensator ist im ersten Moment leer und es fließt ein hoher Ladestrom, der dem Dekoder zuviel werden könnte.
Gruß
Wolfgang Z.

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Beitrag von kiruna » Montag 31. Dezember 2007, 01:28

Die Einspeisung der Fahrspannungen muß ja nicht unbedingt direkt links und rechts neben der Mittelleiter-Trennstelle liegen. Etwas weiter entfernt entsteht durch die Gleisübergänge ein minimaler Übergangswiderstand, der eine Spannungsdifferenz zwischen den beiden Boosterausgängen noch etwas abfedern würde.

Gruß, Thomas
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RainerS

Beitrag von RainerS » Montag 31. Dezember 2007, 08:55

Hallo,

ich habe die CU 6021 und drei Booster von Märklin und benutze keine Wippen.
Es gibt auch keine Probleme, wenn ein Zug von einem zum anderen Kreis fährt.

Wichtig ist nur das alle Trafos phasenrichtig in der 220V Steckdose stecken.
D.H. Wenn man bei beiden Trafos den rechten Anschluss miteinander verbindet, dann darf zwischen den beiden anderen Anschlüssen der Trafos nur eine sehr geringe Spannung anstehen ca. 1 Volt. Wird eine Spannung von 30 Volt und mehr gemessen, dann muss der 230 Volt Stecker eines Trafos gedreht werden. Ich betreibe die Trafos deshalb fest über eine Vierfachsteckdose und schalte die Vierfachleiste

Gruss und guten Rutsch
Rainer S.

Mario_F

Beitrag von Mario_F » Montag 31. Dezember 2007, 10:20

RainerS hat geschrieben: D.H. Wenn man bei beiden Trafos den rechten Anschluss miteinander verbindet, dann darf zwischen den beiden anderen Anschlüssen der Trafos nur eine sehr geringe Spannung anstehen ca. 1 Volt.
Wie? Was? Das hab ich jetzt nicht ganz verstanden.
Was phasenrichtig heisst, leuchtet mir ein, aber wie das jetzt genau messen kann ist mir irgendwie unklar. Meine Deltas werden über "stinknormale" Trafos versorgt. Also mit denen man "früher" analog gefahren ist.
Die haben ja die Anschlüsse "gelb", "rot" und "braun".
Rot ist ja egal. Den benutzt man ja gar nicht.

Was muss ich jetzt verbinden, und wo muss ich messen um sehen zu können, ob die Stecker richtig sind?

RainerS

Beitrag von RainerS » Montag 31. Dezember 2007, 16:06

Hallo,

dies bedeutet, die beiden braunen Kabel der Trafos miteinander verbinden. Dann zwischen den beiden gelben Kabeln messen, hier darf es keine bzw. nur eine geringe Spannungsdifferenz geben.

Ich hoffe dies ist nun verständlicher, es geht um die Trafos VOR der ControlUnit bzw. den Boostern.

Gruss
Rainer

Mario_F

Beitrag von Mario_F » Samstag 19. Januar 2008, 11:57

So, ich wollte mich ja melden, wenn ich alles verkabelt habe.
Hat zwar etwas länger gedauert als gedacht, aber jetzt isses fertig.

Ergebnis:
Keine Probleme ohne Trennwippen!
Die Zentrale gibt ihre Signale nur an die Deltas weiter, welche dann die einzelnen Bereiche versorgen. Die Zentrale selbst versorgt keinen Bereich mit Fahrspannung.

Ich habe extra mal eine Lok auf einer Trennstelle geparkt (soll man ja eigentlich nicht machen), so dass der Schleifer 2 Bereiche miteinander verbindet, aber auch dann treten keine Probleme auf.

Trennwippen sind also nicht nötig, wenn man die Deltas als Booster nutzt.

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HaNull
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Beitrag von HaNull » Samstag 19. Januar 2008, 21:04

Mario_F hat geschrieben:Trennwippen sind also nicht nötig, wenn man die Deltas als Booster nutzt.
Ich nutze DC 4f als Booster und habe auch keine Trennwippen zwischen den Boosterbereichen - aber an den Übergängen stelle ich keine Züge ab ...
Zwischen Zentrale und Boosterbereich habe ich Trennwippen eingebaut.

Hinweis zu Delta Control als Booster: hier werkelt ein Prozessor, der das Eingangssignal auch am Ausgang einstellt. Anders als bei analogen Boostern kann es kleine Zeitunterschiede beim Umschalten der Booster-Ausgänge geben.
Das wusste ich aber noch nicht, als ich meine Anlage eingerichtet habe - und da es funktioniert, habe ich hier auch keine Wippen drin.

Hinweis zu Boostern allgemein: Eine Trennwippe kann erforderlich sein, wenn unterschiedliche Booster/Zentralen gemischt werden.
Für die Kombination 6021 und 6017 sind keine Trennwippen erforderlich.
Die Ausgangsspannungen verschiedener Booster können sich durch unterschiedliche Schaltungen um mehrere Volt unterscheiden - hier würde ich im Zweifelsfall Trennwippen einbauen.
Beim Übergang Mobile Station / Booster würde ich immer eine Wippe einbauen.
Zum Übergang Central Station / Booster steht in der Anleitung: "Der Übergang zwischen dem Stromkreis der Central Station und den Stromkreisen der Booster muss zusätzlich mit einer Trennwippe ausgestattet werden (H0)."

Den Hinweis, im Digitalbetrieb alle Trafos phasengleich anzuschließen, habe ich schon mehrmals gelesen. Wer will, kann drauf achten - ich kümmere mich nicht drum (aber ich reibe auch keine Münzen am Fahrkartenautomat ...).
████████   Gruß aus NRW
████████   Thomas
████████   Multi-MISTler: 1. Siegburg (RSK) - 2. Köln rrh. - 3. Rheinbreitbach

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