Kapizität und Brückengleichrichter

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2-45-3

Kapizität und Brückengleichrichter

Beitrag von 2-45-3 » Mittwoch 4. Februar 2009, 14:18

Hallo Allerseits!!!

Ich wollte mal fragen, was für eine Kapazität ich hinter einen Brückengleichrichter setzen muss, um aus 16 V AC die 35 V DC wandeln kann...
Also...
AC 16V in den Brückengleichrichter, dann kapazität X hinter einen der Pole und dann 35 V DC am Ausgang???

Danke schonmal!

Gruß aus dem schattigen NRW

Jonathan

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mb-didi
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Beitrag von mb-didi » Mittwoch 4. Februar 2009, 14:50

Trotz eines Kondensators ist es bei 16V Eingangsspannung nicht möglich 35V zu zaubern.
Der Kondensator glättet lediglich die Gleichspannung am Brückengleichrichter.
Erklärungen im elektronik-kompendium

mfg
Didi
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2-45-3

Beitrag von 2-45-3 » Mittwoch 4. Februar 2009, 15:12

Danke schonmal.

Wenn ich einen Brückengleichrichter an den Lichtstrom eines Bahntrafos anschließe, erhalte ich spannungsspitzen von +35 V
Das sagt mir erstens die Logik, zweitens das Oszilloskop und drittens das Multimeter...
Nicht böse gemeint.

Es geht um den Anschluss eines PICs...Und der mag keine Spannungsspitzen...

Danke nochmal !

JSteam
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Beitrag von JSteam » Mittwoch 4. Februar 2009, 16:30

Das sagt mir erstens die Logik, zweitens das Oszilloskop und drittens das Multimeter...
Nicht böse gemeint.
Ist jetzt ebenfalls nicht böse gemeint: Wer misst misst Mist :wink:

Entweder du hast die 16V Wechselspannung nicht korrekt ermittelt oder die 35V pulsierende Spannung am Ausgang.

Eine 16V Wechselspannung in Sinusform hat eine Amplitude von 22,6V. Und von diesen 22,6V musst Du noch den Spannungsabfall am Brückengleichrichter abziehen. Da werden keine 35V daraus.
Viele Grüße
Jürgen

2-45-3

Beitrag von 2-45-3 » Mittwoch 4. Februar 2009, 17:07

Ja, hast ja recht=)

Also ihr alle beiden...

Ich habe mal gelernt..., dass der Brückengleichrichter die abgeschnittenen Bögen (die, die unterhalb der Nullinie liegen) quasi nach oben klappt, sodass eine Aquaduktform entsteht... So, und nun soll diese Aquaduktform mit Hilfe einer Kapazität ausgeglichen werden...

Sodass: Eingang 16V AC
Ausgang nach Gleichrichter und Kapazität am besten auch 16V DC

Gruß Jonathan

JSteam
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Beitrag von JSteam » Mittwoch 4. Februar 2009, 17:29

...nein, nur mit einem Brückengleichrichter klappt das nicht. 16V AC ergeben nach Gleichrichtung mit Glättung durch einen Kondensator ca. 21V. Wenn es 16V werden sollen, dann sollte eine Stabilisierung eingebaut werden (Spannungsregler Z-Diode etc.
Wie groß der Kondensator sein muss hängt immer vom Stromverbrauch ab. Da Du uns den nicht verraten hast, kann die Frage auch nicht beantwortet werden.
Viele Grüße
Jürgen

2-45-3

Beitrag von 2-45-3 » Mittwoch 4. Februar 2009, 17:44

Hehe, ja, das ist wohl wahr...

Der Stromverbrauch ist nicht so wirklich bekannt, da er immer unterschiedlich sein wird... Ich denke mal, maximal ca. 0,2 A...

Ich hatte mir das so vorgestellt, dass der Gleichrichter, wie beschrieben, aus der habierten Sinuswelle eine Art Spannungsviadukt wandelt, und diese Fehlstellen am Maximum durch die Kapazität ausgeglichen werden.

Gruß Jonathan

JSteam
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Beitrag von JSteam » Mittwoch 4. Februar 2009, 17:57

...
Ich hatte mir das so vorgestellt, dass der Gleichrichter, wie beschrieben, aus der habierten Sinuswelle eine Art Spannungsviadukt wandelt, und diese Fehlstellen am Maximum durch die Kapazität ausgeglichen werden.
Genau das passiert ja. Dadurch entsteht ja die Spannung von 21V

Lies doch mal folgendes (da stehen auch Hinweise zur Dimensionierung des Kondensators:


http://www.ferromel.de/tronic_4.htm
Viele Grüße
Jürgen

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Re: Kapizität und Brückengleichrichter

Beitrag von HaNull » Mittwoch 4. Februar 2009, 20:01

Hallo!
2-45-3 hat geschrieben:Ich wollte mal fragen, was für eine Kapazität ich hinter einen Brückengleichrichter setzen muss, um aus 16 V AC die 35 V DC wandeln kann...
Mit zwei Dioden und zwei Elkos kannst Du auf ca. 46 V DC kommen.
Mit Brückengleichrichter und einem Elko landest Du bei ca. 23 V DC.

Wieviel Volt brauchst Du eigentlich?
████████   Gruß aus NRW
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Re: Kapizität und Brückengleichrichter

Beitrag von mb-didi » Mittwoch 4. Februar 2009, 21:17

h-zero hat geschrieben:...
Mit zwei Dioden und zwei Elkos kannst Du auf ca. 46 V DC kommen.
...
Die Schaltung möchte ich gern mal sehen.

mfg
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Re: Kapizität und Brückengleichrichter

Beitrag von HaNull » Mittwoch 4. Februar 2009, 23:56

mb-didi hat geschrieben:
h-zero hat geschrieben:...
Mit zwei Dioden und zwei Elkos kannst Du auf ca. 46 V DC kommen.
...
Die Schaltung möchte ich gern mal sehen.
Ich kann so schlecht zeichnen ...

Einen Einweggleichrichter für die positive Halbwelle, einen für die negative Halbwelle - ergibt Masse, +23 V und -23 V und zusammen 46 Volt.
Man könnte dann noch mit je einem 78xx und 79xx die Spannung stabilisieren.

Edit:
Ich habe mal google bemüht:
Man nennt es "Delon-Schaltung":
http://de.wikipedia.org/wiki/Delon-Schaltung
Oder "Gegentakt-Verdoppler":
http://de.wikipedia.org/w/index.php?tit ... 0629092102
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Beitrag von funcar » Donnerstag 5. Februar 2009, 09:42

2-45-3 hat geschrieben: Es geht um den Anschluss eines PICs...Und der mag keine Spannungsspitzen...
Ein PIC verträgt maximal 5 Volt.
Ich würde einen Brückengleichrichter, einen 470uF/35Volt Elko, einen 78S05 als Spannungswandler um die 5 Volt zu erzeugen und an dessen Ausgang einen Tantalkondensator mit 4,7uF 10 Volt.
Dann hast du saubere 5 Volt.

Matze
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Beitrag von mobaghost » Donnerstag 5. Februar 2009, 09:47

Hallo,
da hatter recht der gute.....

Gruß Juergen
Besser jetzt, als nie !

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Beitrag von mb-didi » Donnerstag 5. Februar 2009, 19:21

mobaghost hat geschrieben:Hallo,
da hatter recht der gute.....

Gruß Juergen
Nun stellt sich aber die Frage wie stark die Glättung sein muß und wieviel Leistung gezogen werden sollen.
Leider geht bei dieser Schaltung die Glättung bei Belastung sehr schnell verloren. Zum Betrieb von IC`s etc ist diese Schaltung nicht geeignet.

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Beitrag von funcar » Freitag 6. Februar 2009, 13:48

Ich betreibe alle meine Schaltungen mit diesem Netzteil.
Bei den von mir gewählten Bauelementen ist die Spannung bis zu einem Stromverbrauch von 1 Ampere bei 5 Volt immer noch sauber.
Ab ca. 0,2 Ampere muß der 78S05 an einen Kühlkörper geschraubt werden.
Bei 1 Ampere muß der Kühlkörper schon ein größeres Teil sein.
Es werden ja mindestens 10-15 Watt verbraten.

Matze
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2-45-3

Beitrag von 2-45-3 » Montag 9. Februar 2009, 00:07

Halli Hallo mal wieder!

Ja, wir hatten das hier mal durchgerechnet...

Die gesamte Schaltung müsste am Ende maximal 40 Watt verbraten.. Da wäre ja schon fast ein Lüfter angebracht...

Aber lassen wir das mal...

Ich hab mich jetzt für ein paar kleine Schaltnetzteile entschieden, die die Aufgabe noch viel viel perfekter regeln=)

Danke trotzdem

Gruß
Jonathan

heatpipefan

Beitrag von heatpipefan » Mittwoch 11. Februar 2009, 18:45

Hallihallo,

mit Brückengleichrichter und Elko ist das Problem nicht gelöst.

Man nimmt einfach ein möglichst gutes 5V-Netzteil für die Versorgung des PICs und verbindet dessen Masse mit der Masse der anderen Elektronik.
Das ist sicherer und ggf. auch billiger als jede Bastelei.

Zum 78S05, der veträgt keine so hohe Eingangsspannung und auch keine Impulsspitzen, die ein Elko gar nicht sauber filtern kann.
Und Kühlung schützt schon 'mal gar nicht.

Der Elko dient nur zur Glättung, parallel dazu ein 1kOhm-Widerstand und ein impulsfester Kondensator.

Das nur als abschließende Ergänzung - bevor die Bude abraucht :roll:

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