Vorwiderstand berechnen ... nicht das normale!

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PatSte

Vorwiderstand berechnen ... nicht das normale!

Beitrag von PatSte » Sonntag 30. September 2007, 20:02

Hallo,

als e-Technik Anfänger benötige ich mal Eure Hilfe.

Ich bin momentan dabei mein neu erworbenes Model des Fahrgeschäfts Top Spin zu bauen. Damit das Modell auch wirkt, will ich es möglich stark beleuten ( 490 rote 0603er sind schon verbaut ).

Folgendes ist nun mein Problem. Ich habe bisher immer 7 LEDs in Reihe geschaltet und mit einem 200Ohm Vorwiderstand versehen. Auf diesen bin ich mit der schon öfters hier diskutierten Formel 15V - ( 7 * 2.1V )/0.002A gekommen. Bevor es jemand herausfindet, 150Ohm kommen natürlich bei dieser Formel heraus, aber ich hatte noch 200Ohm Widerstände da ...
Jetzt muß ich aber auch andere Ketten Parallel mit diesen 7er Ketten an meine Stromquelle anschließen. Momentan geht es um eine Kette aus 3 LEDs.
Wie berechne ich nun den Vorwiderstand, damit ich diese 3er Kette mit den anderen 7er Ketten parallel anschließen kann?

Ich hoffe meine Frage war verständlich beschrieben, wenn nicht versuche ich es gerne auch auf anderen Wegen ( Skizze? ).

Vielen Dank für Eure Hilfe

Gruß

Patrick

wzimmermann
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Beitrag von wzimmermann » Sonntag 30. September 2007, 20:18

Hallo Kollege,
der Vorwiderstand wird für jede Kette für sich berechnet! Die Siebnerkette kannst Du also außen vor lassen bei Deinen Betrachtungen. Die drei Led's bekommen einen Vorwiderstand nach der Formel: Uv-(3xUf)/0,02A Uv ist die Versorgungsspannung, Uf ist die Durchlassspannung der Led (U foreward) und 20mA sind 0,02A! Außer Du nimmst Low-Current-Led's, die sind wirklich für 2mA ausgelegt. Aber zu jeder Led gibt es diese beide Werte aus dem Katalog. Wenn Du mehrere Ketten parallel schaltest, dann musst die ab und zu den Gesamtstrom messen, damit Du Dein Netzteil nicht überlastest! Auch dürfen in einer Kette nur Led's einer Farbe (Uf) sein, also nicht mischen! Und noch was, es muss die Uv höher sein als die Anzahl mal die Durchlassspannung, sonst können die Led's nicht leuchten, auch klar! Diese Angaben gelten für eine Versorgung mit Gleichspannung.
Viel Spaß
Wolfgang Z.

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Harry
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Beitrag von Harry » Sonntag 30. September 2007, 20:33

Soweit korrekt:
Jede Kette erhält ihren eigenen Vorwiderstand und wird an das Netzteil geklemmt.

Nur hier ist etwas falsch:
wzimmermann hat geschrieben:... Auch dürfen in einer Kette nur Led's einer Farbe (Uf) sein, also nicht mischen!...
In einer Reihenschaltung darf man die LED-Farben beliebig mischen.

Was nicht geht: zwei LED verschiedener Farben direkt parallel schalten, z.B. rot und weiss. Es wird nur die rote leuchten. Bekommt jede dieser zwei LEDs ihren eigenen Vorwiderstand, kann man beide parallel an eine Spannungsquelle anschliessen und es werden beide leuchten.

Viele Grüße
Harry

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dodu313
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Beitrag von dodu313 » Montag 1. Oktober 2007, 06:00

Hier noch zwei Links zu Online-Berechnung:
Berechnung von ELKO
und
und noch eine
(gefällt mir persönlich besser)
cu 8)
DoDu313

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Beitrag von wzimmermann » Montag 1. Oktober 2007, 16:59

Hi Harry,
habe ich mich da so vertan? Also zwei verschiedene direkt parallel und dann erst einen Vorwiderstand - geht nicht! Ist klar weil die mit der kleineren Durchlassspannung der anderen die Spannung "wegnimmt".
Aber eine Kette mischen? Muss ich testen! Das wäre gut wenn das ginge, dennn dann könnte ich meine LED-Stripes doch mischen, damit ich das kalte Weiss evtl. mit ein paar gelben LED "aufwärmen" kann.
Gruß
Wolfgang Z.

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Beitrag von Mr. E-Light » Montag 1. Oktober 2007, 17:07

wzimmermann hat geschrieben:Hi Harry,
habe ich mich da so vertan? Also zwei verschiedene direkt parallel und dann erst einen Vorwiderstand - geht nicht!
Das hat Harry ohnehin nicht geschrieben, sondern was anderes:
Harry hat geschrieben:Jede Kette erhält ihren eigenen Vorwiderstand und wird an das Netzteil geklemmt.
wzimmermann hat geschrieben:Aber eine Kette mischen? Muss ich testen! Das wäre gut wenn das ginge, dennn dann könnte ich meine LED-Stripes doch mischen, damit ich das kalte Weiss evtl. mit ein paar gelben LED "aufwärmen" kann.
Geht problemlos! Mache ich auch, wenn mir aus Platzgründen eh keine andere Möglichkeit mehr bleibt (z.B. Scheinwerfer/Rücklicht bei meinen Zweirädern...)

Gruß

Ralf

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Beitrag von wzimmermann » Montag 1. Oktober 2007, 21:40

Hallo Ralf, Hallo Harry,
war eigentlich klar! Busch glaube ich hat schon seit Jahren so einen Weichnachtsbaum in HO bzw. so eine Gartenbeleuchtung im Programm. Das sind
auch nichts anderes als mehrere farbige Led's gemischt. Bei 20mA fällt dann halt an jeder Led ihre jeweilige Durchlassspannung ab. Die Berechnung ist auch klar.
Wie gesagt, muss ich noch für meine Roco TEE-Wagen, auf die ich noch warte, die richtige Mischung finden. Denn nur mit weissen Led's sieht nicht gut aus. Das habe ich bei den Silberlingen von Roco gemacht, da wirkt es gut.
Danke und Gruß
Wolfgang Z.

nesswell

Beitrag von nesswell » Samstag 28. Juni 2008, 18:23

hallo,

vielleicht hilft dir dieser online-Rechner: led-rechner.de

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Beitrag von butz » Samstag 28. Juni 2008, 19:15

wzimmermann hat geschrieben:Hallo Kollege,
Formel: Uv-(3xUf)/0,02A Uv ist die Versorgungsspannung
Muss es nicht heißen (Uv-3xUf)/0,02A?

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Beitrag von Maik Costard » Montag 30. Juni 2008, 19:15

Hallo Wolfgang, mit orangem Glühlampentauchlack kann man weiße LEDs in den gwünschten Farbton ummalen :wink: . Geht natürlich auch mit anderen Farben oder mit Schwarz(Edding) zum nachträglichen Dimmen.
Schönen Gruß
Maik
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Beitrag von günni » Dienstag 1. Juli 2008, 20:11

Moin Patrick,
schau Dir den Vorschlag mal an. Da kannst Du auch mehrere LED's in Reihe schalten.

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Beitrag von Mr. E-Light » Dienstag 1. Juli 2008, 21:29

Brückengleichrichter?
Könnte es daran liegen, dass meine Transistoren immer durchgebrannt sind, weil ich nur eine Diode zur Gleichrichtung genommen habe (wie mir aber zugesichert wurde, dass es auch ginge!)?

Gruß

Ralf

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Beitrag von claus » Mittwoch 2. Juli 2008, 00:38

Kommt auf die Art der Schaltung an. Ich kenne auch Funktionierende Schaltungen mit nur einer Diode als Halbwellengleichrichter.
Die Diode und der Transistor müssen aber die VSS der Wechselspannung als Sperrspannung aushalten.
IEnzelheiten kenne ich aber nciht. Ich nehme fast nur Fertige Schaltungen als Basis und als Transistoren habe ich eine Grössere Packung mit einem Typen die 40V bzw. 45 V aushalten. Damit hatte ich noch keine Probleme.
Als Dioden meißtens 400x.
Gruß
Claus

H0 überwiegend Märklin Analog, einzelne Digital MM und mfx, Etwas Gleichstrom Analog.

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Beitrag von Mr. E-Light » Mittwoch 2. Juli 2008, 13:45

claus hat geschrieben:Kommt auf die Art der Schaltung an.
Nun, die hat Günni ja oben beschrieben.

Zugegeben, meine Diode war immer eine N 4148 - rein aus Platzgründen.
Aber vielleicht bin ich auch einfach nur zu doof, solch einfache Sachen hinzubekommen (manchmal scheint es so zumindest... :roll: ). :lol: :lol:

Gruß

Ralf

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Beitrag von günni » Mittwoch 2. Juli 2008, 17:39

Moin Ralf,
da werde ich mit Dir noch mal ein kleines Seminar per Telefon machen. :D

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