Was heißt die Beschriftung?

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Martin D.
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Was heißt die Beschriftung?

Beitrag von Martin D. » Mittwoch 31. Dezember 2008, 00:08

Hallo

Ich habe hier eine Tüte mit 3 mm LED's liegen.
Da steht was drauf, aber ich kann damit nichts anfangen:
100
MR-25
8.2 K

Kann man daraus entnehmen mit welcher Spannung ich die LED's betreiben muss?

Schöne Grüße Martin
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martin
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Beitrag von martin » Mittwoch 31. Dezember 2008, 13:06

MR-25 8.2K ist eher die Bezeichnung für einen Metallschichtwiderstand mit 8.2 kOhm. Höchstwahrscheinlich hat jemand also einfach die LEDs in eine vorhandene andere Tüte gepackt ...

Welche Farbe haben die LED's? Übliche Spannungen sind ca. 3.5 V für weiß und blau sowie ca. 2 V für rot, gelb und grün.
Martin (der Z-Bahner) Moderator am Stammtisch und in den Foto-Foren

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Martin D.
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Beitrag von Martin D. » Freitag 2. Januar 2009, 23:51

Die Farben sind rot, grün und gelb.
Eine LED(rot) funktioniert mit einer normalen AA Batterie aber dia anderen nicht.
Batterie hat 1,5 Volt(im Neuzustand.)


Schöne Grüße Martin
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günni
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Beitrag von günni » Samstag 3. Januar 2009, 00:23

Moin,
gönne den LED's mehr Spannung UND einen Vorwiderstand!

Carlo

Beitrag von Carlo » Samstag 3. Januar 2009, 11:09

Etwas zum rechnen:
Wie Martin oben schon erwähnt hat haben LED´s verschiedene Spannungen. Was noch eine Rolle spielt ist die Stromaufnahme, die ist in den meisten Fällen 20mA, es gibt auch "Low Current LED´s", die brauchen nur 2mA.
So, mit diesen Werten kannst du den Vorwiderstand berechnen. Angenommen du hast eine Gleichspannung von 12V und eine Rote LED (2V). Das heisst du must 10 Volt "verbraten" um 2 Volt Übrig zu halten. Die Formel ist:
R=U:I (Widerstand=Spannung:Strom) R= 10/0,02 = 500 Ohm Den Gibt es mit dem Wert nicht, dann den nächst grösseren nehmen in dem Fall 560 Ohm, dann hält die LED länger. Du kannst auch 2 LED´s hintereinander schalten, dann brauchst du 4 Volt und musst 8 Volt verbraten.
8/0.02= 400 Ohm (es gibt 390 oder 470, 470 ist besser).
Bei Low Current LEDs halt durch 0,002 teilen.
Ich hoffe das hilft dir etwas weiter.
Carlo

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Martin D.
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Beitrag von Martin D. » Samstag 3. Januar 2009, 14:33

Danke für die erklärung.
Was ich aber noch nicht verstehe, gibt es nicht jede Zahl in Ohm als wiederstand?
Also zum Beispiel, wie von dir genannt, gibt es keinen 500 Ohm Wiederstand?
Die Zahl ist doch absolut grade, oder wird 500 Ohm nur selten gebraucht?


Schöne Grüße Martin

EDIT:

Gibt es eine Tabelle, auf der die Ringe eines Wiederstandes stehen und wie viel ohm der hat?
Mein Freund lötet nämlich immer Wiederstände aus kaputten Radios und so weiter aus.
Die kann man doch verwenden, oder?(angenommen sie haben die richtige Ohmzahl)
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Beitrag von Oysos » Samstag 3. Januar 2009, 15:04

Moin,

es gibt eine ganze Reihe von Widerstandswerten, aber nicht jeden, da fast nie wirklich 100%ig exakt der eine Widerstandswert benötigt wird. Außerdem hat jeder Widerstand eine Toleranz (bei den normalen 5% Abweichung), womit die Exaktheit wieder hinfällig wäre.

Das ganze System wird hier beschrieben. E12 und E24 sind die typischen Reihen.

Der Widerstandsfarbcode wird hier gezeigt.

Gruß
Hannes

Carlo

Beitrag von Carlo » Samstag 3. Januar 2009, 17:20

Wenn du ganz genau arbeiten möchtest dann gibt es auch Metallschichtwiderstände, die haben eine Fehlertoleranz von 1% und die gibts in kleineren Abständen:
499 Ohm anstelle von 500, oder 402 anstelle von 400 Ohm. Diese sind geringfügig teurer, bewegt sich aber alles im 10 ct Bereich.
Carlo

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Beitrag von Martin D. » Samstag 3. Januar 2009, 23:14

Ich hab da mal noch eine Frage:
Wenn ich dann zwei LED's in Reihe schalte, werden doch beide halb so hell als wenn es nur eine ist, oder?
Was ist denn, wenn ch die LED's parellel schalte?
Muss ich dann die Amperzahl(Milliamperzahl) verdoppeln, damit beide genug Strom kriegen?

Schöne Grüße Martin
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Beitrag von günni » Sonntag 4. Januar 2009, 00:21

Martin D. hat geschrieben:Wenn ich dann zwei LED's in Reihe schalte, werden doch beide halb so hell als wenn es nur eine ist,
Moin,
Vorwiderstand anpassen und schon ist es so hell wie vorher.

Carlo

Beitrag von Carlo » Sonntag 4. Januar 2009, 11:37

Martin D. hat geschrieben: Muss ich dann die Amperzahl(Milliamperzahl) verdoppeln, damit beide genug Strom kriegen?
Nein, aber: die Ströme jeder LED addieren sich, das heisst der Totalstrom deiner Schaltung wächst. Dann bekommst du das Problem dass die Leistung des Vorwiderstandes nicht reicht. Nochmal nachrechnen am o.g. Beispiel:
P (Leistung) = UxI 10x0.02 = 0,2Watt
Der kleinste Widerstand hat eine Leistung von 0,25Watt, das würde also passen.
Schaltest du jetzt eine 2. LED parallel dann verdoppelt sich der (Total-)Strom auf 0,04mA, dann die Leistung: 10x 0,04 = 0,4Watt. Da reicht der Widerstand schon nicht mehr und müsstest du den nächst grösseren (0,5 Watt) nehmen, der Kleinere wird heiß und irgendwann durchbrutzeln.

Jetzt hab ich dir das Ohmsche Gesetz schon weit erklärt..
:)
Schönen Sonntag im Schnee
Carlo

rauchzeichen

Verpolt?

Beitrag von rauchzeichen » Sonntag 4. Januar 2009, 13:43

Hallo,
Die Farben sind rot, grün und gelb.
Eine LED(rot) funktioniert mit einer normalen AA Batterie aber dia anderen nicht.
Batterie hat 1,5 Volt(im Neuzustand.)
Du hast aber schon dran gedacht, dass man beim Anschluss von Dioden an eine Batterie den Plus- und Minuspol der Diode beachten muss?


Schau mal bei Wikipedia unter "Diode" nach.

Grüße,

Rauchzeichen

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Beitrag von Martin D. » Dienstag 6. Januar 2009, 13:32

Danke für die Hilfe.
Jetzt leuchten sie. :idea:
Kann ich die LED's auch mit 2.4V Spannung betreiben, oder gehen die dann zu schnell kaputt?

Schöne Grüße Martin
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Carlo

Beitrag von Carlo » Dienstag 6. Januar 2009, 15:43

Deine LED´s haben eine Spannung von 2 Volt, 2,4 Volt ist eigentlich zuviel, da halten sie nicht so lange. Ich würde einen 22 Ohm Widerstand davorschalten (O,4V/0,02A = 20 Ohm). Wenn du mit den LED´s weitermachen willst, würde ich dir empfehlen bei CO....ein paar Widerstände zu kaufen, ist Pfennigware und du wirst sie brauchen.
Carlo

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Beitrag von mb-didi » Dienstag 6. Januar 2009, 19:22

Martin D. hat geschrieben:...
Kann ich die LED's auch mit 2.4V Spannung betreiben, oder gehen die dann zu schnell kaputt?

Schöne Grüße Martin
LED`s sollten grundsätzlich mit einem Widerstand zur Strombegrenzung betrieben werden. LED`s sind elektronische Bauteile, die ab einer bestimmten Spannung "durchschalten" und damit wird der widerstand schlagartig sehr klein. Wenn z.B. eine LED mit 1,2Volt und 20mA über einen Strommesser an eine Spannungsquelle mit einer regelbaren Spannung von 0-2Volt angeschlossen wird, kann man folgenden Versuch machen.
Spannung auf 0Volt. Stromanzeige 0mA.
Spannung langsam bis 1,2Volt hochregeln. Stromanzeige wird bei etwa 1Volt >0mA.
Bei 1,2Volt wird der Strom >20mA betragen.
Ergebnis: Die LED hat keinen festen Widerstand, sondern er beginnt bei fast unendlich und geht bei Durchbruch (dann leuchtet die LED) gegen 0!
Angegeben wird immer der zulässige Strom. Höhere Ströme zerstören die LED.

mfg
Didi
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt. (Albert Einstein,1879-1955)
Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selbst. Er gibt auch anderen eine Chance. (Winston Spencer Churchill,1874-1965)

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Beitrag von Dirk_A » Mittwoch 7. Januar 2009, 10:22

Moin Martin D,

jede LED muß mit einem Vorwiderstand betrieben werden. Für die Modellbahn sind die Widerstände >680 Ohm die besten. Ich verwende hauptsächlich Widerstände 1K Ohm bei Digitalbetrieb.
Grüße aus Dithmarschen
Dirk
Mitglied des MEC Vaale.

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