Hallo Kollegen,
ich nehme gerne zum Löten von Messingteilen eine kleine Flamme, die mit Feuerzeuggas betrieben wird.
Die Teile werden auf einer keramischen Lötunterlage gelegt, die hitzefest ist und die Wärme nicht ableitet. Die Teile werden vorher mechanisch gereinigt (Stahlwolle, Glasradierer etc.) und mit Flußmittel benetzt. Dann genügt es die Teile mit der Flamme zu erhitzen und ein kleines Stück Lötdraht da anzutippen. Das Zinn verläuft sofort und zieht in den Zwischenraum zwischen den Teilen. Man kann auch mit Lötpaste arbeiten. Wichtig ist nur, dass die Teile sauber sind und richtig ausgerichtet sind. Der Rest ist ein Klacks. Vorteil von der Flamme ist, dass man die Teile nicht berühren muss und so nichts verschieben kann.
Alternativ ist auch im Netz der Bau einer Widerstandslötstation beschrieben. Da wird über die Lötstelle kurzzeitig ein hoher Strom geschickt, der die angrenzenden Flächen erhitzt und so auch das Zinn fliessen lässt. Aber da ist mit der Aufwand zu groß. So oft löte ich nun auch nicht Messing.
Wichtig ist auch die Keramikplatte mit vielen kleinen Löchern. In die kann man Stahlnägel stecken und so die Teile fixieren und ausrichten. Außerdem brennt man sich nicht die Bude ab beim Löten.
Formann hat sowas im Angebot:
https://www.fohrmann.com/de/loetplatte-aus-keramik.html
Aber ich habe meine über ELV gekauft.
Aber auch hier macht die Übung den Meister!
Gruß
Wolfgang Z.