Moin Jungs (und Deerns),
ich kann DC nur beipflichten: Echtes Wasser auf der Anlage sieht wirklich nicht aus! Und faulen tut es auch. Einige amerikanische Kollegen der Dease Lake & Northern haben auf ihrer Modulanlage einen funktionierenden Trajektverkehr aufgebaut. Letzes Jahr in Sinsheim habe ich mich mal mit den Jungs unterhalten und herausgebracht, dass sie selbst für eine relativ kurze Ausstellung (in diesem Fall 3 Tage) ganz fürchterlich mit Chemie herumpanschen mußten, damit das Wasser nicht anfängt zu faulen. Wasser auf der Anlage läßt sich kostengünstig mit Acrylfarben und Hochglanz-Klarlack darstellen. Das geht so: Die Wasserfläche wird von innen nach außen mit den grünen, blauen und schwarzen Farbtönen gestrichen. Dabei sollte man nass in nass arbeiten, um fließende Übergänge zu erhalten. Zum Ufer hin wird das Wasser immer heller. Dadurch wird dem Auge Tiefe vorgetäuscht. Jetzt ist auch der Zeitpunkt, schwimmenden Müll "einzulagern". Der kann in die noch nasse Acrylfarbe eingedrückt werden. Nach dem gründlichen Trocknen der Farbe kommt der Klarlack ins Spiel: Alle Gewässerkanten sehr gut abdichten! Dann eine Schicht Klarlack eingießen (ca. 5 mm max.) und ein bis zwei Tage trocknen lassen. Meistens reicht eine Schicht aus. Nach einem Tag ist die Oberfläche noch ein wenig weich; eine gute Gelegenheit, mit einem in Klarlack getauchten Rundpinsel leichte Wellen "aufzustupfen". Dabei sollten die Pinselborsten nicht klatschnass, sondern nur eben feucht sein. Darauf achten, dass mit dem Pinsel immer in eine Richtung gearbeitet wird. Geht mal was daneben, etwas Verdünnung auf den Pinsel und alles glatt streichen; danach: neues Spiel. neues Glück.
Wer mit Gießharz arbeiten will:
Tut euch den Gefallen und laßt die Finger von Woodlands "Easy Water". Das sind Kunststoff-Pellets, die durch Erhitzen in einem Gefäß verflüssigt werden. Große Nachteile: Das Zeug härtet zu schnell aus und bildet dabei Spannungsrisse. Es verbindet sich sehr schlecht mit dem Untergrund (egal, welcher Art) und vergilbt sehr schnell. Fazit: rausgeschmissenes Geld (eigene Erfahrung). Das Realistic Water und die Water Effects sind hingegen sehr gut.
Dann gibt es noch Harze zum Eingießen von Objekten; ich glaube von der Firma Voss-Chemie. Durch das Mischungsverhältnis von Harz und Härter läßt sich dieses Zeug in der Oberflächenbeschaffenheit steuern. Je mehr Härter, desto eher bilden sich beim Aushärten leichte Rippel und Wellen. Mischungsverhältnis muß durch Testen ermittelt werden.
Alle Harze lassen sich mit Glasmal-Farben abtönen. Einfach die Farbe in das angerührte frische Harz langsam einrühren und dabei Luftblasen vermeiden. Dann ebenso langsam gießen; dabei nie die Wasserwaage ausser Acht lassen

, sonst

!!!
Just my 2 cents.
Erhard