Alkoholtests bei der Rhätischen Bahn
Chur. SDA/BaZ. Die Rhätische Bahn (RhB) hat am Montag letzter Woche das Betriebspersonal der
Bahnhöfe St. Moritz und Samedan einem Alkoholtest unterzogen. Die Eisenbahnergewerkschaft
protestiert, der Datenschutzbeauftragte hat Zweifel an der Zulässigkeit.
Laut RhB-Mediensprecher Peider Härtli hat die Direktion der RhB mit den Kontrollen von Montag
letzter Woche auf mehrfache Hinweise aus der Region und der eigenen Belegschaft reagiert.
Danach sollen Mitarbeiter der beiden grössten Bahnhöfe im Engadin wiederholt alkoholisiert
zum Dienst erschienen sein.
Die Tests, denen sich insgesamt 24 Angestellte unterziehen mussten und die ausnahmslos negativ
ausgefallen sind, seien angeordnet worden, «weil es um die Sicherheit geht», sagte Härtli zu einem
Bericht im Schweizer Radio DRS vom Dienstag. Er bestätigte, zwei Kaderleute hätten persönlich
das gerade im Dienst stehende Personal ins Röhrchen blasen lassen.
«Nicht haltbar»
Peter Peyer, Sekretär der Sektion Graubünden des Schweizerischen Eisenbahnerverbandes (SEV),
hätte gegen das Testen einzelner Mitarbeiter bei begründetem Verdacht nichts einzuwenden.
«Was aber nicht haltbar ist, sind flächendeckende Kontrollen», sagte Peyer gegenüber der
Nachrichtenagentur sda. Die Tests dürften zudem nur von medizinischem Fachpersonal
abgenommen werden.
Die Frage, wie solche Tests durchgeführt werden sollten, wolle die RhB mit dem SEV besprechen,
kündigte Härtli an. Er unterstrich, die RhB sei zu diesem Vorgehen verpflichtet gewesen,
da man Zweifel an der Sicherheit des Bahnbetriebs nicht einfach im Raum stehen lassen dürfe.
Dank der negativen Ergebnisse seien die Gerüchte nun ausgeräumt.
«Kaum legitim»
Einzelne Alkoholtests werde es auch künftig geben, sagte Härtli. Eine Notwendigkeit weiterer
flächendeckender Kontrollen bestehe nach dem rundum positiven Verlauf in Samedan und St. Moritz
in näherer Zukunft hingegen nicht.
Gemäss dem Eidg. Datenschutzbeauftragten sind Alkoholtests am Arbeitsplatz angebracht,
wenn bei einem Mitarbeiter ein gewisses Gefährdungspotenzial besteht, erklärte Sprecher Kosmas
Tsiraktsopulos gegenüber Radio DRS. Bei Stationspersonal seien Tests hingegen kaum legitim,
da diese Beschäftigten in der Regel mit ihrer Arbeit weder sich noch andere gefährdeten.
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Wer hatte da nochmal als Avatar die Räthische Bahn
