Moin,
ich zitiere mal einen Teil meines Posts aus
Nachdem MFM 2014:
Stefan mit F hat geschrieben:Die Rückfahrt von Travemünde hatte ich mir etas anders vorgestellt.
Plan: Mit dem Bus in 35 Minuten von Travemünde nach Lübeck ZOB. Dann mit dem Fernbus in 5 Stunden nach Münster Hbf und von dort mit dem Zug nach Hagen. Fernbusse sind nicht schlecht, wenn man WLAN nutzen möchte um keinen MFM-Folgepost im Forum zu verpassen. Und die 19 Euro Fahrporeis sind auch schwer zu unterbieten. Aber wenn der Bus mit 35 Minuten Verspätung abfährt, mit 105 Minuten Verspätung ankommt und man dadurch in Münster direkt zwei Anschlusszüge verpasst, kann mich auch ein als Wiedergutmachung kostenlos nutzbarer Heißgetränkeautomat nicht dazu verleiten, den Fernbus zukünftig nochmal als Mittel der Wahl anzusehen.
Dem Busfahrer, der zwischenzeitlich unter lauter Stress immer wieder per Smartphone mit der Leitstelle kommunizierte und sich sogar von einem Kollegen noch ein Brötchen bringen ließ, ist gewiss kein Vorwurf zu machen (mal von geringfügigen Ordnungswiedrigkeiten abgesehen)... problematisch ist einfach, eine Strecke wie z.B. Lübeck Hbf - Hamburg Hbf (planmäßig 60 Minuten, inklusive Ein- und Ausladen) in einer Zeit zurücklegen zu wollöen, die bei Baustellen und normalem Verkehrsaufkommen schon mit dem PKW eine sportliche Leistung gewesen wäre.
Ich bin den Fernbussen seitdem nur noch dankbar, dass sie die DB-Preise drücken, ohne sie selbst in Erwägung zu ziehen. Die irrwitzige Vorstellung, man könne eine effiziente, preisgünstige, zuverlässige und zugleich nachhaltige Deutsche Bahn "installieren", habe ich inzwischen aufgegeben. Die Konkurrenz belebt das Geschäft und das ist gut so, immerhin gibt es dadurch günstige Tickets für Frühbucher. Nachhaltig ist das nicht, weil Bestandskunden mit BahnCard von den vielen Sonderrabatten weniger profitieren als Gelegenheitsfahrer (wie ich). Am Service wird gespart wo es geht und der Preisdruck geht auch zu Lasten der Zuverlässigkeit. Das kann nicht nachhaltig sein, ebenso wenig wie die geringen Löhne der unzähligen Drittfirmen. Abhilfe: Abschaffung der Fernbusse per Gesetz (so wie es früher mal war) -> höhere Gewinne der Bahn, aber wieder Monopolstellung -> Teurer. Abhilfe: Vollständige Verstaatlichung -> faire Preispolitik und Löhne möglich, aber mit Effizienzverlust und Gefahr von Fehlinvestitionen.
Einzige denkbare Lösung: Freddy, Gerrit und Stephan als Bahnchefs.
Vorteile: Effizienter Privatkonzern mit Handlungsfreiheit, der jedoch nur in zweiter Hinsicht auf wirtschaftlichen Vorteil ausgerichtet ist. Neue Bauabschnitte in gesundem Tempo, kein Unfug wie Stuttgart 21, dabei aber immer größere Perfektion. Tagestickets pauschal für 13 Euro, BahnCard für 80 Euro (Kinder: 40 Euro). Bei Verspätungen kostenlose Getränke und im Sommer Eis. Eine Fangemeinde, die besonders aufwändige und nicht unbedingt notwendige Arbeiten (z.B. Kleben von Sonneblumen an alle Stationen

) erledigt und dafür mit Schokolade belohnt wird. So große Perfektion, dass Menschen aus der ganzen Welt nach Deutschland kommen, nur um einmal (oder mehrfach) mit der besten Bahn der Welt zu fahren. Barrierefreiheit überall. Aufstellung eins Weltrekords: 7 Tage ohne eine einzige Verspätung. Ein Brückenbauer, der keine einzige "Soda-Brücke" baut, sondern jede Brücke genau den Erfordernissen anpasst und dabei Rohstoffe verwendet die 100 Jahre halten. Olympische Spiele als zusätzliche Einnahmequelle unzähliger Fahrscheine. Mindestens 50% Rabatt bei allen Zulieferern, denn jeder Hersteller von Schienen, Weichen, Rollmaterial, Aufzügen u.v.m. weiß: Was bei der Deutschen Bahn verwendet wird, zeugt von Perfektion und ist die beste Werbung für internationale Bekanntheit. Nach einem guten Jahrzehnt fährt auch endlich der Tranbsrapid fahrplanmäßig. Zufriedenheit der Bahnkunden: 99,8%.
Wäre das nichts?
