SMD-LED - Allgemeine Fragen

Alles rund um Computertechnik, LEDs, und und und....
e-lok-fan

Beitrag von e-lok-fan » Donnerstag 27. März 2008, 16:45

ohje, das ist ja richtig kompliziert. jetzt auch noch irgendwelche dioden. entweder ich hole mir eben von irgendeinem elektor-fuzzy ne brückengleicrichter oder ich lass dieautos bisschen flimmern. :lol:
du wolltest doch auch deine fahrzeuge beleuchten oder? wann hast du denn vor das zu machen? :D
ansonsten vertrau ich sie dir mal schnell an, dann kannst du sie umrüsten mit allem drum und dran. :lol:
naja aber erstmal versuch ich mich dran, die normal zu beleuchten, dann kommen einsatzfahrzeuge dran und dann die kirmes. :lol:

achja und wenn ich mir nen gleichrichter kaufe muss ich da irgendwas beachten oder ist das egal?

Tomcat

Beitrag von Tomcat » Donnerstag 27. März 2008, 16:56

Du kannst es ja auch mit einem fertigen Gleichrichter probieren. Nur weiß ich da nicht wie man die anschließt. Aber ich denk auch nicht anders als bei dem der Marke Eigenbau.
Meine Fahrzeuge beleucht ich erst nach dem Abi. Dann hab ich Zeit. Bevor ich die aber beleuchte, mach ich meine Tankstelle fertig und eigentlich wollt ich auch die Landschaft davor fertig machen.

Grüßle Tomcat

Benutzeravatar
Oysos
Forumane
Beiträge: 793
Registriert: Samstag 4. August 2007, 11:43
Wohnort: Kiel

Beitrag von Oysos » Donnerstag 27. März 2008, 16:58

Moin,

LEDs solltest du nicht direkt an Wechselspannung anschließen.
LEDs (= light emmitting diode, Licht erzeugende Diode) sind Dioden, lassen den Strom also nur in eine Richtung passieren und sperren in die andere. (wie ein Fahrradreifenventil)
Normalerweise kein Problem, aber Leuchtdioden sind dadurch, dass sie auch noch Licht erzeugen, nicht besonders gut um sperren. Wenn man sie also falsch herum einbaut, gehen sie schnell kauputt. Und wenn man Wechselstrom verwendet, will der Strom dadurch ja 50 mal in der Sekunde in die "falsche" Richtung fließen, und das muss die LED dann sperren, was sie aber gar nicht gerne macht.
Außerdem wäre die LED dadurch 50 mal pro Sekunde für über 1/100 s (also > 50%/ der Zeit) dunkel.
Deshalb benutzt man Gleichrichter, die dafür sorgen, dass der Strom immer in die gleiche Richtung fließt.

Gruß
Hannes

e-lok-fan

Beitrag von e-lok-fan » Donnerstag 27. März 2008, 17:00

nee ich hab mal bei conrad geschaut und die haben zwei anschlüsse für wechselstrom und eben einen plus und einen minus, aber da gibt eseben tausend verschiedene und da wollte ich fragen, ob du vielleicht weiß, welchen man da nehmen könnte.

ah, hast also auch noch große projekte vor dir.
in welche klasse gehst du denn? ich bin gerade in der 12 und hab mir gedacht, dass man ja die osterferien damit verbringen könnte die fahrzeuge zu beleuchten.

Benutzeravatar
günni
Forumane
Beiträge: 21790
Registriert: Sonntag 19. Januar 2003, 11:00
Wohnort: Düsseldorf

Beitrag von günni » Donnerstag 27. März 2008, 17:33

Tomcat hat geschrieben:Du brauchst nicht unbedingt einen Wechselrichter.
Moin,
was hat denn da ein Wechselrichter zu suchen?

Ich rate Euch, Tomcat und e-lok-fan, dringend, daß Ihr Euch mit den Grundlagen der Elektronik vetraut macht. Den Link dazu hab ich hier schon gepostet.

Benutzeravatar
Oysos
Forumane
Beiträge: 793
Registriert: Samstag 4. August 2007, 11:43
Wohnort: Kiel

Beitrag von Oysos » Donnerstag 27. März 2008, 17:40

Moin,

ad günni: er hatte einen Knick im Denken, würde ich sagen...

ad rem: da du weder mit Spannungen im kV-Bereich noch mit Strömen jenseits der 50 Ampere arbeitest, würde ich sagen, ohne das Angebot von Conrad anzuschauen, dass der günstigste, einfachste und/oder kleinste Gleichrichter ausreichen dürfte.
(je nachdemm wieviel du damit machen willst, natürlich für ausreichend großen Strom dimensionieren...)

Gruß
Hannes

PS: brauchst dich nicht zu schämen, in Physik nicht aufgepasst zu haben, solche praktischen Anwendungen des Ohmschen Gesetzes werden in der Schule grundsätzlich nicht unterrichtet^^

e-lok-fan

Beitrag von e-lok-fan » Donnerstag 27. März 2008, 17:51

Oysos hat geschrieben:Moin,
ad rem: da du weder mit Spannungen im kV-Bereich noch mit Strömen jenseits der 50 Ampere arbeitest, würde ich sagen, ohne das Angebot von Conrad anzuschauen, dass der günstigste, einfachste und/oder kleinste Gleichrichter ausreichen dürfte.
(je nachdemm wieviel du damit machen willst, natürlich für ausreichend großen Strom dimensionieren...)
also das heißt, dass es eigentlich egal wäre, welchen gleichrichter ich nehme. könntest du mir da einen empfehlen?

und übrigends dankeschön für deine ausführliche erklärung. :D das hat mich wieder ein stückchen weiter zum ziel gebracht. :lol:

Tomcat

Beitrag von Tomcat » Donnerstag 27. März 2008, 18:04

Tag,
@ günni: Hab mich verschrieben. wollt Gleichrichter schreiben. Hab wahrscheinlich grad an unsere Solaranlage gedacht. Tut mir leid
@e-lok-fan: Bin in der 13. Und muss lernen. Schreib in einer Woche Abi.

Grüßle Tomcat

e-lok-fan

Beitrag von e-lok-fan » Donnerstag 27. März 2008, 18:12

@tomcat: na dann wünsch ich dir viel spaß beim lernen und danach kannste dich ja ganz deinen modellbau geschichten hingeben.

Benutzeravatar
Oysos
Forumane
Beiträge: 793
Registriert: Samstag 4. August 2007, 11:43
Wohnort: Kiel

Beitrag von Oysos » Donnerstag 27. März 2008, 18:28

Moin,

wie wärs mit B40C1500 (Conrad, 79 ct).
Gibts bei Reichelt auch für 17 ct.

Max 40 Volt, max 1,5 A (bei Conrad wohl 2 A)

@Tomcat: wieso erst jetzt Abi? unsere 13er sind schon lange fertig mit dem schriftlichen Teil.

Gruß
Hannes

e-lok-fan

Beitrag von e-lok-fan » Donnerstag 27. März 2008, 18:36

danke für deinen tipp Oysos, aber gibts nicht auch nen flacheren?
benutzt du die eigentlich auch? wenn ja, wo verbaust du die? unter die platte? oder direkt an deinen trafo?

und so wie ich deinem bild entnehmen kann, hast du auch bisschen ahnung von blinkelektronik bzw. lauflichtsteuerung oder? hast du da paar tipps? und muss man dabei auch was bestimmtes beachten, wenn man so etwas einbaut?

Tomcat

Beitrag von Tomcat » Donnerstag 27. März 2008, 18:41

Tag,
@Oysos: Ich glaub des kommt aufs Bundesland an. Ich komm aus BW.

Grüßle Tomcat

Benutzeravatar
Oysos
Forumane
Beiträge: 793
Registriert: Samstag 4. August 2007, 11:43
Wohnort: Kiel

Beitrag von Oysos » Freitag 28. März 2008, 08:18

Moin,

soweit ich das sehe, möchtest du Standmodelle beleuchten. Das hat schon mal den großen Vorteil, dass du viel Platz hast (nämlich unter der Platte).
D.h. du musst nicht anfangen, Mikrocontroller zu programmieren oder so etwas, sondern kannst richtig schöne Schaltungen auf Lochrasterplatinen löten, was auch gleich einen schönen Lerneffekt hat.

Der Gleichrichter ist höchstens 5 mm hoch, wenn es noch flacher sein muss, musste du schauen, ob du den in IC-Bauweise nimmst oder ob einen in SMD findest.

Ich habe so einen Gleichrichter benutzt wie ich dir genannt habe.
Wo man den einbaut? Kommt drauf an. Wenn du mehrere Schaltungen versorgen möchtest, ist es sinnvoll, eine eigene kleine Platine zu basteln, die die Wechselspannung aus deinem Märklintrafo gleichrichtet, glättet und regelt.
Da kannst du denn durch Bauteilwahl bestimmen, ob du am Ende z.B. 12 V oder 15 V haben möchtest.

Für ein Lauflicht eigenet sich z.B. ein IC namens 74164 oder 74LS164, Doppelblitze kann man mit zwei Timer-ICs NE555 bauen und Blinkschaltungen entweder mit zwei NE555 oder OpAmps (asynchron) oder mit einem NE555 oder einem Flip-Flop (astabiler Multivibrator) (Wechselblinker).
Für vieles gibs auch Schaltungen von Conrad, z.B. die LightComputer-Serie.

Gruß
Hannes

e-lok-fan

Beitrag von e-lok-fan » Freitag 28. März 2008, 11:57

hallo,

also ich hab noch eine frage zu dem gleichrichter und zur standbeleuchtung von den autos. und zwar wenn ich 16v von dem wechselstrom trafo einspeiße, kommen dann auch automatisch 16v gleichstrom raus oder verpufft da die leistung? dann müsste ich ja die widerstände praktisch wieder anders ausrechnen.
und wie muss ich die smd anschließen? plus an plus oder minus an plus? und wo muss der widerstad eingebaut werden? vor den pluspol der smd oder an den minuspol?
und schau mal würde der hier denn auch gehen? der sieht mir nämlich ziemlich flach aus. hier

Benutzeravatar
Oysos
Forumane
Beiträge: 793
Registriert: Samstag 4. August 2007, 11:43
Wohnort: Kiel

Beitrag von Oysos » Freitag 28. März 2008, 12:30

Moin,

erstmal vorneweg: dein Conrad-Link funktioniert nicht. Bitte hierlesen und verbessern.

Ok, ich erzähl dir jetzt mal ein paar Sachen, die du am besten nochmal hiernacharbeitest (und noch viel mehr, da Grundlagen anscheinend komplett fehlen).

Dein Märklintrafo liefert 16 V Wechselspannung (zumindest steht das drauf). Wechselspannung ändert sich aber mit der Zeit (sie heißt ja Wechselspannung), und zwar Sinusförmig, hat also nie einen konstanten Wert. Die 16 V sind nur ein Mittelwert, diese Wechselspannung entspricht nämlich von ihrer Leistung an einem Ohmschen Widerstand einer 16 V Gleichspannung.
Tatsächlich ist der Spitzenwert der 16 V Wechselspannung 16*Wurzel(2) V = 22,6 V. (warum? siehe hier)

Wenn du das gleichrichtest, führt das erstmal nur dazu, dass deine Sinuskurve nur noch im postiven Bereich ist, und der Spitzenwert ca. 1,4 V niedriger, da die Dioden im Gleichrichter je 0,7 V Spannungsabfall haben.

Diese pulsierende Gleichspannung, wie sie jetzt heißt, ist aber immer noch recht bescheiden, man muss sie also noch mit Kondensatoren glätten (dann hast du eine fast-Gleichspannung von (16 V - 1,4 V)*Wurzel(2) = 20,6 V, also ca. 20 V

Die kannst du denn noch mit einem wundervollen Bauteil namens 78XX auf eine gewünschte Spannung regeln. (Für XX die Spannung einsetzen, üblic z.B. 05, 12, 15)

Dann hast du klare und stabile Verhältnisse.

Bei LEDs Pluspol der LED an Plus und Minuspol der LED an Minus, wo der Widerstand ist, ist egal.

Gruß
Hannes
Zuletzt geändert von Oysos am Mittwoch 2. April 2008, 18:18, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
günni
Forumane
Beiträge: 21790
Registriert: Sonntag 19. Januar 2003, 11:00
Wohnort: Düsseldorf

Beitrag von günni » Freitag 28. März 2008, 14:50

Oysos hat geschrieben:ob du am Ende z.B. 12 V oder 15 V haben möchtest.

Für ein Lauflicht eigenet sich z.B. ein IC namens 74164 oder 74LS164,
Moin,
74164 oder 74LS164 sind TTL-Bausteine, VCC = 5V.

e-lok-fan

Beitrag von e-lok-fan » Freitag 28. März 2008, 16:08

also das heißt es kommen 20 V gleichstrom raus, ja? und ich muss mir dementsprechend vorwiderstände für 20 V holen?
kannst du mir vielleicht einen empfehlen für 12V? und wie schließe ich den an? hast du da nen guten schaltplan? oder kannste das versuchen irgendwi zu erlären?

Tomcat

Beitrag von Tomcat » Freitag 28. März 2008, 17:03

Tag,
ich sag dazu nur soviel: R=U/I bzw. die andere Formel die ich dir gegeben hab.(die bassiert aber auch auf R=U/I).
Den Vorwiederstand einfach vor bzw. hinter die LED schalten. Fertig.

Grüßle Tomcat

PS: Besorg dir mal ein Buch mit den Grundlagen der Elektrotechnik. Das ist manchmal ziemlich Hilfreich.

Benutzeravatar
Oysos
Forumane
Beiträge: 793
Registriert: Samstag 4. August 2007, 11:43
Wohnort: Kiel

Beitrag von Oysos » Freitag 28. März 2008, 20:28

Moin,

hier ein Schaltplan, der auch schon irgendwo im Forum kursiert:
Bild

Der Trafo ist dein Märklintrafo, die Anschlüsse 13 und 9 sind gelb und braun, statt der vier Dioden kannst du auch den Gleichrichter nehmen, C1 und C2 relativ groß wählen (Elkos > 100µF, es müssen nicht zwei sein, ein großer reicht auch), C3 und C4 bitte keine Elkos, sondern irgendwas "normales".

Das mit den TTL-Bausteinen könnte missverständlich sein, stimmt.

Gruß
Hannes

e-lok-fan

Beitrag von e-lok-fan » Freitag 28. März 2008, 21:06

hallo,
danke hannes für deinen schaltplan. hat mir schon sehr viel weiter geholfen. jedoch bleiben noch ein paar fragen offen, was meinst du mit elkos?! und wo bekomme ich solche her? und was sind in dem fall c3 und c4?

und wegen dem gleichrichter, such mal bitte die artikel nummer: 502600 - 62 und sag mir dann mal bitte, ob der auch gehen würde.

ich DANKE euch ALLEN schonmal für eure tatkräftige hilfe und mühe mir bei meinem wohl relativ einfachen problem zu helfen, aber ich wohl noch nicht so fit bin, um alles zu verstehen. also DANKE!!

Antworten