Szenen und Motive entlang der Strecken

Hier könnt Ihr Eure Gedanken zum neuen Bauabschnitt 5 (Schweizer Alpen) schreiben.
Here you can write down your thoughts for our new building phase 5 (Alps extension).
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Flo K (der erste)
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Szenen und Motive entlang der Strecken

Beitrag von Flo K (der erste) » Dienstag 7. Februar 2006, 04:41

Hallo Leute

Da der Bauabschnitt Alpen jetzt in die entscheidende Planungsphase kommt, dachte ich, es wäre an der Zeit einige Vorschläge und Ideen zum Thema "Szenen und Motive entlang der Strecken" zu machen.

Vorweg sei gesagt, das hier die Strecken an sich schon oft das Motiv sind! ;-)

Dabei möchte ich mich in erster Linie am Vorbild und an den von Gehard Dauscher genannten Landschaften, Tälern und Ortschaften orientieren, wobei ich jetzt zunächst den gesamten Bereich "Tessin" außen vor gelassen habe. Zum einen, weil ich mich dort (noch) nicht besonders gut auskenne, zum anderen weil ich dazu bislang noch nicht sehr viel Foto-Material recherchiert habe.
Hier also die ausdrückliche Einladung an alle, zu diesem Gebiet Infos und Fotos zur Verfügung zu stellen!

Zuvor möchte ich betonen, daß es mir keineswegs darum geht, die gezeigten Szenen 1:1 nachzubauen, sondern vielmehr Anregungen für die Umsetzbarkeit auf der Anlage zu liefern!

Beginnen wir mit unserer Reise durch die Alpen:

Dabei werden wir uns vom Matterhorn, über das Wallis, die Gotthard-Region, das Rheintal, Chur, das Albulatal, das Engadin über den Bernina-Pass bis nach Italien bewegen, also ausschließlich entlang der Schmalspurbahnen, größtenteils auf der Strecke des Glacier- und Bernina-Express.

"Das Matterhorn soll auch dargestellt werden", hat Gerhard Dauscher geschrieben, also fangen wir auch dort an!
Da würde sich doch auch eine Zahnrad-Aussichtsbahn wie die Gornergratbahn anbieten:

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Auf der Strecke zwischen Zermatt und Brig unterquert die Strecke der MGB (Matterhorn-Gotthard-Bahn, früher BVZ (Brig-Visp-Zermatt)) bei Neubrücken, kurz vor Visp, eine mittelalterliche Brücke, auf der eine kleine Kapelle steht:

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Im Hauptort des Wallis, Brig, ist der anderenorts bereits erwähnte Bahnhof der Schmalspurstrecke auf dem Bahnhofsvorplatz von besonderem Interesse:

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Auf dem Weg die Rhône aufwärts beginnt kurz hinter dem Bahnhof Grengiols, direkt auf einer Brücke über die Rhône ein Zahnstangenabschnitt. Die Strecke mündet in einer Felswand und führt in einem Kehrtunnel nach oben, um dann direkt über dem Tunnelportal wieder zu erscheinen:

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Unmittelbar hinter dem Gotthard Dorf Andermatt steigt die Strecke in mehreren Kehren hinauf zum Oberalp Pass: (Leider habe ich kein besseres Bild gefunden)

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Zwischen Realp und Andermatt überquert die Strecke einen besonders schönen Viadukt, dessen Namen ich gerade nicht parat habe, aber nachliefern werde!

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Von Andermatt aus hat die Schmalspur Anschluss über eine Stichstrecke nach Göschenen zur Gotthard Bahn. Auf diesem Streckenabschnitt befindet sich mit 17,8% Steigung der steilste Abschnitt der MGB (früher FO (Furka-Oberalp))

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Besonders gerne würde ich auf der Anlage eine Pass Situation sehen, also ein Motiv, wo eine Bahnstrecke sichtbar einen Alpenpass überquert, wie hier am Oberalp Pass, oder vielleicht noch schöner, später am Bernina Pass...

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Unterhalb des Olberalp Passes, im Quellgebiet des Rhein liegt der Ort Sedrun, der natürlich zur Zeit in erster Linie wegen der NEAT-Baustelle und der Porta Alpina interessant ist. Hier ein Übersichtsfoto: (Vorsicht: Große Datei!)

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Ab jetzt befinden wir uns auf dem Streckennetz der RhB, der größten privaten Schmalspur-Eisenbahn-Gesellschaft Europas!

Gerhard Dauscher hatte von einer Schlucht, und dem direkten Blick des Bsuchers in die Schlucht geschrieben. Der folgende Streckenabschnitt könnte dabei einige Anregeungen liefern:

Nach zügiger und komfortabler Fahrt ab Disentis, stellt sich der Bahn und dem (Vorder)-Rhein kurz vor der Einmündung des Hinterrhein bei Reichenau der Flimser Bergsturz in den Weg. Der postglaziale (nacheiszeitliche) Bergsturz ereignete sich vor ca. 13.000 bis 17.000 Jahren und begrub das Rheintal auf einer Länge von über 12 Kilometer und eine Höhe von über 300 Metern mit Gesteinsschutt.
Mittlerweile hat sich der Vorderrhein wieder auf sein ursprüngliches Niveau "durchgefressen", woraus eine der größten Schluchten Europas entstanden ist:

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Nur die Bahnlinie und ein Wanderweg führen durch die Schlucht; Autofahrern bleibt das Spektakel verborgen:

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Kurz hinter der Rheinschlucht (rhätoromanisch: Ruinaulta) treffen Vorder- und Hinterrhein aufeinander:

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Das die Rhb eine sog. Vollbahn ist, d.h. sie muss alle Aufgaben übernehmen, die sonst die normalspurgen Bahnen übernehmen, merkt man spätestens in der Nähe von der Kantonshauptstadt Graubündens, Chur!
Der moderne Mehrsystembahnhof soll ja laut Gerhard Dauscher ebenfalls als Motiv-Vorlage dienen:

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Von Chur aus führt die Arosa-Linie in den gleichnamigen mondänen Ferienort und überquert dabei eines der spektuklärsten Brückenbauwerke der RhB, den 'Langwieser Viadukt'!
Zum Zeitpunkt ihrer Erbauung (1913) vor über 90 Jahren war die Brücke eine der größten Stahlbeton-Brücken überhaupt!
Nach wie vor kann sie durch eine schlanke und elegante Formgebung überzeugen:

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Zur Adventszeit wird diese Brücke jeweils mit zehntausenden Glühlampen zu einer strahlenden Weihnachts-Deko!
(Viel Spass, Gaston ;-) )

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Auch das von Gerhard erwähnte Dreischiengleis findet sich hier; von Chur bis Domat / Ems können normalspurige Fahrzeuge auf dem Netz der Rhb bis zum Werksgelände der EMS fahren.

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Wir kommen jetzt zum spektakulärsten Streckenabschnitt des RhB - Stammnetzes: (Die Bernina Bahn wird anschl. erwähnt)
Die weltberühmte Albula-Linie mit ihren vielen einzigartigen Bauwerken:

Zunächst fährt man durch das burgenreiche Domleschg, wo viele der historischen Pass-Routen zusammenlaufen. Logischerweise läßt sich dort besonders gut Wegezoll kassieren, so sind dort besonders im Mittelalter zahlreiche Raubritter-Burgen und Wehrbauten errichtet worden.
(Das Phänomen kennt man auch heutzutage noch, nur nennt es sich jetzt "Mautstation" ;-) )
Bersonders schön ist es natürlich, wenn ein Zug direkt unter einer Burgruine in einem Tunnel verschwindet, so wie hier bei der Ruine Campi:

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Leider habe ich keine besseren Bilder gefunden, deshalb hier ein Foto von der Situation im Modell:

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Wenig später konnte sich der Reisende bis vor kurzem an dem üppigen Blumenschmuck der Station 'Solis' erfreuen:

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Leider ist dieses Motiv mit dem neuen Pächter verschwunden, was ja aber im Wunderland keine Rolle spielen muss!

Kurz hinter dem Bahnhof Solis wird die höchste Brücke der Rhb, das 96 Meter hohe Solis-Viadukt überquert:

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Besonders interessant ist hier, daß sich eine neue und eine alte Strassenbrücke direkt daneben befinden.

So!

Jetzt kommen wir auf der Albula-Linie zu dem wohl berühmtesten Brückenbauwerk der Alpen: Dem Landwasser-Viadukt!

Ob man diese einmalig schöne Brücke im Wunderland auf der Anlage zeigen sollte, stelle ich hier mal zur Diskussion!

Hier jedenfalls nochmal einige Impressionen, um sich eine objektive Meinung bilden zu können: ;-)

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Gleich nach dem Landwasser-Vadukt bietet sich die Glegenheit von Filisur aus einen Abstecher nach Davos zu machen, denn auf diesem Streckenabschnitt liegt zum Beispiel der größte Viadukt auf dem Netz der RhB, der 'Wiesener Viadukt':

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Eine Szene, die möglicherweise der ein oder andere Modellbahner schon einmal unwissentlich nachgebaut hat, ist der sog. 'Bärentritt'!
Eine Brücke, zwischen zwei nur 9 Meter auseinanderstehenden Tunnelportalen, direkt dahinter ein tobender Wasserfall:

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Eine solche Szene kann jedenfalls nicht am Platzmagel scheitern! ;-)

Zurück zur Albula-Strecke, denn jetzt wird es richtig rasant!
Nicht umsonst wird der folgende Streckenabschnitt auch gerne als 'Albula-Zirkus' und 'Alpenachterbahn' bezeichnet.
Hier noch mal zur Erinnerung der Streckenabschnitt zwischen Bergün und Preda:

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Eine nette Fotomontage, auf der der Zug auf dem Albula III Viadukt und nach der darunter liegenden Tunnelausfahrt zu sehen ist:

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Die Übersicht aus der Luft lässt erkennen, daß die Wunderländer hier ein ähnliches Problem, wie die Ingenieure der Albula-bahn haben werden: Zu viel Höhe bei zu wenig Strecke!
Von daher werden sich ähnliche Konstellationen bei der Anlagenplanung eigentlich gar nicht vermeiden lassen!

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Damit wären wir nach dem Albulatunnel (höchster Eisenbahn-Alpendurchstich überhaupt) im Engadin angekommen.
Da uns 1750 Meter über Meer noch nicht genug sind, setzen wir unsere Reise mit der Bernina-Bahn fort:

Oberhalb der Baumgrenze (ab ca. 1850 Meter) sehen Bahnlinien noch einmal ganz besonders spektakulär aus!
Diesen Eindruck sollte man auf jeden Fall versuchen zu übermitteln!

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Vorhin hatte ich ja schon beim Oberalp-Pass erwähnt, daß sich ein noch schöneres Pass-Motiv am Bernina Pass (2315 m ü. n/N) ergibt:

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Auf der steilen Abfahrt hinunter nach Italien kann die Bernina-Bahn noch mal mit einigen sehenswerten Szenarien aufwarten:
Direkt nach der Station 'Alp Grüm' macht die Strecke eine spektakuläre 180°-Kurve:

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Das letzte Bild aus der Alp-Grüm-Kurve bringt mich gleich zum nächsten Thema...

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Sollte eine mögliche Pass-Szene noch im winterlichen Landschaftsbild dargestellt werden, wäre dieses Motiv doch wirklich sehenswert, oder?

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Spass beiseite:

Weiter unten wird der Bernina-Express (BEX) in der Ortschaft St. Antonio plötzlich zur Strassenbahn:

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Als den Ingenieuren auf dem Weg nach Tirano noch 9 Höhenmeter in ihrer Planung gefehlt haben, hat man sich einen besonderen Geniestreich ausgedacht:
Das (weltweit einmalige) Kresiviadukt von Brusio:

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Damit währen wir am Ende unserer Reise mit dem Glacier- und dem Bernina-Express angekommen.

Ich hoffe, die Reise hat Euch gefallen und möglicherweise für neue Ideen entlang der Strecken gesorgt!

Besonders interessiert mich jetzt natürlich, welche Szenen und Motive ihr euch so entlag der Strecken vorstellen würdet...

Flo

... der sich einige dieser Szenen und Motive sehr gut im Modell vorstellen kann!
Zuletzt geändert von Flo K (der erste) am Samstag 11. März 2006, 23:35, insgesamt 5-mal geändert.
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genius
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Beitrag von genius » Dienstag 7. Februar 2006, 10:19

"Klapp." (das war das 'Geräusch des Mund wieder zumachens :shock: )

Wunderschöner Beitrag. So viele schöne Motive. Aussuchen? Nein, die hätten alle einen Platz verdient... :clap:

genius

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Achim
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Beitrag von Achim » Dienstag 7. Februar 2006, 11:04

Zur Situation "Albula Kehren",

hier ist, wie auf dem Photo zu erkennen alles sehr bewaldet, so das die Streckenentwicklung oft verdeckt ist.-

Wenn man auf alte Photos schaut war das beim Bau der Strecke ganz anders, da konnte man die Entwicklung der Strecke viel besser sehen.
Die Bäume hatte man wohl zu Bau- und Brennholz verarbeitet.

Man sollte daher die Albulaschleifen und Kehrtunnels im "Bauzustand"(jedenfalls was die Vegetation angeht) darstelle

Hab zwar gerade kein Photo zur Hand, aber bei Wunsch suche und liefer ich gern.

@ Flo K :clap:

Achim aus dem Gleisdreieck

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Beitrag von Flo K (der erste) » Dienstag 7. Februar 2006, 11:29

awulkow hat geschrieben:Hab zwar gerade kein Photo zur Hand, aber bei Wunsch suche und liefer ich gern.
Achim aus dem Gleisdreieck
Macht nix Achim:

Du hast natürlich vollkommen Recht:
Das die Streckenführung anfangs deutlich besser einzusehen war, liegt in erster Linie daran, daß man zwangsläufig beim Bau der Strecke die gesamte Vegetation zu entfernen hatte, da man sonst erst gar nicht bis an die Baustelle gekommen wäre!

Dieses historische Foto von 1906 zeigt die Strecke kurz vor Filisur:
Das Schmittnertobel und Landwasser Viadukt kurz nach der Fertigstellung:

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Achim hat also vollkommen Recht, wenn er meint, daß man auf der Anlage die spektakulärsten Streckenabschnitte (vorbildwidrig) nicht mit Bäumen verdecken sollte!

Flo
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ssilk
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Beitrag von ssilk » Dienstag 7. Februar 2006, 12:08

<applaudier>

Andy85

Beitrag von Andy85 » Donnerstag 9. Februar 2006, 15:58

Das schaut ja schon recht interessant aus! Warum hast du ausschließlich Schmalspurbahnen abgebildet? Ich denke Normalspur ist auch nicht minder specktakulär in der Schweiz.

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Flo K (der erste)
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Beitrag von Flo K (der erste) » Donnerstag 9. Februar 2006, 16:06

Weil, wie ich bereits sagte, mich im Tessin, wo mit der Gotthard-Südrampe, sicherlich einige Szenen und Motive der Normalspur zu finden sind, (noch) nicht besonders gut auskenne.
Jeder, der sich bereits intensiver mit dieser Region auseinander gesetzt hat und dazu Infos und Bilder liefern kann, ist herzlich eingeladen, dies hier zu tun!

Alle anderen von Gerhard Dauscher genannten Strecken, Täler und Regionen sind nun mal reines Schmalspur-Land!
Wie schon mal gesagt: Die Schmalspur ist in den Alpen nun mal das normale!

EDIT: Gerhard wollte sich an ebenfalls Motiven der BLS (Lötschbergstrecke) orientieren. Dort wird natürlich ebenfalls mit Normalspur gefahren, aber auch dort verfüge ich bislang nicht über entsprechendes Material und Fachwissen!

Beste Grüße

Flo
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Achim
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Beitrag von Achim » Donnerstag 9. Februar 2006, 18:19

Hallo

Thema Zermatt , wie wärs mit der Zermatt Basis der "Air Zermatt"
das sind die Jungs die die Bergsteiger aus dem Berg holen, falls nötig.

Infos und Bilder und www.air-zermatt.ch unter Standorte - Basis Zerrmatt

Achim aus dem Gleisdreieck

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Hannes
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Beitrag von Hannes » Donnerstag 9. Februar 2006, 20:31

Hallo,
was mir gerade beim Durchblättern der HAG-Neuheiten aufgefallen ist, ist ein Autozugsteuerwagen der BLS. Da dachte ich mir, das fehlt bisher in den Planungen, das muss ins MiWuLa, wenn`s geht natürlich mit CarSystem. Hier einmal ein Bild der HAG-Neuheit:
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So sieht das ganze bei der BLS aus, hier ein Zug im Jahr 2000 in Goppenstein.
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Mit solchen Wagen werden die Autos bei der BLS über und durch den Berg gebracht. Wenn wir gerade beim Thema Autos über den Berg sind, darf natürlich die gute alte RoLa nicht fehlen, natürlich gibt`s die auch in der Schweiz, hier wieder zwei Beispiele von der BLS:
Eine RoLa auf der Lötschbergstrecke
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Das ganze gibt`s natürlich auch auf schmaler Spur, hier ein Beispiel vom Furkatunnel:
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Und noch das letzte Foto aus Selfranga:
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Hier als Schlussbeispiel noch eine Grafik mit den verschiedenen Designs der Vereinawagen, die Autos durch den Vereinatunnel bringen:
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Zum Modell:
Als ein Grundbaustein für so einen Autoverladzug kann man den oben genannten Autozugsteuerwagen nennen. Von HAG gibt es weitere Autotransportwagen und auch sonst eine Menge Werbeloks, die die Anlage lebendig machen. Für die Schmalspurautozüge kann man, wie man auf dem einen Bild sehen kann, auch einen normalen RhB-Steuerwagen vorspannen. Ich werde mich mal in den nächsten Tagen ein bisschen das Programm von HAG angucken und dann noch ein paar Sachen posten, die man dafür verwenden kann.

@Gerd Dauscher:
In Sachen Fotos aus der Schweiz kann ich dir eine Homepage sehr ans Herzen legen:
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Dort gibt`s viele Fotos aus der Schweiz und die Autoren machen recht oft eine Fototour, die sie dann in Drehscheibe Online zeigen, zu finden im Sichtungsforum. Ich hoffe, damit weiterzuhelfen.

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Flo K (der erste)
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Beitrag von Flo K (der erste) » Donnerstag 9. Februar 2006, 21:25

Sehr gut Hannes - Vielen Dank!

Ein 'Autoverlad' ist in der Schweiz natürlich ein absolutes MUST HAVE, zumal Gehard Dauscher ja auch moderne Technik (modellbauerisch anspruchsvoll) mit Alpen-Idylle verbinden wollte!

Erwähnenswert erscheint mir an dieser Stelle noch der Bahnhof Sagliains, am Ende des Vereina-Tunnels, der als einziger Bahnhof der Schweiz ausschließlich mit der Bahn und dem Auto zu erreichen ist; das heißt, daß man als Fußgänger keine Chance hat auf diesen Bahnhof zu gelangen!
Er dient lediglich dem Umsteigen und dem Autoverlad!

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Flo
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Gerhard Dauscher
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Beitrag von Gerhard Dauscher » Freitag 10. Februar 2006, 07:32

Autoverladung muss sein, denn im vergleich zu Deutschland, wo der Autoreisezug wirklich nur für den Urlaub genutz wird, ist ein Autotransport durch Schweizer Pässe, eher alltäglich. Vor allem im Winter wenn die Strassen nur noch Platz für den Schnee haben.
Zur Autoverladung habe ich noch kein aufschlussreiches Infomaterial gefunden. Genaue Abläufe und Bilder. Speziell intressiert mich die Verladung in Göschenen. Ganz allgemein ist Göschenen und super Bahnhof. So eng wie zwischen Berg und Fluss eingebaut worden ist fasziniert mich.

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ssilk
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Beitrag von ssilk » Freitag 10. Februar 2006, 12:16

Eine echte Autoverladung mit Carsystem wäre natürlich echt super.

Ich betrachte das mal unter dem Aspekt, dass das nicht unbedingt Vorbildgerecht sein muss. Viel wichtiger finde ich, dass es logisch zusammenpasst.

Also logisch wäre eine Verladung vom 4. in den 3. Stock (und umgekehrt) ... weil dazwischen ja die "ganz hohen Berge" liegen.

Das ist natürlich ein echtes Problem, weil die Züge sind ja minutenlang unterwegs um von oben nach unten und umgekehrt zu kommen. In der Zeit können die Autos nicht fahren. Man kann also - ich denke mal - höchstens 5-10 Autos pro Zug fahren lassen. Und man bräuchte mehrere Züge. Einer allein wäre nicht ausreichend...

Hm. Praktisch gesehen sollte man auch bedenken, dass je länger die Strecke ist, um so mehr könnte dazwischen passieren (entgleisen, Batterie von Autos leer)... Da muss man natürlich Sicherheitsvorkehrungen treffen, denn wir haben es hier ja mit einer im Prinzip losen Ladung zu tun. Wenn so ein Auto rausfällt, weil der Zug entgleist, dann gibts unter Umständen Matsch.

Bergauf haben die Züge natürlich dann natürlich ein größeres Traktionsproblem.

Besser wäre wohl, nur ein relativ kurzes Stück zu fahren und die Strecke in einen gut zugänglichen Teil zu legen.

Hm.

Super interessant könnte ich mir zum Beispiel auch eine Verladung vom und zum Flughafen aus vorstellen (wohin auch immer, das spielt da vorerst keine große Rolle). Das könnte Arbeit sparen, weil ja schon ein Carsystem am Flughafen existiert (inklusive Ladestation!) und entsprechender Zubringer-Abhohl-Verkehr auch an Luftfracht entstünde, der den ganzen Verkehr sehr plausibel machen würde.

Hm.

Der Hammer wäre natürlich noch die komplette Strecke: Vom Flughafen aus quer durch die komplette Anlage nach Hamburg (oder gar Amerika?!). Bzw. vom Flughafen hinab in den 3. Stock. Auf diese Weise kommen vielleicht manche Besucher tatsächlich auf die seltene Idee einem Zug zu "folgen", also quer über die Anlage mitzulaufen.

Aber siehe oben: Die Gefahr, dass unterwegs etwas "passiert" ist natürlich um so höher, je länger (zeitlich, Länge) die Strecke ist.


Auf jeden Fall wäre eine richtige Auto/LKW-verladung ein echter Hingucker, die Verlade/Entladezonen sollten Zuschauertechnisch in einem "weniger interessanten" Bereich liegen.

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Peter Müller
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Beitrag von Peter Müller » Freitag 10. Februar 2006, 12:31

Hallo @ssilk,

und sehr schnell ist man dabei, das Car-System für die ganze Anlage zu planen.

Ich glaube, das Car-System am Flughafen sollte auf den Vorfeldverkehr begrenzt bleiben und für den Bauabschnitt 5 ist noch gar nicht wirklich vom Car-System gesprochen worden.

Wäre ja mal interessant zu Wissen, ob man sich hier auf eventuell mehr bewegte Autos freuen kann (die der Zug dann immer zur Ladestation fährt?).

So eine Serpentinenstraße mit fahrendem hupendem Postbus?

[Dieser Beitrag verwendet die ab dem 17.2.2006 gültigen Bauabschnittsbezeichnungen 5 (Deckendurchbruch) und 6 "Flughafen"]
Zuletzt geändert von Peter Müller am Montag 20. Februar 2006, 22:05, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße, Peter

In der nächsten Legislaturperiode braucht Deutschland einen Verbraucherschutzverkehrsminister

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Beitrag von Flo K (der erste) » Freitag 10. Februar 2006, 12:49

Peter Müller hat geschrieben: So eine Serpentinenstraße mit fahrendem hupendem Postbus?
GENAU!

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Allerdings befürchte ich, daß das eine Wunschvorstellung bleiben wird...

Flo
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Beitrag von ssilk » Freitag 10. Februar 2006, 13:57

Naja, ich habs ja mal rein aus ner technischen Perspektive sehen wollen und rein technisch wäre die Verbindung vom Flughafen runter in den 3. Stock (oder gar nach Hamburg) halt etwas, wo ich mir vorstellen kann, dass es das noch nie gab und geben wird.

Aber realistisch gesehen wird es wohl eher auf fest montierte Wägen ohne Carsystem hinauslaufen.

Wobei ich aber jetzt schon ziemlich sicher bin, dass wie in Skandinvien wieder ein halbes dutzend Fragen kommen, ob man in BA 6 jetzt auch ein Carsystem plant. :)

Wenn ja, dann bin ich für meinen Teil dafür diese Systeme irgendwie zu verbinden...

Ok, Flugvorfeld bleibt Flugvorfeld. Dafür. Aber auch das Flugvorfeld braucht eine Ladestation. Und wenn man schon eine Ladestation bauen muss, dann kann man auch ein wenig Zuliefer/Abfahrverkehr mit dazubauen. So ähnlich wie jetzt auch in Skandinavien bei der Fähre. Genügend Fahrzeuge, damit die sich ein wenig Abseit vom Flughafen an einem Nebenbahnhof in eine Schlange stellen können, um Aufmerksamkeit zu erregen und wenn die dann tatsächlich auf den Zug fahren erstauntes Ausrufen kommt. Und dann fährt der Zug los und quer durch den BA 6, bis nach unten, wo die Fahrzeuge wieder rausfahren und neue reinfahren.

Ich mein, wo sonst würde man so etwas sehen können?!

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Achim
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Beitrag von Achim » Freitag 10. Februar 2006, 15:15

Also--

Der großartige Bahnhof "Churbriggen" oder wie auch immer er heißen mag, ist doch bestimmt ein "Taktknoten" im Verkehrsnetz der Schweiz!!

Also treffen sich hier die verschiedenen Hauptbahn Schnell- und Regionalzüge, sowie die Schmalspurzüge jede Stunde zum Rendez Vouz.

Dasselbe machen die Postbusse, die zum Stelldichein mit dem bekannten Gehupe die Pässe herunterkommen und sich auf dem geplanten Deck über den Gleisen, wenn ich Gerhard richtig verstanden habe, treffen.
Können wir uns ernsthaft so ein Deck auch ohne "fahrende Postbusse" vorstellen ---
Außerdem : Wo sollen die Wagen für die Autoverladung denn herkommen und hinfahren, ein Carsystem braucht es also sowieso, dann können darüber auch die Busse fahren.

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Beitrag von ssilk » Freitag 10. Februar 2006, 15:38

Ich stell mir grad vor wie das wäre.

Szenen:

- Bus kommt von "hinter der Anlage" über einen Pass gefahren.
- Hupen
- Es geht sehr steil und langsam Serpentinen hinab ins Tal
- Zwischendrin ein kleines Dörfchen (max. 6 Häuser), wo der Bus hält. Dahinter bildet sich eine Schlange von weiteren Fahrzeugen.
- weiter hinab, noch mehr Serpentinen, Hupen
- Abbiegen in den Busbahnhof
- Haltestelle, ein und aussteigende Passagiere, Umsteigen
- Weiterfahrt, diesmal wieder den Berg rauf.
- Zeitgleich fahren auf der Landstraße im Tal auch Busse in alle möglichen Richtungen und kommen am Bahnhof an oder fahren ab ...
- Daneben gibt es noch "normalen" Verkehr.

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Beitrag von Nigel Phineas Bentley » Freitag 10. Februar 2006, 16:01

ssilk hat geschrieben:
...
- Haltestelle, ein und aussteigende Passagiere, Umsteigen
...
Tolle Szene, sehe sie direkt vor mir, aber wie setzt Du den oben genannten Punkt um? Gibt es schon ein Preiserlein-Walking System? Busse mit Automatiktüren? Preiserlein-Hinsetzsysteme :lol: :wink:

Aber die Szene wäre wirklich cool ... Oh man ...

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Achim
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Beitrag von Achim » Freitag 10. Februar 2006, 16:15

Gerade fällt mir ein, -- in Brig gibts auch eine Autoverladung durch den Simplonpass- und last but not least - die Albulastrecke der "Kleinen Roten" dient auch der Autoverladung nach St. Moritz...

Es ist zwar so noch nicht vorgekommen aber...

es wäre doch reizvoll in "Churbriggen"neben einer Vollbahnautoverladung eine zweite Verladestraße für die Schmalspurautoverladung nach St. Zervoz zu kreiren. Weiß nicht ob da Rollmaterial für existiert ,mal gucken.
Ach ja - kennt einer einen Grund warum es dort nicht schwer nach "Göschenen" ausschauen sollte?

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Hannes
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Beitrag von Hannes » Freitag 10. Februar 2006, 17:22

Hallo,
habe gerade eben auf der HAG-Seite ein bisschen rumgeschaut und dabei einen Auto-Auffahrwagen der BLS gefunden, hier ein Bild:
Bild
Artikel-Nr.: 375

Der erste und der letzte Wagen eines Autotransportzuges ist ein Auffahrwagen, über welche die Autos den Zug befahren und wieder verlassen.

Stromart Wechselstrom
Bahnbesitzer BLS
HAG Generation alt
Produktionsjahr 1996
Dazu dann der passende Mittelwagen:
Bild
Artikel-Nr.: 370

Die markanten Autoverladewagen mit Ihren Steinschlag-Schutzdächern sind für viele Touristen ein vertrauter Anblick.

Stromart Wechselstrom
Bahnbesitzer BLS
HAG Generation alt
Produktionsjahr 1996
Eine kompletter Autozug der BLS würde dann also aus einer Lok, (hier als Beispiel eine Ae 4/4)
Bild
, einem Auffahrwagen, mehreren Zwischenwagen, wieder einem Auffahrwagen und dann einem Steuerwagen, wie in meinem ersten Posting hier in diesem Thread zu sehen, bestehen.

Im Amerika-Teil gibt`s ja schon eine RoLa mit richtiger LKW-Verladung. Warum sollte das nicht auch in den Alpen möglich sein ? Der Vorteil dieser BLS-Wagen ist außerdem, dass sie seitlich ein Geländer haben, was das rausfallen von Fahrzeugen eigentlich unmöglich macht. Mit Entgleisungen muss man auch bei anderen Zügen rechnen, von daher ist dieser Punkt hier auszuschließen. Die Wagenübergänge dürften auch kein allzu großes Problem darstellen, wäre also nur noch das mit den Stoppstellen. Allerdings sind die Wagen im Amerika-Teil auch nicht höher, also ist es technisch möglich. Was vielleicht wirklich dagegen spricht ist die Haltbarkeit der Akkus: Wenn sich während der Fahrt der Akku entlädt, bleibt das Fahrzeug auf dem Wagen stehen und blockiert dadurch den Verkehr. Allerdings wird ja auch so ständig der Ladezustand der Akkus in den CS-Fahrzeugen kontrolliert, es dürften dann eben nur Fahrzeuge auf den Zug, die einen bestimmen Ladezustand haben. Da muss man dann eben testen und anschließend dem Computer das sagen.

Bei den Postbussen muss ich voll und ganz zustimmen, ein Busbahnhof ohne fahrende Busse wirkt tot. In Churbriggen dürften dann aber nicht nur Postbusse fahren, auch über eine Art Stadtbussystem sollte man nachdenken, sonst wird es auch wieder eintönig.
- Zwischendrin ein kleines Dörfchen (max. 6 Häuser), wo der Bus hält. Dahinter bildet sich eine Schlange von weiteren Fahrzeugen.
Problem beim ganzen ist, wie man das mit der Autoschlange löst. Mit mehreren Stopstellen wird das ganze aufwändig. Ich erinnere mich dabei an das 2. MFM, wo Sebastian einen Bus mit Abstandssteuerung dabei hatte. Anstatt von Lampen hatte er glaub ich IR-Dioden drin, das ganze funktionierte dann mit Reflektoren am vorhergehenden Fahrzeug, wenn ich mich recht erinnere. Darauf festlegen will ich mich allerdings nicht, vielleicht erinnert sich jemand anders besser daran. Hier mal ein Bild von den beiden Bussen, die Funktionsweise lässt sich darauf zwar nicht erkennen, aber vielleicht wird dadurch das Gedächtnis des einen oder anderen Schreibers hier aufgefrischt, der das beschreiben könnte: Hier klicken

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